Kranzhorn – Wie war das noch mal?

23. Oktober 2013

Am Kranzhorn, mit Kaiser

Ich glaube, so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie: Ich hinke – vorgezogene besondere Touren mal ausgenommen – inzwischen mit dem Blog gut fünf Wochen hinter der „Wander-Wirklichkeit“ her. Scham und Schande über mich.

Das führt dazu, dass die weniger beeindruckenden Touren in meiner Erinnerung tatsächlich schon ein wenig verblasst sind. Zum Beispiel das Kranzhorn, von Erlerberg aus. Ich glaube, ich bin dort hoch gegangen, weil für den Nachmittag Regen angekündigt war und ich eine schnelle Tour davorschieben wollte. Oder vielleicht war ich noch etwas erkältet. Oder beides. Jedenfalls: Lang ist die Tour nicht, und das hatte irgendwas zu tun mit der Entscheidung für sie.

Und ich war relativ früh oben. Das weiß ich noch, weil an der Kranzhornhütte nämlich noch gar kein Betrieb war.

Spannend, oder? Nennen wir diesen Blog-Eintrag mal „Sammlerstück“. Ich verspreche, beim nächsten Mal wird’s wieder interessanter…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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Hanneburger – Die Nebel-Saga geht weiter

25. August 2013

Nebel am Gipfel

Ernsthaft, mit dem Nebel ist es jetzt mal gut dieses Jahr. Am Hanneburger war es schon wieder so weit.

(Auf meinen Wanderkarten steht „Haneburger“, aber die Beschilderung vor Ort lautete durchgehend „Hanneburger“.)

Morgens im Voldertal sah es noch ganz gut aus. Zwar zogen Wolken um den Hanneburger und seine Nachbarn herum, aber den Gipfel konnte man noch gut sehen – im Gegensatz zum Glungezer gegenüber, den von vornherein im Nebel steckte.

Ich war also aus Erfahrung ein bisschen skeptisch, aber da ich keinen Plan B hatte (und ja doch schon ein ganzes Stück gefahren war), habe ich trotzdem den Aufstieg in Angriff genommen. Und der Aufstieg ist wirklich schön: erst durch den Wald, dann an den Almen vorbei in eine riesige Alm-/Wiesenfläche und zuletzt ein bisschen zwischen Felsen hindurch.

Aber spätestens an der Markissalm war klar, dass ich wieder im Nebel stecken würde. Und so kam es dann auch. Während meiner eher kurzen Gipfelrast lockerte es wenigstens in Richtung Süden etwas auf, aber nach Norden hatte ich unveränderlich eine Panoramasicht von ziemlich genau zehn Metern.

Na gut, dann muss ich nächstes Mal wohl nochmal hin – oder zumindest auf einen der Nachbarn des Hanneburger…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Kranzhorn – Interessante Verkehrsströme

1. Mai 2012

Chiemgauer Alpen

Das Kranzhorn steht da immer so rum, und ich neige dazu, immer dran vorbei zu fahren. Aber dieses Wochenende bot es sich an: Der Aufstieg ist nach Süden ausgerichtet, der Gipfel ist nicht so hoch, und ja, ich weiche den größten Mengen Schnee gerne aus.

Der Aufstieg von Erl ist dann auch tatsächlich ein hübscher Steig durch den Wald, der auch bei den erstaunlich hohen Temperaturen am Samstag einigermaßen kühlen Schatten spendet. Der einzige Nachteil der Tour ist, dass an der Kranzbergalm ein zweiter Verkehrsstrom hinzukommt – man kann die Strecke zum Gipfel nämlich deutlich abkürzen, wenn man mit dem Auto den Erlerberg hochfährt. So war dann also keine Bergeinsamkeit zu erwarten, und es gab auch keine.

Im Abstieg habe ich dann eine kleine Variante ausprobiert, die wirklich wenig begangen war… nur, dass mir dann ein Traktor auf dem zwei Meter breiten Karrenweg entgegen kam! Bizarr… Aber wir haben uns aneinander vorbei gedrängt, und alles war gut.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Voldöpper Spitze (Voldöppberg) – Das (mittel)große Finale

29. November 2011

Inntal, Ecke Zillertal

Irgendwann muss diese Wandersaison doch mal zu Ende gehen – dachte ich mir. Und suchte mir für den Abschluss einen hübschen kleinen Gipfel aus, der mir schon länger mal vorschwebte.

Wenn man nun von Kramsach her aufsteigt, dann heißt der Berg „Voldöpper Spitze“; steht so auf allen Wegweisern. Wenn man dann in Richtung Brandenberg absteigt, dann kommt man vom „Voldöppberg“ (wieder die Wegweiser). Etwas verwirrend, das – aber der Berg hat tatsächlich auch zwei Gipfelkreuze im Abstand von vielleicht 50 Metern. Möglicherweise sind es ja tatsächlich zwei Gipfel…

Der Aufstieg war schlicht, aber steil. Der Abstieg war etwas kniffliger, weil da plötzlich ein Fahrweg, der auf der Karte stand, nicht existierte (sehr selten), dann aber zum Glück zehn Minuten später ein Fahrweg in der Realität existierte, den die Karte nicht kannte (nicht so selten). Dem konnte ich dann in Richtung Bärengrube folgen und musste nicht den großen Umweg über Breitenbach machen, den ich schon befürchtete.

Und so als Saisonabschluss ist die Voldöpper Spitze auch noch für eins gut: Sie liefert Blicke in die Kaiser, die Brandenberger Alpen (einschließlich des halben Rofans), die Tuxer Alpen, einige Gipfel der Zillertaler Alpen und der Bayerischen Voralpen – und eignet sich damit hervorragend dazu den Finger auszustrecken und aufzuzählen: „Da war ich dieses Jahr schon… und da… und da…“

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Brentenjoch – Per silvestra ad astra

27. Mai 2011

Zahmer Kaiser – Süd

Und am Sonntag war das Wetter dann besser, als der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Ich hasse es, wenn das passiert. Wenn man mit irgendwelchen lange aufgeschobenen, endlich zu erledigenden Sachen zu Hause sitzt, aber dann draußen doch die Sonne scheint.

Also bin ich spontan doch noch zu einer weiteren kurzen Tour aufgebrochen, und zwar, wie man das so macht (also, ich jedenfalls): Wenn’s schon spät am Tag ist, sucht man sich was mit Lift. Der Kaiserlift in Kufstein bot sich an, weil ich da noch nie war und die Gegend sowieso mal ein bisschen erkunden wollte.

Und wieder stand ich im Wald. Die meiste Zeit jedenfalls. Der Aufstieg über den (albern nach Mittelerde klingenden) Elfenhain zur Duxeralm verläuft – im Wald. Und, zumindest am Anfang, unfassbar flach. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Serpentinen mit so wenig Höhenunterschied gesehen.

Von der Duxeralm zum Brentenjoch geht es danach auch – durch den Wald. Aber zumindest hat man oben einen schönen Blick ins Kaisertal und auf beide Kaisergebirge, und ins Inntal und so… und hey, ich war ja schließlich auch ein bisschen selbst schuld. Mehr als das, was ich am Ende bekommen hab, kann man von einem spät begonnenen Tag eigentlich nicht erwarten.


Spitzstein – Darf ich mal kurz vorbei?

12. April 2011

Unterinntal

Und wieder habe ich einen Gipfel von der Liste der für mich neuerdings schnell zu erreichenden Berge streichen können (sozusagen): den Spitzstein oberhalb von Erl. Wobei ich das mit dem „leicht zu erreichen“ insofern relativieren sollte, als ich mich auf der Suche nach dem Parkplatz gleich zweimal verfahren habe; die Almstraßen oberhalb von Erl sind vielfältig und mäßig gut beschildert – und fast ausnahmslos für den öffentlichen Verkehr geöffnet.

Das führt dann dazu, dass man fast bis zum Gipfel mit dem Auto fahren kann (ich übertreibe nur ein bisschen), dafür dann aber auch Parkgebühren bezahlen muss. Ich hab mich lieber – nicht wegen der Gebühren, sondern der sportlichen Betätigung wegen – auf den kleineren Parkplatz etwas unterhalb gestellt. Trotzdem führt diese ausgiebige Erschließung natürlich dazu, dass man hier Bergeinsamkeit getrost vergessen kann, auch wenn man nicht den Standardnormalaufstieg über die Straße nimmt. (Und spätestens am Spitzsteinhaus treffen sich eh alle Wege wieder.)

Trotzdem war es nach der langen Tour am Vortag ein ganz netter, relativ kurzer Ausflug mit – immerhin – sehr schönem Gipfelpanorama auf die beiden Kaiser, ins Inntal und in jede Menge Chiemgauer Alpen.