Bergwinter: Wandberg – Mehr Schnee, weniger Schnee

24. Dezember 2013

Kaiser im Winter

Einen hab ich noch für dieses Jahr: Spontan bin ich letztes Wochenende noch zum Wandberg aufgebrochen, obwohl ich mir eigentlich geschworen hatte, dass ich mich zumindest im Winter nicht zum Sklaven des schönen Wetters machen würde. Aber als der Sonntag dann ganz hübsch aussah und ansonsten an Indoor-Tätigkeiten verschwendet worden wäre…

Allerdings war die Schneelage genau so, wie ich es mir fast schon gedacht hatte: Für Schneeschuhe war der Boden zu uneinheitlich abgedeckt – bisweilen lagen nur so ein, zwei Zentimeter. An anderen Stellen hingegen sackte ich durchaus bis zum Knie ein. Das war also etwas frustrierend.

Das Wetter verschlechterte sich dann auch im Verlauf etwas – was aber immerhin zu besonders interessantem Licht führte.

Der Weg an sich – von Rettenschöss-Feistenau hinauf – ist hingegen durchaus empfehlenswert für den Winter: nicht zu lang, schöner Ausblick, und auch lawinenmäßig hatte ich keine Bedenken. (Unterm und am Gipfel könnte das aber im Hochwinter anders aussehen.)

Und das war’s für mich für dieses Jahr. Frohes Fest und bis 2014!

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Wandbergalm – (war: AW: Lochner Horn)

1. Mai 2012

Walchsee & Kaisergebirge

Manche Tage sind komisch – also, wettermäßig. Und dieser war so einer. Es war warm, es war windig, es war wolkig. Es war gleichzeitig warm und kalt, und man hatte den ganzen Tag das Gefühl, es ist 17:30 Uhr.

Eigentlich wollten wir zum Lochner Horn, aber das Lochner Horn hat diese komische Eigenschaft, dass man am Ende auf einem Grat steht, der genau so hoch ist wie der Gipfel. Aber zum Gipfel muss man erst noch durch eine Senke. Und da es am Gipfel extrem windig war und gleichzeitig der eigentlich schöne Panoramablick heute sowieso in weiß-graue Merkwürdigkeit führte… haben wir ihn links liegen lassen. Damit wurde die Wandbergalm zum Tagesziel erklärt, was auch okay war.

Und dann waren wir noch so mutig, durch den Graben direkt nach Walchsee zurück abzusteigen. Normalerweise sollte das kein Problem sein, aber erwartungsgemäß lagen in diesen tiefen, schattigen Graben mit seinen steilen Hängen noch jede Menge Schneeflecken. Aber es war am Ende alles machbar (ein Glück), und wir waren um 17:30 Uhr zurück in Walchsee.

Oder zumindest kam es uns so vor.


Lochner Horn – Brennkopf

14. September 2010

Kohlenriedalm (Niederleger)

Am Samstag stand mir der Sinn nach mäßiger sportlicher Betätigung – und irgendwie nach Almen. Am Walchsee herrscht an Almen kein Mangel, wie ich aus der Karte sehen konnte, also ging’s dahin, um einmal in die Runde durch die Almhänge nördlich des Sees zu laufen.

Die Tour ist wirklich nett, wenn auch erwartungsgemäß unspektakulär, und Almen – bewirtschaftete wie unbewirtschaftete – gibt’s auf Schritt und Tritt, sogar mehr als man auf den ersten Blick in der Landkarte findet. Die erste, die Angeringalm, habe ich gar nicht recht als solche erkannt, aber die Kohlenriedalm (mit hübschem kleinen Niederleger, den man zuerst erreicht) dann schon. Ein paar Kühe hingen da noch rum, aber an der Hauptalm wurden gerade die Schotten dicht gemacht für den Winter…

Es folgte ein Abstecher zum Lochner-Horn-Gipfel – den man allerdings als solchen erstmal erkennen muss, so flach und weitläufig und gipfelkreuzlos, wie er ist (der Name ist etwas irreführend). Dann kamen die Lochneralm, die Wandbergalm (wo zum ersten Mal ein paar mehr Leute unterwegs waren) und nach einem weiteren, diesmal weglosen Abstecher zum Brennkopfgipfel die Hupfnalm.

Und im Abstieg gab’s dann noch einen malerischen kleinen Wasserfall.

Alles in allem eine sehr schöne Runde – womit man aber bei einer solchen Almwanderung rechnen muss: sehr viele Kuhfladen…