Ascherjoch (Semmelkopf) – Ein schneller Snack-Berg

5. August 2014

Kommt es mir nur so vor, oder ist dieser Sommer voll von (Wochenend-)Tagen, in denen es laut Wetterbericht „im Laufe des Nachmittags“ regnen oder gewittern soll? Das wirkt sich natürlich auf die Tourenplanung aus – kurze Strecken und kurze Anfahrtswege (und frühes Aufstehen, seufz) sind so zu bevorzugen.

ThierseetalSo traf es erneut das Ascherjoch, auch bekannt als Semmelkopf, am Ursprungpass, das ich sowohl im Sommer als auch im Winter schon einmal besucht hatte. Diesmal wollte ich – mehr oder weniger – den Weg aus dem vorletzten Winter wiederholen, quasi um mal zu vergleichen. Das Ascherjoch ist an sich jetzt nichts so besonderes – ein mäßig hoher, breiter Bergrücken mit frustrierend undefiniertem Gipfelpunkt. Die Aussicht kann allerdings toll sein, und im Winter hatte ich echt Glück mit dem Wetter – da war es quasi magisch.

Ganz so toll war es diesmal nicht unbedingt – die Fernsicht scheiterte am Dunst, die sportliche Leistung an den schwülen Wetterverhältnissen. Aber es ist trotzdem eine nette kleine Tour – und eine durchaus überlegenswerte Alternative zum weitaus stärker bevölkerten Trainsjoch gegenüber. Wobei man durchaus auch beide Gipfel in einer Tour kombinieren kann, wenn man es nicht gerade eilig hat.

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Bergwinter: Semmelkopf (Ascherjoch)

9. März 2013

Blick ins Stallenbachtal

So langsam scheint sich der Winter dann ja doch dem Ende zu zu neigen, aber letztes Wochenende war nochmal Schneeschuhgehen dran. Angesichts der geringen Lawinengefahr (Stufe 1) haben wir uns sogar ein bisschen was getraut – aber, wie üblich bei mir im Winter, nicht allzu viel.

Morgens ging es unter einer doch recht ordentlich demoralisierenden Nebeldecke ins Trockenbachtal am Ursprungpass und unten durch den Graben in Richtung Trainsalm. Die Spur war zwar ganz gut, führte aber immer quer am Hang entlang, was mit Schneeschuhen ja doch etwas mehr Arbeit erfordert als mit Ski, aber gut. Etwas unterhalb des Gipfels stießen wir dann tatsächlich durch die Wolkendecke und standen plötzlich im strahlenden Sonnenschein – wow! Anfangs konnte ich das allerdings nicht so ganz genießen, weil wir, statt unten am Bach zu bleiben, der Spur in einen Hang gefolgt waren, der mir Schisser nicht so hundertprozentig geheuer war. Aber oben am Gipfel war’s dann umso großartiger, mit Bonusblick zum Kaiser, der gegenüber aus dem Nebelmeer ragte.

Für den Abstieg sind wir über den Grat zur Ascherjochalm gegangen, was ganz gut ging – nur der letzte Hang hinunter zur Alm ist auch wieder was, das ich Lawinenängstlichen nicht empfehlen kann. Zum Glück ist er aber nicht sonderlich lang.

Und dann war sogar der Fahrweg zurück ins Tal in seinem tief verschneiten Zustand noch sehr idyllisch – und der Nebel hatte sich inzwischen gelichtet. Denn bäh, wieder in die Wolken zurück laufen müssen – das hätte ich jetzt nicht so toll gefunden.


Semmelkopf

16. November 2010

Panorama vom Gipfel

Einen Berg, der Semmelkopf heißt, muss man einfach lieben, oder? Ich habe auch nach meinem Besuch dort keine Ahnung, wo der Name herkommen könnte – nach einem Brötchen sieht der Berg jedenfalls nicht aus – aber wer kann schon immer auf Anhieb die alpenländische Etymologie entziffern. (Der Berg heißt auf manchen Karten auch Ascherjoch, was ich deutlich prosaischer finde.)

Finden tut man diesen Berg überm Thierseetal, kurz hinterm Ursprungpass, und am besten geht man vom Thierseer Ortsteil Landl hinauf. Den Wegweisern nach ist der Semmelkopf für die meisten Wanderer allerdings kein Ziel… entweder, so scheint’s, machen sie schon an der Ascherjochalm schlapp, oder es zieht sie gleich noch weiter aufs benachbarte Trainsjoch. Die letztere Variante hab ich auch noch kurz überlegt, als ich am Gipfel(plateau) stand, aber dann fand ich den Semmelkopf doch ausreichend für einen Spätherbsttag.

Und das Panorama ist super, fast noch schöner als am Trainsjoch, obwohl das höher ist. Aber dafür scheint am Semmelkopf alles viel näher zu sein. Ein echter Geheimtipp.