Baumgartenkopf – Viele Wege am Wilden Kaiser

18. August 2012

Regalm-Panorama

Der Wilde Kaiser ist ja nun bekannt dafür, wie die schroffen Felsgipfel abrupt aus den eher sanften, lieblichen Wiesen- und Latschenhängen weiter unten herausschießen. Das führt dazu, dass die meisten Gipfel nur auf sehr langen Wanderungen bzw. Klettertouren zu erreichen sind. Der Vorteil dagegen ist aber, dass man unterhalt der Felszone ein ziemlich weit verzweigtes Wegenetz hat, in dem man sich tummeln kann, wenn es mal nicht unbedingt der Gipfel sein muss.

Das haben wir uns zunutze gemacht und sich am letzten Wochenende folglich etwas unterhalb der Gipfel herumgelaufen: grob gesprochen, vom Tannbichl-Parkplatz zur Regalm, zur Ackerlhütte, zum Baumgartenkopf und zur Gaudeamushütte. Okay, an der Gaudeamushütte war natürlich die Hölle los; das kann man an einem sonnigen Sonntag ja auch gar nicht anders erwarten. Aber ansonsten war eigentlich erstaunlich wenig los – ein weiterer Vorteil eines weitläufigen Gebiets.

Alles in Allem: ein schöner, vergleichsweise gemütlicher Wandersonntag.

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Hintere Goinger Halt – Ein langes Wochenende, Teil 1

9. Oktober 2011

Herbst am Wilden Kaiser

Zum Einstieg in das lange 3-Tage-Sonnen-Wochenende hatte ich die Hintere Goinger Halt ins Auge gefasst. Die stand schon lange auf meiner Liste, und ich war einigermaßen zuversichtlich, dass es mir am Samstag noch gelingen würde, auch wirklich um 5:30 Uhr aufzustehen und den zu erwartenden Massen ein bisschen voraus zu sein.

Es war dann eher 5:45 Uhr, und als ich an der Wochenbrunner Alm ankam, war da tatsächlich auch schon einiges los. Und obwohl es noch angenehm kühl war und ich folglich relativ schnell bis zum Ellmauer Tor kam, herrschte da auch schon reges Treiben. Die meisten blieben aber entweder dort sitzen – oder betätigten sich gleich als echte Kletterer. Der relativ kurze Rest des Weges bis zum Gipfel war jedenfalls wenig begangen.

Gipfel: sehr schön. Aber Klassiker, muss also auch.

Im Abstieg kamen mir dann aber doch jede Menge Leute entgegen, und ich habe mich doch gefragt, wie die alle auf den kleinen, relativ steilen Gipfel passen sollten… naja, nicht mein Problem, zum Glück.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Bergwinter: Baumgartnerkopf – Killergemsen greifen an

6. März 2011

Wegweiser am Baumgartnerkopf

Bei dem Wetter bzw. der Schneelage macht Skifahren echt keinen Spaß – also, mir jedenfalls nicht. Die Tourengeher, denen ich heute begegnet bin, sehen das vermutlich anders, aber zum Tourengehen bin ich leider nicht geeignet… jedenfalls hieß das, dass ich’s doch nochmal mit Winterwandern versuchen wollte.

Es war auch eigentlich ganz nett. Ich hatte mir einen Weg ausgesucht, der im Großen und Ganzen an einem Südhang hinauf führte – von Going zum Baumgartnerkopf (auch Baumgartenköpfl, in meiner Wanderkarte beispielsweise). Natürlich klappt das nie hundertprozentig, ein bisschen Ost- oder Westhang hat man immer dabei. Ab ca. 1400m war die Schneelage dann doch ordentlich, aber trotzdem brauchte ich keine Grödel, weil der Hang meist flach und/oder der Schnee tief genug war.

Nur die kleine Herde Gemsen hätte ich nicht gebraucht, die sich ausgerechnet, als ich mich in der Durchquerung eines schmalen, steilen Tobels mit Hartschneeeinlage befand, entschieden, oberhalb von mir ein bisschen Steinschlag auszulösen. Naja, ist ja gut gegangen.

Das winterliche Panorama vom „Gipfel“ – eher ein kleiner Vorsprung auf einer langen Schulter vorm Wilden Kaiser – war dann aber absolut großartig.