Kranzhorn – Mal wieder.

14. Dezember 2014

Zwei Kaiser

Willkommen zu einem der faulsten Bergtage aller Zeiten. Bei mittelprächtigem Wetter, aber sonst nichts zu tun, entschied ich mich relativ spät, noch loszuziehen. Und auf der Autobahn schien mir mein eigentliches Ziel (Kramsach) dann noch so weit weg. Da bin ich dann rausgefahren und zum Kranzhornparkplatz am Erlerberg (nicht dem an der Autobahn!).

Ich hatte mir vorgestellt, zum Pastaukopf zu gehen, aber ich hatte natürlich keine ordentliche Karte dabei und der Datenempfang am Erlerberg, der mir Open Street Map eröffnet hätte, war leider auch nicht ganz so toll. Weil der Weg zum Pastaukopf aber auf jeden Fall eher kurz sein würde, hatte ich eine neue Idee: Erstmal zum Kranzhorn, wo der Empfang unter Garantie besser sein würde, dann, jetzt mit Karte ausgestattet, „hintenrum“ wieder runter und noch zum Pastaukopf hoch.

Klang gut. Aber als ich oben am Kranzhorn stand, war es stürmisch und kalt und irgendwie insgesamt unwirtlich. Und die Idee, nochmal dasselbe raufzulaufen, um wieder im Wind zu stehen, wirkte nicht mehr so glänzend. Also habe ich es dabei bewenden lassen. Und mir eingeredet, dass sich der Pastaukopf bestimmt auch viel besser für eine Schneeschuhtour eignen dürfte. Allerdings ging mir später auf, dass die Zufahrt auf der Almstraße im Winter nicht so ganz ohne sein dürfte. Aber da saß ich zum Glück schon wieder im Auto und konnte mich nicht mehr umentscheiden…

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Kranzhorn – Wie war das noch mal?

23. Oktober 2013

Am Kranzhorn, mit Kaiser

Ich glaube, so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie: Ich hinke – vorgezogene besondere Touren mal ausgenommen – inzwischen mit dem Blog gut fünf Wochen hinter der „Wander-Wirklichkeit“ her. Scham und Schande über mich.

Das führt dazu, dass die weniger beeindruckenden Touren in meiner Erinnerung tatsächlich schon ein wenig verblasst sind. Zum Beispiel das Kranzhorn, von Erlerberg aus. Ich glaube, ich bin dort hoch gegangen, weil für den Nachmittag Regen angekündigt war und ich eine schnelle Tour davorschieben wollte. Oder vielleicht war ich noch etwas erkältet. Oder beides. Jedenfalls: Lang ist die Tour nicht, und das hatte irgendwas zu tun mit der Entscheidung für sie.

Und ich war relativ früh oben. Das weiß ich noch, weil an der Kranzhornhütte nämlich noch gar kein Betrieb war.

Spannend, oder? Nennen wir diesen Blog-Eintrag mal „Sammlerstück“. Ich verspreche, beim nächsten Mal wird’s wieder interessanter…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Spitzstein – Ein schneller Vormittag

16. Juli 2013

Am Gipfel

Zeugt es von Berg-Besessenheit, wenn man sich einen Vormittag frei nimmt, um einen kleinen Gipfel zu besteigen? Und dann trotzdem am Nachmittag wieder brav im Büro sitzt?

Vielleicht, ein bisschen. Aber ich fand es trotzdem sehr angenehm. Am letzten Freitag konnte ich – relativ plötzlich – nicht den ganzen Tag frei nehmen, also gab’s nur den Vormittag. Um fünf Uhr aufgestanden, um neun Uhr am Gipfel des Spitzsteins – und ich bin vom Winterparkplatz losgegangen, nicht vom Ende der Straße, es waren also immerhin, nun ja, so 600 Höhenmeter. Und um zwölf war ich zurück in München.

Leider war es ein bisschen dunstig, so dass der ja eigentlich sehr schöne Weitblick vom Spitzstein jetzt nicht so recht zur Geltung kam; das wäre im Laufe des Tages sicher besser geworden. Aber andererseits hat so eine frühmorgendliche Tour auch eine ganz eigene Atmosphäre. Ganz allein am Gipfel in der noch kühlen Luft… das hat auch was!

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Kranzhorn – Interessante Verkehrsströme

1. Mai 2012

Chiemgauer Alpen

Das Kranzhorn steht da immer so rum, und ich neige dazu, immer dran vorbei zu fahren. Aber dieses Wochenende bot es sich an: Der Aufstieg ist nach Süden ausgerichtet, der Gipfel ist nicht so hoch, und ja, ich weiche den größten Mengen Schnee gerne aus.

Der Aufstieg von Erl ist dann auch tatsächlich ein hübscher Steig durch den Wald, der auch bei den erstaunlich hohen Temperaturen am Samstag einigermaßen kühlen Schatten spendet. Der einzige Nachteil der Tour ist, dass an der Kranzbergalm ein zweiter Verkehrsstrom hinzukommt – man kann die Strecke zum Gipfel nämlich deutlich abkürzen, wenn man mit dem Auto den Erlerberg hochfährt. So war dann also keine Bergeinsamkeit zu erwarten, und es gab auch keine.

Im Abstieg habe ich dann eine kleine Variante ausprobiert, die wirklich wenig begangen war… nur, dass mir dann ein Traktor auf dem zwei Meter breiten Karrenweg entgegen kam! Bizarr… Aber wir haben uns aneinander vorbei gedrängt, und alles war gut.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Spitzstein – Darf ich mal kurz vorbei?

12. April 2011

Unterinntal

Und wieder habe ich einen Gipfel von der Liste der für mich neuerdings schnell zu erreichenden Berge streichen können (sozusagen): den Spitzstein oberhalb von Erl. Wobei ich das mit dem „leicht zu erreichen“ insofern relativieren sollte, als ich mich auf der Suche nach dem Parkplatz gleich zweimal verfahren habe; die Almstraßen oberhalb von Erl sind vielfältig und mäßig gut beschildert – und fast ausnahmslos für den öffentlichen Verkehr geöffnet.

Das führt dann dazu, dass man fast bis zum Gipfel mit dem Auto fahren kann (ich übertreibe nur ein bisschen), dafür dann aber auch Parkgebühren bezahlen muss. Ich hab mich lieber – nicht wegen der Gebühren, sondern der sportlichen Betätigung wegen – auf den kleineren Parkplatz etwas unterhalb gestellt. Trotzdem führt diese ausgiebige Erschließung natürlich dazu, dass man hier Bergeinsamkeit getrost vergessen kann, auch wenn man nicht den Standardnormalaufstieg über die Straße nimmt. (Und spätestens am Spitzsteinhaus treffen sich eh alle Wege wieder.)

Trotzdem war es nach der langen Tour am Vortag ein ganz netter, relativ kurzer Ausflug mit – immerhin – sehr schönem Gipfelpanorama auf die beiden Kaiser, ins Inntal und in jede Menge Chiemgauer Alpen.