Rampoldplatte: Auf ein (schneefreies) Neues!

1. Mai 2015

Und dann ging sie schon wieder los, die neue Saison. Und entgegen meiner Prophezeiung bin ich als erstes nicht mal einen zuverlässigen Südhang hinaufgegangen, sondern von Brannenburg zur Rampoldplatte. Das ist zwar die allermeiste Zeit ein Osthang, sah aber von unten gut aus, so dass ich es wagen konnte. Die gute Sache dabei: Ich war zwar schon mal auf der Rampoldplatte, aber bis auf ein paar Meter würde ich auf meiner geplanten Route trotzdem fast nur für mich neue Wege gehen.

First Mountains

Und es war so gut wie schneefrei. Vom Sagbruck-Parkplatz aus bin ich zunächst bis zum Breitenberghaus gegangen und dann über die Lechneralm zum Gipfel. Bis auf ein paar Flecken im Wald hinterm Breitenberg und einem zwei Schritten auf dem Grat zwischen Rampoldplatte und Hochsalwand lag tatsächlich gar kein Schnee mehr auf diesem Weg! Und ich fand den Weg auch ganz angenehm, zumindest für eine erste Tour in der neuen Saison. Denn Fahrweg und Pfade wechselten sich zumindest ab, so dass es nicht allzu langweilig wurde.

Der Abstieg in Richtung Schuhbräualm hatte dann noch etwas mehr Schnee (und ein bisschen Matsch), aber auch das war kein großes Problem. Der lange Fahrweg zurück ins Tal… naja, okay, muss halt. Wenigstens gab’s am Ende noch ein bisschen Waldpfad.

Und dann ist noch ein Paragleiter neben mir abgestürzt, als ich schon am Parkplatz stand. Er hatte wohl beim Landeanflug irgendwie zweimal die Bäume gestreift. Aber zum Glück hatte er sich trotz des Sturzes aus 5-6 m Höhe offenbar nichts Größeres getan – zumindest bestand er darauf, dass er keinen Arzt brauchte. Trotzdem, schon wieder ein Unfall in meiner Nähe in den Bergen. Jetzt frage ich mich ein bisschen: Ziehe ich das an? Oder ist das statistisch einfach unumgänglich, wenn man so oft in den Bergen unterwegs ist…?

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Aggenstein – Ganz okay für dritte Wahl

14. Oktober 2014

Jetzt, wo das Wetter wieder besser ist, komme ich hier im Blog kaum hinterher – ich bin viel zu oft draußen und hab viel zu wenig Zeit zum Schreiben. (Typisch.) Also machen wir mal ganz schnell:

Der Aggenstein war an dem Tag vor, öhm, vier Wochen nur meine dritte Wahl. Für den Säuling sah mir das Wetter zu unstet aus, und in Nesselwang bin ich nach zehn Minuten wieder umgedreht, weil einfach mal wieder ein Weg nicht da war, wo er laut Karte sein sollte.

The Weather of 2014 Dementsprechend war ich schon ein bisschen sauer und der Tag war auch schon gut vorangeschritten, als ich mich dafür entschied, mit der Bahn von Pfronten aus raufzufahren und dann noch schnell eine Runde über den Aggenstein zu machen. Das Wetter, das sich eigentlich im Lauf des Tages bessern sollte, war leider auch nicht hundertprozentig kooperativ – es war wolkig und bitter windig und oft auch noch nebelschwadig dazu.

Dafür war es dann eigentlich ganz okay. Die Runde über die Bad Kissinger Hütte ist relativ schnell gemacht, führt aber durch eine ganz urige Geländekammer. Und am Gipfel geht’s noch ein klitzekleines Bisschen ans Klettern. Für einen Tag, den ich fast schon verloren gegeben hatte, kann ich mich da nicht beschweren…