Kramerspitz – Per Nebula ad Astra

28. Oktober 2012

Aus dem Nebel

Ich habe ja schon öfter mal erwähnt, dass ich es mit den „Münchner Klassikern“ lange nicht so gehabt habe, und sie jetzt nach und nach aber doch so langsam einsammele. Zum Teil liegt das auch daran, dass ich bis vor kurzem irgendwie eine „1000-Höhenmeter-Sperre“ hatte und mich nur selten an Touren getraut habe, bei der mir von vornherein klar war, dass es darüber hinausgehen würde.

Das alles als Erklärung dafür, warum ich erst dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Kramer stand. Der (die?) benachbarte Schellschlicht stand schon länger auf meinem Zettel, aber nach einer kurzen Diskussion über den Kramer auf der Tour durch die Schöngänge neulich habe ich den dann doch vorgezogen.

Und was soll ich sagen, für einen Klassiker war die Tour auch echt schön – gar nicht überlaufen (was aber auch an dem scheinbar schlechten Wetter gelegen haben könnte) und die Wege gar nicht sonderlich ausgetreten (im Gegensatz etwa zum Jochberg). Tatsächlich musste ich mich allerdings bis zum Vorgipfel durch den Nebel kämpfen, und erst kurz vor dem Hauptgipfel gab es dann Fernsicht – die dann aber in der hübschen Variante mit Wolkenschwaden zur Zierde.

Und die Hirtennudeln auf der Stepbergalm waren auch nicht zu verachten. Man braucht ja seine Kohlenhydrate…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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Bernadeinspitze – Die Classic-Alternative

18. August 2012

Bernadeinspitze

Glaubt man den Broschüren von Tourismusverband oder der Bayrischen Zugspitzbahn, dann kann man im sogenannten „Classic“-Gebiet zwischen Kreuzeck und Osterfelderkopf ziemlich genau zwei Wanderungen machen: Entweder über die Hochalm (und/oder Hupfleitenjoch) vom Kreuzeck zum Osterfelder, oder hinauf zur Alpspitze. Beide Strecken sind an schönen Wochenenden definitiv überlaufen, und die erste ist sowieso für die meisten Wanderer (im Gegensatz zu, nennen wir sie mal, Sommerfrischlern) indiskutabel.

Eine wenig beworbene Alternative bietet sich aber doch an, zumindest, wenn man trittsicher und unerschrocken gegenüber steilen Felswänden ist: von der Hochalm über die Schöngänge hinauf zur Bernadeinspitze. Kurz hinter der Hochalm trennt man sich von den Menschenmassen und ist dann deutlich allein-er. Auf magische Weise Bergeinsamkeit herstellen lässt sich natürlich auch hier nicht, erst recht nicht mehr, seit die Schöngäng als Abstieg für den Mauerläufer-Klettersteig dienen.

Aber wenn man in einer Gruppe mit „mehreren Geschwindigkeiten“ unterwegs ist, hat man hier für den aktiveren Teil der Gruppe einen spannenden Abstecher, und am Osterfelderkopf trifft man sich dann eh wieder zum Kaiserschmarrn.


Alpspitze

21. Juli 2009

Alpspitz-Gipfelkreuz

Die Sache bei der Alpspitze ist die: Es gibt nicht nur den „Normalweg“ rauf, sondern auch die berüchtigte „Alpspitz-Ferrata“, einen ganz leichten Klettersteig. Und all die Leute, die raufwandern und raufklettern, müssen dann natürlich auch irgendwie wieder runter. Deswegen sieht man oft ganze Völkerwanderungen über den Ostgrat hinunterkommen, die sich auch noch besonders auffällig gegen den Horizont abzeichnen.

So könnte man auf die Idee kommen, dass der Weg auf die Alpspitze (also, zumindest der normale) ein ganz normaler Wanderweg wäre. Ist es aber nicht wirklich – es sind doch einige, auch längere seilgesicherte Passagen dabei, die zwar nicht überwältigend schwierig, aber doch anstrengend sind. Insofern war es wahrscheinlich nicht so sinnvoll, bei meiner mäßigen Kondition erst noch die Schöngänge raufzuklettern (auch nicht so ganz ohne), bevor ich mich an den eigentlichen Gipfelanstieg gemacht habe.

Ach, und das Wetter hätte besser sein können, wenn ich mir schon extra frei nehme. Grummel.