Bergwinter: Wank

20. Februar 2013

Im Kaltwassergraben

Dass die Seilbahn zum Wank manchmal auch im Winter im Betrieb ist, hat definitiv einen Vorteil: Man kann einfach mal einen etwas höheren Berg rauflaufen, ohne in Zeitnot zu kommen. Denn man kann sich die Zeit für den Abstieg ja sparen. Der Nachteil dafür ist halt, dass man am Ende auf dem Wank steht, und nicht irgendwo in den cooleren Gegenden der Bergwelt.

Und: Auch wenn es keine Skipiste mehr gibt, sondern nur noch eine ausgeschilderte Skiroute — der normal(st)e Winteraufstieg verläuft mehr oder weniger zwischen den Skifahrern hindurch. Das passt mir natürlich nicht recht, und so habe ich spontan umdisponiert: Hinter der Esterbergalm bin ich nicht mehr dem Normalweg gefolgt, sondern in den Kaltwassergraben in Richtung Gschwandterbauer abgebogen. Da war gespurt, und wenn die Spur auch eher schmal war – das war schon praktisch und mit Schneeschuhen durchaus gehbar.

Und weil das so gut geklappt hat, bin ich dann wieder abgezweigt und über den – zum Glück ebenfalls gespurten – Weg durch den Wald zum Rosswank rauf. Hier braucht man definitiv entweder eine Spur oder ein GPS, sonst sieht’s schlecht aus. Komischerweise war hier aber kaum jemand unterwegs, obwohl es echt gut ging.

Naja, am Ende stand ich am Wank im Nebel zwischen den Seilbahnfahrern. Manchmal ist halt der Weg das Ziel.

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