Ochsenälpeleskopf – Von Bikern und möglichen Walisern

27. Juli 2014

Und wieder ein Berg von der „Da war ich ja auch noch nicht“-Liste gestrichen: den Ochsenälpeleskopf im Graswangtal, nördlich des Plansees.

Leider war ich mal wieder etwas spät dran, so dass die spärlichen öffentlichen Parkplätze am Hotel Ammerwald schon alle besetzt waren. Aber zum Glück gibt es zirka 100m in Richtung Plansee noch eine größere Fläche am Straßenrand, die nicht von Parkverbotsschildern gesäumt ist. Schwein gehabt.

Am Schützensteig IIUnd leider war ich auch mal wieder Opfer von verschwindenden Wegen und/oder verzögerter Kartografie. Den Steig entlang des Kuhkarbaches jedenfalls, der auf der aktuellen digitalen Kompass-Karte noch eingezeichnet ist, gibt es nicht mehr bzw. er ist nicht beschildert und auch nicht ohne Weiteres erkennbar. Na gut, dann bin ich also auch den Schützensteig aufgestiegen, den ich eigentlich exklusiv für den Abstieg vorgesehen hatte.

Hier kamen mir dann große Mengen an Single-Trail-Bikern entgegen. Ich habe ja sowieso das Gefühl, dass Single Trail in diesem Jahr einen plötzlichen Boom erfahren hat, aber hier war es besonders heftig. Ich nehme an, dass das hier eine besonders bekannte und beliebte Strecke ist…?

HirschwängDer weitere Aufstieg war dann sehr hübsch. Vor der Jägerhütte besteht die Beschilderung darauf, dass man nicht den direkten Fahrweg hinaufgeht, sondern einen Schlenker macht und den Pfad nimmt. Warum, ist nicht so ganz klar. Eigentlich bin ich ja immer für Pfade, aber hier war es definitiv ein Umweg. Über die Hirschwängalm (wo kurioserweise eine bayerische und eine walisische Flagge wehten), bin ich weiter zum Kuhkarjoch. Weil es jetzt doch schon etwas spät war und das Wetter nicht so hundertprozentig, habe ich auf einen Abstecher zum Kreuzkopf verzichtet; der sah ganz spannend aus, aber auch zeitraubend.

Die Aussicht vom Ochsenälpeleskopf war aber auch nicht schlecht.

 


 

 

Strecke: Zunächst geht es am Parkplatz des Hotels Ammerwald vorbei auf einem Fahrweg in den Wald. Bald schon zweigt aber nach links ein Steig ab, der sich in einigen Kehren den Hang hinaufzieht und schließlich flacher in ein Hochtal mündet. Kurz vor der Jagdhütte sieht man links einen etwas mitgenommenen Fahrweg. Diesen kann man bereits nehmen; alternativ dazu geht es noch ein Stück weiter, bis kurz vor der Hütte ein Wegweiser scharf nach links zurück in die Wiese und auf einen Pfad weist, der wieder auf den Fahrweg führt.

Der Fahrweg führt einen bis zur Hirschwängalm; dahinter schwingt sich ein Pfad zu einem kleinen Rücken auf. Hier zweigt man nach rechts ab und steigt in steil zwischen den Latschen über den Ostgrat zum Gipfel auf.

Den Abstieg kann man variieren, indem man über den Südgrat zum Kuhkarjoch absteigt und dort nach links in die Wiesen abbiegt. Der Weg führt zunächst recht steil, später in leichtem Auf und Ab zurück zur Abzweigung oberhalb der Hirschwängalm.

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Großer Galtenberg – Das Wochenende des selektiven Nebels, Teil 1

30. Juli 2013

Blick über den Gipfelgrat

Das vorletzte Wochenende war für mich – und vermutlich für viele andere Bergwanderer genauso – gekennzeichnet von etwas frustrierendem Wetter: In den Tälern schien wunderbar die Sonne, aber ausgerechnet um die Gipfel herum hielten sich oft hartnäckige Nebelglocken.

Ich sah es schon von Weitem kommen: Bei der Fahrt ins Alpbachtal hat man einen ganz guten Blick auf den Großen Galtenberg, und er war im oberen Teil definitiv nebelschwadengefährdet. Das Gute: Sie bewegten sich. Ich konnte also darauf hoffen, dass sie sich vielleicht verziehen würden in der Zeit, die ich bis zum Gipfel brauchte. Und ich wollte verdammt sein, wenn ich schon wieder (siehe: Alpspitze) eine Tour abbräche, nur um am Ende unter einem nebelfreien Gipfel zu sitzen und mich zu ärgern.

Um ein paar Höhenmeter zu sparen, habe ich im Lueger Graben geparkt und bin über die Kolbentalalm aufgestiegen. Ob sich das wegen der Höhenmeter gelohnt hat, ist eher zweifelhaft, aber der Weg gefiel mir gut, sehr abwechslungsreich: Fahrweg – alter Karrenweg – Fahrweg (okay, der Teil war eher langweilig) – markierte Steigspuren in Wiese und Wald. Am Alplkreuz stieß ich dann auf den normalen Aufstiegsweg. (Im Abstieg bin ich hier wieder vorbei gekommen und hab meinen Anstiegsweg nicht auf Anhieb wiedergefunden – hier sind alle Richtungen beschildert, nur nicht die zur Kolbentalalm).

Ja, und obwohl abzusehen war, dass der Gipfel in Wolken bleiben würde, bin ich weiter hinauf gestapft – der Weg selbst ist allerdings auch echt schön, erst sanft über einen langen Rücken durch riesige Alpenrosenfelder, dann steiler hinauf zum Gipfel. Dort musste ich dann nur lange genug warten, dann hab es auch mal einen Blick auf die benachbarten Gipfel durch die Wolken hindurch, immerhin. Nur der Panoramablick in die Ferne hat nicht so richtig stattgefunden.

Der Vielfalt halber habe ich dann im Abstieg noch den Kleinen Galtenberg mitgenommen (netter kleiner Abstecher, noch mehr Alpenrosen im Abstieg zum Farmkehralm-Hochleger) und bin dann über den Schützensteig zurück zum Alplkreuz. Der Schützensteig war über weite Strecken offensichtlich gerade frisch gemäht worden, was ich total bizarr fand für einen drei Füße breiten Steig im steilen Gelände – warum wächst da so viel Gras?

Fazit: Super Weg, unspezifisches Wetter. Passt schon.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.