Stripsenkopf – Go West, Young Man

15. September 2013


Wilder Kaiser (Rückseite)

Die Besteigung des Stripsenkopfes von der Griesner Alm aus ist natürlich kein sonderliches Abenteuer – an schönen Wochenendtagen trifft man hier schon mal ein paar hundert Menschen, zumindest bis zum Stripsenjochhaus. Es ist eine schöne Wanderung mit beeindruckendem Blick auf die vergleichsweise seltener bestaunte „Rückseite“ des Wilden Kaisers.

Wir haben es trotzdem geschafft, uns zumindest für ein paar Minuten wie (ganz kleine) Abenteurer zu fühlen. Vom Gipfel gibt es einen Weg, der über den Grat hinab direkt nach Westen führt. Dieser Weg steht auf keiner Wanderkarte * – nicht mal auf supermodernen Kompass-Online-Karte – und ist vor Ort nur mit „Panoramaweg“ beschildert, nicht mit Ortsangabe. Sollten wir uns trauen, ihn trotzdem zu gehen, und hoffen, dass er uns zum Stripsenjochhaus zurück bringt?

Äh: Ja. Denn wohin sollte er sonst führen? Und natürlich endete er nach einer Viertelstunde des Rumkraxelns in einer Latschengasse ganz brav auf dem Weg vom Stripsenjochhaus zum Feldalmsattel. Aber immerhin.

Anderes Thema: Nahe der Griesener Alm hat ein saisonaler Bach übrigens einen Teil des Fahrwegs weggerissen, offenbar bei dem allgmeinen Hochwasser in diesem Frühling. Das ist kein Problem, man kann einfach über die Wiese ausweichen – aber es sieht durchaus spektakulär aus…

*) außer auf der handgezeichneten, die am Stripsenjochhaus steht (wie ich im Nachhinein festgestellt habe)

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Scheffauer

30. September 2009

Kreuzung

Der Scheffauer ist wieder so ein Berg, an dem ich mich schon einmal versucht habe. Damals war ich leider etwas spät dran, es war Hochsommer und furchtbar heiß, so dass ich mein Wasser schon auf halber Strecke fast aufgebraucht hatte. Damals war ich dann etwas frustriert umgekehrt; seitdem hatte ich es nicht wieder versucht.

Aber dieses Wochenende bot sich der Scheffauer einfach an – das Wetter im Unterland sollte besser sein als im Oberland, und wir wollten nochmal einen „richtigen“ Berg rauf. Gesagt, getan – zweiter Anlauf.

Diesmal ging es vom Jagerwirt los, nicht vom Hintersteiner See wie letztes Mal, und das war auch eine gute Entscheidung, glaube ich. Der Weg ist einfach abwechslungsreicher. Von Sonne und Hitze diesmal war auch nichts zu spüren – gut für den Aufstieg, ganz schlecht für den Panoramablick, der sich einfach nicht einstellen wollte. Der Gipfel war die ganze Zeit im mehr oder weniger dichten Nebel.

Trotzdem war’s super, wenn auch anstrengend, und die ständige leichte Kletterei im oberen Teil war auch nicht so ganz ohne – die Leute, die im Internet etwas vom „leichten Südaufstieg“ schreiben, haben offenbar andere Maßstäbe als wir…