Stripsenkopf – Go West, Young Man

15. September 2013


Wilder Kaiser (Rückseite)

Die Besteigung des Stripsenkopfes von der Griesner Alm aus ist natürlich kein sonderliches Abenteuer – an schönen Wochenendtagen trifft man hier schon mal ein paar hundert Menschen, zumindest bis zum Stripsenjochhaus. Es ist eine schöne Wanderung mit beeindruckendem Blick auf die vergleichsweise seltener bestaunte „Rückseite“ des Wilden Kaisers.

Wir haben es trotzdem geschafft, uns zumindest für ein paar Minuten wie (ganz kleine) Abenteurer zu fühlen. Vom Gipfel gibt es einen Weg, der über den Grat hinab direkt nach Westen führt. Dieser Weg steht auf keiner Wanderkarte * – nicht mal auf supermodernen Kompass-Online-Karte – und ist vor Ort nur mit „Panoramaweg“ beschildert, nicht mit Ortsangabe. Sollten wir uns trauen, ihn trotzdem zu gehen, und hoffen, dass er uns zum Stripsenjochhaus zurück bringt?

Äh: Ja. Denn wohin sollte er sonst führen? Und natürlich endete er nach einer Viertelstunde des Rumkraxelns in einer Latschengasse ganz brav auf dem Weg vom Stripsenjochhaus zum Feldalmsattel. Aber immerhin.

Anderes Thema: Nahe der Griesener Alm hat ein saisonaler Bach übrigens einen Teil des Fahrwegs weggerissen, offenbar bei dem allgmeinen Hochwasser in diesem Frühling. Das ist kein Problem, man kann einfach über die Wiese ausweichen – aber es sieht durchaus spektakulär aus…

*) außer auf der handgezeichneten, die am Stripsenjochhaus steht (wie ich im Nachhinein festgestellt habe)

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Schneebichl – Alles (fast) außer Schnee

1. Mai 2013

Lärchegg

Man muss nur lange genug auf der Karte suchen, dann findet man auch noch ein paar „neue“ Frühjahrstouren – also, ich jedenfalls. Touren, die für mich neu sind.

Zum Beispiel den Schneebichl: ein relativ unscheinbarer Hügel am Eingang des Kaiserbachtals, östlich des Feldbergs. Nicht so hoch, über Südhänge und/oder notfalls fast komplett per Fahrweg zu erreichen. Klingt doch super? Ist es auch. Und die Schneereste am Schneebichl waren auch unproblematisch – wenn auch an der Oberen Scheibenbichlalm durchaus noch recht hoch.

Vom Gipfel(chen) dürfte man auch noch fast denselben tollen Kaiser-Blick haben wie vom etwas anspruchsvolleren Feldberg nebenan. Ich sage „dürfte“, weil ich es aus eigener Anschauung nicht beurteilen kann: Als ich oben stand, stand ich vor allem im Nebel. Und ein bisschen im Wind. Zum Glück hatte ich das schon geahnt, und mich deshalb schon vorher an der Unteren Scheibenbichlalm zur Rast in die dort noch vorhandene Sonne gesetzt. Am Gipfel selbst habe ich es dann kaum drei Minuten ausgehalten.

Richtung Ranggenalm wurde es dann immerhin wieder etwas freundlicher. Und als ich später wieder am Auto war, waren frustrierenderweise die (Nebel-)Wolken praktisch komplett verschwunden. Manchmal würde es sich doch lohnen, erst später am Tag aufzubrechen…

Was ich nicht verstanden habe: Warum ich am Schneebichl komplett allein war – okay, vielleicht wegen des Nebels -, aber an der Griesner Alm standen massenhaft Autos. Die Schneerestlage schien mir weder für frühe Wanderungen zu Stripsenjoch noch für späte Skitouren ins Griesner Tor ideal zu sein. Was machten die da alle?


Feldberg und Stripsenkopf – Wo der Kaiser massiv ist

2. Juli 2011

Wilder Kaiser (Nord)

Ich bin ja der Meinung, dass man sich im Sommer manchmal spontan einen Tag freinehmen sollte, um einfach so in die Berge zu gehen. (Also – wenn man in München wohnt jedenfalls; in Wanne-Eickel beispielsweise wäre das weniger sinnvoll.) Leider mache ich das selbst viel zu selten – aber letzten Mittwoch war dann doch mal wieder so ein Tag!

Weil diesmal das Wetter von Westen her schlechter werden sollte, habe ich mir eine relativ weit östlich liegende Tour ausgesucht. Das war a priori total sinnvoll; im Nachhinein habe ich allerdings den ganzen Tag kaum ein Wölkchen gesehen, obwohl ich bei den hohen Temperaturen durchaus ein bisschen Abkühlung hätte vertragen können. Jedenfalls – der Stripsenkopf sollte es sein, von dem hatte ich schon sooo viel gehört, war aber noch nie da.

Weil es natürlich zu einfach gewesen wäre, nur den „Normalaufstieg“ über das Stripsenjochhaus zu nehmen (das war dann mein Abstieg), habe ich aus dem Kaiserbachtal den Umweg über die Ranggeralmen und den Feldberg genommen. Und ich muss sagen: Ich kann es nur empfehlen – die Aussicht, vor allem auf die massiven Nordflanken des Wilden Kaisers gegenüber, ist echt enorm. (Aber auch der Blick in den Kaiserwinkl ist sehr hübsch.)

Allerdings sind es am Ende wegen des Auf und Ab, das man zwischendurch hat, doch über 1100 Höhenmeter, die überwinden werden sollen. Und das werde ich eher nicht an einem Tag wiederholen, an dem es um 9 Uhr schon 18°C hatte. Aber ansonsten: jederzeit wieder!

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.