Bergwinter: Pendling – Wir machen uns unser eigenes Abenteuer

24. März 2015

Kufstein und seine Kaiser

… und dann war da noch die Winterwanderung zum Pendling. Was als weiterer Eintrag in der „Rodelbahn-rauf-oben-Hütte“-Kategorie hätte enden können, haben wir durch geschickte Routenwahl zu einem etwas größeren Abenteuer gemacht.

Denn natürlich kann man einfach über den Fahrweg zur Kalaalm hinaufstapfen und dann weiter über den Fahrweg zum Gipfel. (Na gut, bis zehn Meter unterhalb des Gipfels.) Wir waren aber wagemutiger und nahmen die Pfade, die den Fahrweg abkürzen – einen gleich kurz nach dem Beginn der Wanderung und dann den von der Kala-Alm bis zum Bergrücken. Die waren zwar gespurt, aber gerade in den steileren Passagen sank man durchaus auch schon mal ein bisschen ein.

Gut, „Abenteuer“ ist vielleicht ein bisschen ein großes Wort dafür – außer vielleicht für die zwei „Winter-Anfänger“, die wir dabei hatten. Aber es scheint ihner Berglust nicht geschadet zu haben – wie ich höre, haben sie inzwischen zusätzliche Ausrüstung angeschafft.

Long Time No See, Eh?Da das Wetter wirklich super war, gab es vom Gipfel aus natürlich die großartige Sicht vom Kaiser (nah) bis Großglockner (fern), und ich musste mich ordentlich konzentrieren, um alle angefragten Gipfel zu identifizieren. Okay, vielleicht habe ich auch ein bisschen mit dem PeakFinder gespickt… Und an der Kala-Alm später war es angesichts des Wetters natürlich auch ordentlich voll, aber wir haben trotzdem noch unsere Stärkung bekommen, wenn auch mit ein bisschen Verzögerung.

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Köglhörndl – Plötzlich Panorama

28. Mai 2012

Hinteres Sonnwendjoch

Es gibt so Touren, da weiß man zwar nach dem Blick auf die Karte, was einen erwartet. Aber in der Natur ist dann doch alles noch eindringlicher… lebendiger… stärker… als erwartet.

So eine Tour hatte ich gestern: von Hinterthiersee zum Köglhörndl, gedacht als ruhige, unspektakuläre Tag-Zwei-Tour nach dem etwas anstrengenderen Unterberghorn. Das war auch alles richtig, aber trotzdem fand ich sie irgendwie auf ihre eigene Art spektakulär. Der Wald war besonders dunkel und dicht; die Köglalm war besonders niedlich; und das Panorama kam – wenn schon nicht unerwartet – so doch ziemlich plötzlich. Nach knapp zwei Stunden komm man ziemlich unvermittelt aus dem Wald, steht am Grat und guckt übers ganze Unterinntal und weit in die Kitzbüheler Alpen hinein. Coole Sache.

Und dann war der Abstieg zum Höhlenstein steiler als erwartet (meine armen Knie), der Höhlenstein dafür sehr gut besucht, was ich so auch nicht erwartet hatte. Hat mich aber nicht weiter gestört, dafür sind so halbhohe Berggasthöfe ja auch irgendwie da. Und ich habe mich eh nur kurz am benachbarten Minigipfel des Feuerköpfls aufgehalten und bin dann rasch zurück nach Hinterthiersee.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Pendling

27. Juli 2010

Thierseetal

Nur rasende Hunde und Engländer gehen angeblich zur Mittagshitze in die Sonne. Stimmt aber nicht – ich auch.

Jedenfalls war ich nach ausgiebigem Ausschlafen nach der schönen, aber langen Tour vom Vortag dann doch noch der Meinung, ich müsste mich sportlich betätigen. Das führte dann dazu, dass ich eine Weile die Karte studiert habe, was denn jetzt noch gehe, wodurch es natürlich nur immer noch später wurde. Und am Ende stand ich dann in Hinterthiersee auf dem Parkplatz, und es war heiß wie sonstwas.

Aber das hielt mich nicht auf, und auch die Tatsache, dass mir die meisten Leute schon wieder entgegenkamen, hat mich nicht weiter irritiert – so war oben wenigstens nicht mehr so viel los. Und wie ich höre, kann am Pendling jede Menge lossein…

Ich empfehle jedenfalls, über die Kala-Alm aufzusteigen und über den „Normalweg“ hinab – und den Fahrweg gleich mal sowieso links liegen zu lassen. So hat man noch die maximal erreichbare Bergwald-Einsamkeit. Im Wald (gut für die Hitzevermeidung, schlechter fürs Fotografieren) ist man allerdings auf beiden Strecken.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.