Bergwinter: Duell der Winterwanderwege

24. Februar 2015

Nach dem Kampf am Kranzingerberg am Vortag entschied ich mich, für den Rest meiner freien Woche die Schneeschuhe doch lieber im Kofferraum zu lassen und lieber auf ein paar klassischere Winterwanderwege auszuweichen.

Valepp-PanoramaAlso ging es zunächst zum Rotwandhaus am Spitzingsee. Im Winter war ich dort noch nie oben, aber das Erlebnis ist nun nicht unbedingt völlig anders als im Sommer. Trotzdem: bei strahlendem Sonnenschein war es eine schöne Tour über den langen Fahrweg hinauf. Die Gipfelbesteigung habe ich mir allerdings gespart. Es gingen zwar eine Handvoll Leute auch ohne Schneeschuhe oder Ski hinauf, aber die wirkten nicht glücklich dabei.

Stattdessen dachte ich mir: Probieren wir das mit dem Rodeln doch mal aus – am Rotwandhaus werden für € 5 Rodel verliehen. Ich glaube, ich war seit zehn Jahren nicht mehr gerodelt, und dementsprechend blöde habe ich mich zunächst auch mal angestellt. Der Fahrweg ist auch nur so mittelgut geeignet – viele Kurven und vor allem im unteren Bereich auch noch viele Flachstellen (bergauf merkt man das gar nicht so…), bei denen man den Rodel ziehen muss. Aber zumindest war ich doch deutlich schneller wieder im Tal.

Am PlattenberggrabenAm nächsten Tag habe ich dasselbe mehr oder weniger wiederholt (nur ohne Rodeln), und zwar am Pürschling. Hier kannte ich zwar das Ziel, das August-Schuster-Haus, schon, nicht aber den Weg von Unterammergau. Der ist aber zumindest im Winter ganz hübsch – im Sommer würde mich der lange Fahrweg hier vermutlich ein bisschen nerven – und durchaus landschaftlich abwechslungsreich. Hier hätte man seinen Rodel selbst mitbringen müssen, aber ich habe ihn nach den Erfahrungen vom Vortag nicht vermisst.

So, und wer gewinnt nun das Duell der unglaublich ähnlichen Winterwanderungen über Fahrwege zu Alpenvereinshütten? Vielleicht lang es nur am Neuigkeitswert, aber: Den Weg zum Pürschling habe ich schon mehr genossen. Für Winter-Neulinge kann man aber ohne Probleme beide empfehlen. Und bei dem Wetter erst recht…

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Rotwand – Warum auch nicht?

22. Mai 2012

Kümpflalm

Die Rotwand ist jetzt auch nicht gerade der spannendste Berg der Welt. Und gerade letztes Jahr habe ich sie als Ziel für wenig mehr als Konditionstraining missbraucht. Aber sie ist halt so schön nah. Und wie ich mich erinnerte, gab es doch auch einen Weg sozusagen „hintenrum“…? Und tatsächlich, der erwies sich als ziemlicher Volltreffer.

Nutzloserweise hatte ich auf der Hinfahrt noch einen Umweg über Leitzach gemacht, weil die Straße zwischen Schliersee und Neuhaus gesperrt sein sollte (war sie aber nicht). So kam ich um 8:27 Uhr auf dem Parkplatz an, sprang in meine Schuhe und um 8:32 Uhr in den Bus Richtung Valepp. Ich hatte nämlich keine große Lust, bis zur Waitzingeralm durchs Tal zu schlüren.

Dann ging’s durch den Pfanngraben hinauf zum Rotwandhaus. Und, ich weiß nicht, entweder hatte ich vergessen, wie hübsch der Pfanngraben ist. Oder ich hatte es beim letzten Mal im Abstieg nicht so wahrgenommen. Oder vielleicht war diesmal einfach das Wetter besser. Aber: Pfanngraben? Großartige Landschaft!

Kurz vorm Rotwandhaus begannen dann die Schneeeinlagen, aber erst unterm Gipfel wurden sie etwas ernster. Recht heftig dagegen: Am Gipfelaufstieg ist teilweise der Weg völlig wegerodiert, und große Graskissen liegen einfach planlos in der Gegend herum. Ist das in diesem einen Winter passiert?!

Schließlich bin ich weiter zum Taubenstein, weil ich auf den Rotwand-Normalweg auch im Abstieg einfach keine Lust hatte. Der Weg zum Taubenstein ist meiner Erfahrung nach immer matschig und rutschig und bäh. (Außer vielleicht nach sechs Wochen Dürre?) Aber wenigstens waren diesmal Teile davon noch unterm Schnee, und so war es ganz okay. Und ich hab mir bergab wieder die Seilbahn gegönnt.

Ich weiß, ich werde zum Weichei…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Rotwand – Mal schnell durch den Matsch

22. Juni 2011

Es blüht der Almrausch…

Ach ja, und dann war ich ja auch noch auf der Rotwand. Öhm, vorletzten Sonntag. Man merkt vielleicht schon, dass ich nicht so wahnsinnig beeindruckt von der Tour war. Das Wetter war auch eher mäßig (unten wolkig, oben – bäh – neblig), und ich reihe den ganzen Tag eher unter „Sport“ ein als unter „Bergerlebnis“.

Trotzdem war da einiges los. Dreiunddreißig Leute habe ich auf dem Fahrweg überholt – hey, der Weg ist echt langweilig, ich musste mich irgendwie amüsieren, also habe ich mitgezählt. (Nein, ich selbst bin nicht überholt worden, danke der Nachfrage.) Und am Rotwandhaus ist immer noch Umbau (das war doch letztes Jahr schon?), was die Kapazität offenbar einschränkt.

Ich hab dann noch den Fehler gemacht, vom Gipfel die Abkürzung in Richtung Taubenstein zu nehmen, die leider nicht nur bitter lehmig-matschig war, sondern auch noch von Tieren aller existierender heimischer Spezies zugesch***en. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn dann nicht noch so viele ausgewaschene Felstritte im Abstieg gekommen wären. Den kurzen Abstecher zum Taubenstein-Gipfel habe ich mir deshalb jedenfalls gespart. Und meine Schuhe… sind immer noch nicht wieder vollständig sauber.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Auerspitz

13. Juli 2010

Soinalm

Dafür, dass der Auerspitz direkt neben der Rotwand liegt, die sich nun wirklich nicht über genügend Zuspruch beklagen kann, ist er wirklich, wirklich nicht überlaufen. Zugegeben, es war Freitag, als ich da war, aber das Wetter war ideal, und obwohl das Rotwandhaus in Umbauarbeiten zu stecken scheint, waren viel, viel mehr Leute dort als auf dem Auerspitz. (Man kann das sehen; es ist wirklich nicht so weit weg.)

Der Weg ist eigentlich auch toll – zwar ein bisschen mehr Fahrweg, als ich erwartet hatte, aber die gute Art von Fahrweg: schmal, erstaunlich steil, nett in die Almlandschaft eingepasst. So war es jedenfalls im Aufstieg – der Fahrweg am Abstieg über die Soinalm war dann leider mehr einer von der brachial in den Hang geknallten Sorte.

Und leider war der Gipfel mal wieder einer von der Sorte „Insektenplage“, was das Fotografieren – und das Ausruhen und Genießen – durchaus erschwert hat. Letzteres habe ich schließlich einfach umgangen, indem ich meine Rast fünf Minuten unterhalb des Gipfels gemacht habe. War auch noch hübsch da.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.