Hinteres Sonnwendjoch – Vielfalt auf kleinem Raum

8. Juni 2014

Die Ackernalm nimmt eine ungewöhnliche Stellung unter den typischen Ausflugszielen der „Münchner Berge“ ein. Sie ist sicherlich kein Geheimtipp – das wird jedem klar, der an einem sonnigen Sonntag versucht, mittags noch einen Parkplatz an der Alm zu ergattern (machbar, aber nicht unbedingt ohne Suchen). Andererseits liegt sie die einfallenden Münchner und Oberbayern sozusagen „abgeschattet“ von den beliebten Zielen, an denen man vorbeifahren müsste, um es bis hier zu schaffen: Schliersee, Spitzing, Wendelstein, Sudelfeld. Deshalb kann man ihre zwei Gipfelziele – auf der Südseite Veitsberg und Thalerjoch und auf der Nordseite das Hintere Sonnwendjoch – auch nicht wirklich als überlaufen bezeichnen.

Hiking SceneWenn man dann noch bedenkt, dass die Aussicht von den Gipfeln wirklich schön ist und bis zum Hauptkamm reicht und dass die Gipfel mit mäßigem Höhenunterschied zu erreichen sind – dann hat man das perfekte Ziel, auf das man sich in einer kleinen Gruppe einigen kann.

Und so kam es auch, und es war wirklich eine angenehme, kleinere Bergtour. Ich war seit zehn Jahren nicht mehr am Sonnwendjoch gewesen, aber es hatte sich wenig verändert. Für eine relativ kurze Tour ist es auch noch sehr abwechslungsreich. Gut, die Teerstraße am Anfang muss man mögen, aber dann geht es über einen Almweg, kurz durch eine steile Latschengasse, zum felsig-grasigen Gipfel. Im Abstieg gab es zudem noch ein längeres Stück Bergwald.

Außer, höchstens, größerer sportlicher Anstrengung kann man eigentlich mehr von einer Bergtour nicht verlangen.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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Veitsberg – Was vom Tage übrig bleibt

27. Oktober 2012

Thiersee & 2 Kaiser

Ach ja, was hatte ich noch für Pläne für das Wochenende, sollte es doch – vielleicht – mal wieder – das letzte gute Wochenende der Saison werden. Aber dann kam leider ein für mich uncharakteristisch schmerzhafter Migräneanfall am Vorabend und machte mir einen Strich durch die Rechnung. Morgens um 6 Uhr war es noch ziemlich bitter. Aber beim nächsten Aufwachen um 9 Uhr waren die Schmerzen weg, und ich konnte mir überlegen, was ich nun noch mit dem angebrochenen, sonnigen Tag machen konnte.

Am Thalerjoch über der Ackernalm war ich vor ein paar Jahren mit Freunden. Aber aus irgendeinem Grund waren wir damals so langsam und/oder träge, dass wir uns nicht mehr zum Veitsberg motivieren konnten, der direkt nebenan liegt. Das könnte ich doch jetzt vielleicht mal nachholen? Der Ursprungpass ist ja relativ schnell zu erreichen, und die Tour ist auch nicht so wahnsinnig lang…?

Ja. Konnte ich. Und dabei konnte ich auch feststellen, was für Weicheier wir damals gewesen sein müssen. Der Veitsberg ist wirklich in einem Zwanzig-Minuten-Exkurs zu erreichen (allerdings muss ich zugeben, dass es am Abzweig nicht recht danach aussieht). Wahrscheinlich waren wir damals noch vom Aufstieg durchs Fuchsloch so beeindruckt, dass wir vorsichtig waren. Der war nämlich auch diesmal wieder matschig, schmal, steil und ausgesetzt – bergab möchte ich hier eher nicht gehen.

Muss man ja aber auch nicht.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.