Bergwinter: Wank

20. Februar 2013

Im Kaltwassergraben

Dass die Seilbahn zum Wank manchmal auch im Winter im Betrieb ist, hat definitiv einen Vorteil: Man kann einfach mal einen etwas höheren Berg rauflaufen, ohne in Zeitnot zu kommen. Denn man kann sich die Zeit für den Abstieg ja sparen. Der Nachteil dafür ist halt, dass man am Ende auf dem Wank steht, und nicht irgendwo in den cooleren Gegenden der Bergwelt.

Und: Auch wenn es keine Skipiste mehr gibt, sondern nur noch eine ausgeschilderte Skiroute — der normal(st)e Winteraufstieg verläuft mehr oder weniger zwischen den Skifahrern hindurch. Das passt mir natürlich nicht recht, und so habe ich spontan umdisponiert: Hinter der Esterbergalm bin ich nicht mehr dem Normalweg gefolgt, sondern in den Kaltwassergraben in Richtung Gschwandterbauer abgebogen. Da war gespurt, und wenn die Spur auch eher schmal war – das war schon praktisch und mit Schneeschuhen durchaus gehbar.

Und weil das so gut geklappt hat, bin ich dann wieder abgezweigt und über den – zum Glück ebenfalls gespurten – Weg durch den Wald zum Rosswank rauf. Hier braucht man definitiv entweder eine Spur oder ein GPS, sonst sieht’s schlecht aus. Komischerweise war hier aber kaum jemand unterwegs, obwohl es echt gut ging.

Naja, am Ende stand ich am Wank im Nebel zwischen den Seilbahnfahrern. Manchmal ist halt der Weg das Ziel.

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Wank (über Rosswank) – In Summe viel Höhe

3. Mai 2012

Wetterstein-Panorama

Ach ja, gerade am Anfang der Saison muss man ja immer Kompromisse machen. Und wenn man spät aufsteht und sich nur spontan entscheidet, doch noch loszugehen, erst recht. Das nur mal so als Versuch einer Erklärung, warum es hier im Blog im Frühjahr immer besonders touristennah zugeht…

Jedenfalls: bin ich spontan zum Wank rauf gelaufen. Allerdings führen ja bekanntermaßen viele Wege zum Wank, und ich habe mir einen ausgesucht, den ich noch nicht kannte und der sich als erstaunlich touristenfern entpuppt hat: von Höfele (bekannt als „fünf Minuten unterm Gschwandtnerbauer“) über den Rosswank – das ist die Bergschulter, wo früher der Großteil des Skigebiets stand.

Der Weg ist recht einsam und genau richtig steil – mein GPS sagt, ich hätte in der ersten Stunde 540 Höhenmeter überwunden. Das ist für mich unerhört, und erst recht im Frühling! Oben war es dann natürlich weniger einsam, aber okay, geschenkt.

Einen Teil des Abstiegs habe ich dann mit der Seilbahn abgekürzt. Was mich dabei allerdings geärgert hat: Es gibt keine Tickets von der Berg- zur Mittelstation, Alle anderen Strecken kann man einzeln kaufen, aber nicht die. Also € 12,50 für ein Ticket zur Talstation, das ich dann nur halb benutzt habe. Ich glaube, ich muss noch eine Mail an die Zugspitzbahnen schreiben, um mich darüber zu beschweren…

Und dann ging es erstaunlicherweise nochmal ordentlich berghoch, so dass ich am Ende gute 1100 Höhenmeter im Aufstieg auf dem Konto hatte. Auch nicht schlecht für „spät aufgestanden“…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.