Schneebichl – Alles (fast) außer Schnee

1. Mai 2013

Lärchegg

Man muss nur lange genug auf der Karte suchen, dann findet man auch noch ein paar „neue“ Frühjahrstouren – also, ich jedenfalls. Touren, die für mich neu sind.

Zum Beispiel den Schneebichl: ein relativ unscheinbarer Hügel am Eingang des Kaiserbachtals, östlich des Feldbergs. Nicht so hoch, über Südhänge und/oder notfalls fast komplett per Fahrweg zu erreichen. Klingt doch super? Ist es auch. Und die Schneereste am Schneebichl waren auch unproblematisch – wenn auch an der Oberen Scheibenbichlalm durchaus noch recht hoch.

Vom Gipfel(chen) dürfte man auch noch fast denselben tollen Kaiser-Blick haben wie vom etwas anspruchsvolleren Feldberg nebenan. Ich sage „dürfte“, weil ich es aus eigener Anschauung nicht beurteilen kann: Als ich oben stand, stand ich vor allem im Nebel. Und ein bisschen im Wind. Zum Glück hatte ich das schon geahnt, und mich deshalb schon vorher an der Unteren Scheibenbichlalm zur Rast in die dort noch vorhandene Sonne gesetzt. Am Gipfel selbst habe ich es dann kaum drei Minuten ausgehalten.

Richtung Ranggenalm wurde es dann immerhin wieder etwas freundlicher. Und als ich später wieder am Auto war, waren frustrierenderweise die (Nebel-)Wolken praktisch komplett verschwunden. Manchmal würde es sich doch lohnen, erst später am Tag aufzubrechen…

Was ich nicht verstanden habe: Warum ich am Schneebichl komplett allein war – okay, vielleicht wegen des Nebels -, aber an der Griesner Alm standen massenhaft Autos. Die Schneerestlage schien mir weder für frühe Wanderungen zu Stripsenjoch noch für späte Skitouren ins Griesner Tor ideal zu sein. Was machten die da alle?

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Schnappen – Gipfel ohne Kreuz, Kreuz ohne Gipfel

27. Oktober 2011

Wilder Kaiser im Herbst

Am Sonntag ging es dann zum Schnappen. Der stand schon länger mal auf der Liste, sah auf der Karte ganz interessant aus, war aber internetmäßig nur mit sehr wenigen Einträgen vertreten, also ein bisschen mysteriös.

Da, wo ich eigentlich losgehen wollte (beim scheinbar namenlosen Weiler mit dem Gasthof Hohenkendl), gab es allerdings keinen vernünftigen Parkplatz. Gut, dass ich einen Plan B hatte – hinter Griesenau beim Gasthof Altmühle gab es nämlich ausreichend Parkmöglichkeiten.

Also führte mich der Aufstieg durch den Schnappengraben (leicht, aber schattig-kühl am frühen Morgen) zur wirklich idyllisch gelegenen Stubenalm, die umgeben ist von zahlreichen Mikrogipfeln. Von dort ging’s dann zur Unteren und Oberen Schnappenalm, wo leider jede Menge eher unansehnliche Fahrwege in die Landschaft geklotzt wurden. Naja.

Hinter der oberen Alm kommt man schnell zu einem Kreuz, das aber keinen Gipfel markiert. Wenn man dann weitergeht, kommt man auch, nach ein bisschen Auf und Ab, in die Nähe des eigentlichen Schnappengipfels. Auf den führt allerdings kein Weg; man kann aber innerhalb von zwei bis drei Minuten „wild“ über einen steilen Wiesenhang von Osten hochkraxeln. Richtig lohnend ist der Gipfel selbst allerdings nicht – eine ziemlich zugewachsene, schmale Angelegenheit.

Der Weg führt dann weiter zum Schnappenstein – allerdings bergab. Ich hab mir das gespart. Dafür habe ich im Abstieg noch einen Umweg über die Sprissleralm gemacht, was sehr nett war. Ansonsten wäre der Abstieg entweder gleich Anstiegsweg gewesen – oder komplett Fahrweg.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.