Brennkopf – Der Gegenentwurf

21. April 2014

BründlingalmUm den März hier im Blog dann schnell noch zu Ende zu bringen: Ich war auch noch auf dem Brennkopf oberhalb von Walchsee. Und einen größeren Gegensatz zum Tag vorher auf dem Jochberg ist kaum vorstellbar. Wir erinnern uns: Der Jochberg war, an einem Freitag, gut besucht. Am Brennkopf hingegen sind mir insgesamt fünf Menschen begegnet.

Dabei sehen beide auf dem Papier so ähnlich aus – mittelhohe Berge am nördlichen Alpenrand mit schönem Ausblick nach Süden. Der eine ist 86 km von München entfernt, der andere 95 km. Der eine erfordert 720 Höhenmeter im Aufstieg, der andere 670 Höhenmeter. Beide haben eine (Alm-)Wirtschaft, zu der man einen Abstecher machen kann.

Alles eine Frage des Marketings?

Aber ich will mich nicht beklagen, der Brennkopf ist als „schnelle“ Tour wirklich schön. Ich hatte ihn zuvor schon einmal als Teil der Wandberg-Runde mit Lochner Horn und Wandberg „mitgenommen“. Aber diesmal konnte ich ihn als Gipfel viel mehr genießen… den schönen Blick ins Inntal und auf den Zahmen Kaiser und, in die andere Richtung, die irgendwie verschnörkelte Almenlandschaft zwischen Wandberg und Karspitze.

Ähm, ja, ich hör jetzt lieber auf, sonst ist es beim nächsten Mal dahin mit der Bergeinsamkeit. (Sagte er, war dann aber beruhigt, als er noch einmal einen Blick auf die kläglichen Besucherzahlen seines Blogs warf…)

 


 

 

Strecke: Vom Parkplatz am Funpark folgt man dem Weg entlang des Baches nach rechts. Kurz vor den Häusern des Weilers Maurach zweigt links der Steig ab, der nun eine Weile durch den Wald bergauf führt. Man erreicht schließlich ein Almgebäude, folgt dem Fahrweg nach rechts zur Hupfnalm, dann wieder nach links unterhalb des Gipfels entlang. Beim Erreichen der Westschulter trifft man auf einen weiteren, kurzen Fahrweg, der nach rechts abzweigt. Ihm folgt man kurz, bis nach rechts der Pfad abzweigt, der uns das letzte Stück zum Gipfel bringt.

Eine Variante für den Abstieg ist es, auf dem Fahrweg unterhalb des Gipfels nicht links zurück zur Hupfnalm zu gehen, sondern ihm rechts bis zur Hitscheralm zu folgen. Hier zweigt ein Steig ab, der zurück ins Tal führt und nahe des Moarwirts auf einer Talstraße endet. Dieser folgt man nach links zurück bis zum Ausgangspunkt.

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Wandbergalm – (war: AW: Lochner Horn)

1. Mai 2012

Walchsee & Kaisergebirge

Manche Tage sind komisch – also, wettermäßig. Und dieser war so einer. Es war warm, es war windig, es war wolkig. Es war gleichzeitig warm und kalt, und man hatte den ganzen Tag das Gefühl, es ist 17:30 Uhr.

Eigentlich wollten wir zum Lochner Horn, aber das Lochner Horn hat diese komische Eigenschaft, dass man am Ende auf einem Grat steht, der genau so hoch ist wie der Gipfel. Aber zum Gipfel muss man erst noch durch eine Senke. Und da es am Gipfel extrem windig war und gleichzeitig der eigentlich schöne Panoramablick heute sowieso in weiß-graue Merkwürdigkeit führte… haben wir ihn links liegen lassen. Damit wurde die Wandbergalm zum Tagesziel erklärt, was auch okay war.

Und dann waren wir noch so mutig, durch den Graben direkt nach Walchsee zurück abzusteigen. Normalerweise sollte das kein Problem sein, aber erwartungsgemäß lagen in diesen tiefen, schattigen Graben mit seinen steilen Hängen noch jede Menge Schneeflecken. Aber es war am Ende alles machbar (ein Glück), und wir waren um 17:30 Uhr zurück in Walchsee.

Oder zumindest kam es uns so vor.


Lochner Horn – Brennkopf

14. September 2010

Kohlenriedalm (Niederleger)

Am Samstag stand mir der Sinn nach mäßiger sportlicher Betätigung – und irgendwie nach Almen. Am Walchsee herrscht an Almen kein Mangel, wie ich aus der Karte sehen konnte, also ging’s dahin, um einmal in die Runde durch die Almhänge nördlich des Sees zu laufen.

Die Tour ist wirklich nett, wenn auch erwartungsgemäß unspektakulär, und Almen – bewirtschaftete wie unbewirtschaftete – gibt’s auf Schritt und Tritt, sogar mehr als man auf den ersten Blick in der Landkarte findet. Die erste, die Angeringalm, habe ich gar nicht recht als solche erkannt, aber die Kohlenriedalm (mit hübschem kleinen Niederleger, den man zuerst erreicht) dann schon. Ein paar Kühe hingen da noch rum, aber an der Hauptalm wurden gerade die Schotten dicht gemacht für den Winter…

Es folgte ein Abstecher zum Lochner-Horn-Gipfel – den man allerdings als solchen erstmal erkennen muss, so flach und weitläufig und gipfelkreuzlos, wie er ist (der Name ist etwas irreführend). Dann kamen die Lochneralm, die Wandbergalm (wo zum ersten Mal ein paar mehr Leute unterwegs waren) und nach einem weiteren, diesmal weglosen Abstecher zum Brennkopfgipfel die Hupfnalm.

Und im Abstieg gab’s dann noch einen malerischen kleinen Wasserfall.

Alles in allem eine sehr schöne Runde – womit man aber bei einer solchen Almwanderung rechnen muss: sehr viele Kuhfladen…