Viggarspitze – Schnee am Glungezer

28. September 2012

Schnee im Viggartal

Ich weiß nicht, warum, aber ich mache im Glungezergebiet irgendwie immer denselben Fehler: Ich unterschätze, wie kalt es ist. Letztes Jahr führte das dazu, dass es mir am Körper so kalt war, dass ich gar nicht erst mit dem Sessellift bis oben hinauf gefahren bin. Diesmal bedeutete es, dass ich doch mehr im Schnee herumgestiefelt bin, als ich mir das vorgestellt hatte.

Denn ja, es lag Schnee. Nicht auf meinem einzigen Gipfel(chen) des Tages, der Viggarspitze mit ihren gut 2300m, wohl aber auf dem Weiterweg zur Glungezerhütte hinauf. Da oben lag dann immerhin genug Schnee, um mich davon abzuhalten, noch den Glungezer- oder Sonnenspitzgipfel zu besuchen. (Okay, ich war außerdem spät dran für die letzte Talfahrt.)

Aber hey, bei schönsten Bedingungen wäre diese Tour fast schon etwas langweilig gewesen. So war sie wenigstens… erlebnisreich.

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Glungezer & Kreuzspitze – Die Strafe auf dem Fuße

8. September 2011

Aus dem Voldertal ins Karwendel

Und dann war da noch: die Wanderung, die nicht enden wollte.

Gut – ich muss zugeben, ich war selbst schuld. Ich bin zu spät aufgestanden, dadurch in stockenden Verkehr geraten, dadurch zu spät am Ausgangspunkt angekommen. Und außerdem hätte ich den Zeitangaben auf den Wegweisern einfach Glauben schenken können, und dann wäre es schnell klar gewesen, dass meine Zeitplanung ziemlich utopisch war. Aber: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Die eigentliche Wanderung ist dabei sogar sehr schön: Mit dem Sessellift von Tulfes bis Tulfein hinauf, dann über den Fritz-Anker-Steig zum Glungezer und immer weiter am Grat entlang bis (mindestens) zur Kreuzspitze. Der Grat macht zwar Spaß, kostet aber leider auch eine Menge Zeit, weil es ständig auf und ab geht, aber vor allem: weil man eigentlich die ganze Zeit über blockige Felsen krabbelt – jeder Schritt ist einigermaßen aufwändig. Das wirklich Blöde ist, dass man dann an der Kreuzspitze steht (oder am Rosenjoch, das ich mir dann aber doch gespart habe, obwohl es wohl auch nur zwanzig Minuten länger gedauert hätte) – und irgendwohin zurück muss.

Die Möglichkeiten: direkt zurück (uff, über die Felsen?); Abstieg in Richtung Voldertal und zurück hinauf zur Bergstation (der ursprüngliche Plan, aber völlig utopisch); Abstieg bis ins Voldertal und zurück zur Mittelstation (eventuell ein klitzekleines bisschen machbar); und Abstieg komplett zurück nach Tulfes (über 2000 Höhenmeter).

Es wurde dann Letzteres, und daher weiß ich jetzt beispielsweise auch, wie sich Dehydrierung bei mir anfühlt (alle vier Extremitäten fangen an zu kribbeln). Neun Stunden waren einfach zu viel. Neun Stunden – und der blöde Stolz/Ungeduld, der mich die Voldertalhütte hat links liegen lassen, obwohl ich da schon arg Durst hatte.

Wie gesagt, selbst schuld. Und hey… ich hab’s ja überlebt.


Neunerspitze – „verirrten sich im Wald…“

9. Juli 2011

Neunerspitze

Manchmal sucht man sich auch einfach den falschen Tag aus, um in die Berge zu gehen. Letzten Sonntag zum Beispiel. Das Wetter hätte schon besser sein können (so wie am… Samstag, zum Beispiel). Darum habe ich mich für eine Tour entschieden, von der ich mir nicht so viel versprach: zum Glungezer. Da war ich 1998 das letzte Mal, und da war das Wetter auch nicht so toll.

Aber dann war das Wetter noch schlechter als gedacht bzw. ich noch schlechter vorbereitet: Nach der ersten Hälfte der Sesselliftfahrt war klar, dass ich in der Kälte einfach zu luftig angezogen war, um auf 2600m raufzulaufen. Also fix umgeplant und von der Mittelstation zur Neunerspitze gewandert.

Wobei „fix“ zwar die Planung war – die Umsetzung war nicht so einfach und wäre ohne mein GPS-Gerät definitiv gescheitert. Denn die Wegausschilderer in Tulfes wollen auf Gedeih und Verderb verhindern, dass man diesen Weg geht. Ausgeschildert ist unten im Wald alles Mögliche, aber nicht der (direkte) Weg zur Neunerspitze. Ein Abzweig ist gar nicht als Weg gekennzeichnet, und – kein Scherz! – ein anderes Mal muss man an einer Abzweigung in Richtung „Sackweg“ gehen. Das ist sehr schade, denn wenn man sich zurechtfindet, ist es ein sehr abwechslungsreicher Weg quer durch den Wald, der einen direkt unter die Neunerspitze führt.

Andererseits war diese Art „Schnitzeljagd“ auch mal ganz lustig.

Der Gipfel (leichter, als er aussieht) hat dann durchaus einen schönen Blick in die Stubaier Alpen und ins Karwendel, der allerdings etwas vom sehr, sehr wolkigen (aber immerhin trockenem) Wetter getrübt wurde.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.