Wenn der Hubschrauber kommt

18. Dezember 2013

Was ich noch nicht erwähnt habe: Vor zwei Wochen war ich (am Rande) an einer Hubschrauber-Rettung beteiligt. Jemand hatte sich verletzt (nicht lebensbedrohend), und ich war quasi als erster bei ihm. Ich hätte das Ganze hier gern detaillierter aufgeschrieben, aber das möchte ich nicht ohne das Einverständnis der Betroffenen machen – und leider habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Darum fasse ich mich mal kurz und gebe nur eine Übersicht über die Dinge, die ich dabei gelernt habe:

  • Wer den Notruf absetzt, muss bis zum Ende der Rettung vor Ort bleiben, egal was. Denn deine Rufnummer ist jetzt der einzige Kontakt, den die Retter zum Verletzten haben.
  • In medizinisch eher unkritischen Situationen wie dieser ist es vermutlich sinnvoller, die Bergwacht (140 in Österreich) anzurufen als den allgemeinen Notruf (144). So spart man sich ca. fünf Minuten, die es dauert, bis die Informationen von der Notrufzentrale zur Bergwacht kommen. (Hatte ich eigentlich auch so vor, habe aber peinlicherweise die Nummern verwechselt). (Andi korrigiert das in den Kommentaren, siehe unten.)
  • Rettungshubschrauber dürfen offenbar die Staatsgrenze kreuzen, danach aber nicht unbedingt alle Krankenhäuser anfliegen, sondern nur bestimmte. Und das sind nicht unbedingt die nächstgelegenen.
  • Wenn dann der Hubschrauber kommt und die Retter am Tau einfliegt, sollte man einen sicheren Stand haben, am besten hockt man sich hin. Sonst kann es passieren, dass man vom Abwind umgeworfen wird. Ähem.
  • Und: Während der Hubschrauber über einem schwebt, und das womöglich noch bei Pulverschnee, sollte man möglichst nicht mit bloßen Händen dastehen. Sonst ist das mit der Feinmotorik für eine Weile nicht mehr so weit her…

Die meistgeklickten bergsommer-Touren

23. Oktober 2013

Stefanie von Gipfelglück hat mich mit einer, öhm, gewissen Vehemenz herausgefordert, offenzulegen, welche Touren in meinem Blog am häufigsten angeklickt werden. Meine Proteste, dass das voll die langweiligen Touren sind, verhallten ungehört. Und, zugegeben, es ist vielleicht ein bisschen anmaßend von mir, darüber zu urteilen, was ihr, mein geschätztes Publikum, langweilig oder interessant zu finden habt.

Also, hier sind sie:

Alpschrofen
Platz 10
Aus dem Gartnertal zur Gartnerwand (Lermoos) – okay, die Tour ist wirklich ganz interessant. Und wenn man drin steckt, auch wirklich spannend. Ich empfehle sie aber/folglich nur furchtlosen, erfahrenen Gehern.

Platz 9
Zum Kössener Wetterkreuz – zweimal war ich inzwischen dort, und beide Male habe ich es nicht bis zum eigentlich-richtigen Gipfel in der Gegend geschafft, der Rudersburg. Ein lokaler Klassiker.

Platz 8
Zur Stepbergalm bei Garmisch – die Tour für alle, denen der Kramerspitz ein bisschen zu viel ist. Sie eignet sich insofern auch ganz gut als Alternative, da es zwei Zustiege gibt und man so auch ohne Gipfelbesuch problemlos eine Rundtour daraus machen kann.

Platz 7
Zur Mittelstation der Wank-Seilbahn in Partenkirchen – dazu muss ich nichts sagen, oder?

Platz 6
Seebergkopf von Bayrischzell aus – ein absoluter „Münchner Klassiker“ mit eigenem Parkplatz und so. Eigentlich ist man wirklich nicht auf mein Blog angewiesen, wenn man Informationen dazu braucht…

Platz 5
In den Rißsattel bei Vorderriß- mehr eine Kuriosität am Rande als eine richtige Tour. Der Weg ist sehr schön, aber leider auch sehr kurz und endet mehr oder weniger im Nichts.

Gunggl IV
Platz 4
Ginzlinger Hochalmweg bis zur Pitzenalm – eine wunderschöne Tour. Ich habe sie zwar inzwischen so ähnlich wie bei mir auch schon irgendwo gedruckt gesehen (im Prospekt des Tourismusvereins vermutlich?). Überlaufen ist sie aber trotzdem wahrhaftig nicht.

Platz 3
Zum Schönfeldjoch am Ursprungpass – ein Geheimtipp ist was anderes, aber diese Tour ist definitiv kein Klassiker. Was komisch ist, denn sie ist eigentlich von Klassikern umzingelt.

Platz 2
In die Gegend der Jovenalm bei Durchholzen – wirklich nicht zu empfehlen. Es gibt neben meinem aber nur wenige Google-Einträge zu dieser Alm (und völlig zu Recht). Deshalb kommen die Leute, die nach ihr suchen, hierher.

Platz 1
Über den Immensteig zum Seebensee – sehr schön und auch nichts für die blutigsten unter den Anfängern, aber keine wirklich große Tour. Man sollte wenigstens bis zur Coburger Hütte weitergehen.

Soo… nun sind ja meine Blog-Einträge mehr als Erlebnisschilderung gedacht, und die wirklich nützlichen Informationen finden sich eher drüben auf der Website. Dort finden sich interessanterweise durchaus nicht dieselben Touren an der Spitze – „nur“ das Wetterkreuz, der Immensteig und die Pitzenalm sind auch dort vorne mit dabei.

Navistal
Außerdem dort in den Top Ten: vier beliebte Touren im Bereich Garmisch-Partenkirchen bzw. Mittenwald (übers Gatterl zur Zugspitze; die Schöngänge im Alpspitzgebiet; über den Rindersteig zum Osterfelderkopf; das Dammkar hinauf); der vielleicht etwas seltenere Besuch des Steinernen Hüttls nebenan von Ehrwald aus; die Friesenbergscharte bei Hintertux, die wohl meist nur als Teil von Mehrtagestouren begangen wird; und das Rosenjoch aus dem Voldertal – und das kann ich wirklich nur immer wieder empfehlen.

… und beim nächsten Mal erzähle ich euch dann, welche Touren ihr eigentlich anklicken solltet


Geschützt: 131201

5. Dezember 2000

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