Heuberg (Samerberg) – Verlockende Variationen

9. November 2013

Unterinntal vom Wildbarren bis zum Farrenpoint

Es gibt gute Gründe, den Heuberg von Samerberg (von Duft oder, wie in meinem konkreten Fall, vom Waldparkplatz aus) zu besteigen, wenn man nicht viel Zeit hat: Von Norden aus gesehen ist es einer der ersten Berge, man ist also schnell da. Und der Weg ist auch recht kurz, man ist also schnell oben.

Die Nachteile dabei: Zur Einkehr an der Daffnerwaldalm reicht es eher nicht mehr. Und, vor allem: Am Gipfel hat man dann eigentlich noch zwei lohnende Ziele direkt nebenan, die Wasserwand und den Kitzstein. Verdammt, wenn man dafür dann keine Zeit hat!

So ging es mir auf meiner zweiten Vormittagstour in diesem Jahr; nachmittags musste ich wieder bei der Arbeit sein… Schweren Herzens habe ich daher sogar darauf verzichtet, wenigstens noch die Wasserwand rauf- und runter zu hechten. Ich muss allerdings zugeben, dass der unerbittliche Föhn oben am exponierten Heuberggipfel mir die Entscheidung etwas leichter gemacht hat. Im Wald war es dann schon etwas kuscheliger.

Zumal ich mir im Abstieg zumindest den kleinen Umweg über die Mailach-Lichtung gegönnt habe – eine sehr schöne Alternative zum „Normalweg“, viel weniger ausgewaschen. Nur an einer Stelle steht man an einem steilen Abbruch, ähem, etwas „im Wald“; da könnte mal jemand zehn Meter neuen Weg drum herum bauen…

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Plessenberg – Kienberg

8. November 2010

Über dem Inntal

Es ist Anfang November, da muss jeder halbwegs schöne Tag ausgenutzt werden… es könnte ja der letzte für diese Saison sein.

Morgens hatte ich erst die Befürchtung, ich könnte mir mal wieder den einen Gipfel weit und breit ausgesucht haben, der im Nebel stecken würde. Aber im Laufe des Tages verzogen sich die Nebelschwaden dann doch tatsächlich – zumindest bis auf ein paar, die hübsch dekorativ über dem Inntal hängen blieben.

Die Tour an sich war auch sehr hübsch, wenn auch insgesamt für so einen Spätspätherbsttag fast schon ein wenig überlaufen. Von Brandenberg geht man erst zum Heuberg, macht dann (wenn man, wie ich, etwas Zeit schinden will, damit die blöden Nebel sich endlich verziehen) einen kurzen Abstecher zum Plessenberg, und kommt schließlich zum Kienberg. Und von da kann man sogar über die idyllische Einkehralm (heißt wirklich so, ist aber wohl eher nicht bewirtschaftet) eine Rundtour draus machen.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Heuberg

15. Juni 2010

Vier Kühe am Horizont

Ich hatte am Sonntag partout keine Lust, mich hauswirtschaftlichen Tätigkeiten hinzugeben oder – Gott bewahre – noch Reste vom Umzug aufzuarbeiten, aber mir war auch klar, dass mich meine neue Wohnung den ganzen Tag über vorwurfsvoll angucken würde, wenn ich einfach nur rumlungerte. Also habe ich mich trotz des mäßig bis mies vorhergesagten Wetters doch nochmal auf den Weg gemacht.

Ich habe das als „Explorationstour“ eingestuft. Das mache ich manchmal, wenn ich schon von vornherein erwarte, dass aus dem Tag so richtig nichts werden kann. Dann war ich eben nicht unterwegs, um Spaß zu haben, sondern um eine neue Gegend zu erkunden. (Manchmal funktioniert dieser kognitive Trick sogar.) Und neue Gegend zu erkunden habe ich momentan eigentlich genug.

Also: Es war schon ziemlich spät, und ich wollte nicht zu lange unterwegs sein, um die Vom-Regen-getroffen-werden-Chancen möglichst klein zu halten. Nach kurzem Suchen bin ich dann auf den Heuberg am Rand der Chiemgauer Alpen gegangen. Die Tour war okay, auch wenn der Aufstieg von den Daffneralmen unheimlich erodiert und ausgewaschen ist (der Gratweg von Nordwesten, über den ich abgestiegen bin, war deutlich angenehmer). Ist aber auch kein Wunder, wenn schon an Nebel- und Sprühregentagen solche Menschenmassen dort unterwegs sind!

Ich glaube, beim Sonnenschein sehen die mich da so schnell nicht wieder – da verlosen sie vermutlich Stehplätze…