Das Leistungsniveau im April am Wank

14. Mai 2015

Im April ist der Wank weit und breit der einzige höhere Berg mit einer geöffneten Seilbahn, der gleichzeitig einen Anstieg über einen Südhang zur Bergstation aufweist. Soll heißen: einen Anstieg, von dem man relativ früh annehmen kann, dass er schneefrei sein wird. Das macht den Wank zu einem hervorragenden Berg, um die eigene Kondition zu testen und zu trainieren, bevor es so richtig in die Bergsaison geht. Also findet man auch mich im Frühjahr gern mal dort.

Eckenhütte-PanoramaDieses Jahr allerdings hat mich der Wank-Aufstieg ein bisschen frustriert: Ständig wurde ich überholt! Noch nicht so sehr auf dem ersten Teilstück von der Talstation über St. Anton bis zur Gamshütte. Aber dann! Bis zum Gipfel hatten mich bestimmt zehn Leute überholt, vor allem Bergläufer, aber auch Wanderer. Verdammt, wie langsam war ich denn?!

Durch das Auf und Ab am Anfang kann man auf dieser Strecke unterwegs auch nicht so ganz einfach seine Höhenmeter-Geschwindigkeit messen. Also habe ich mich nach oben geschleppt, im Wankhaus schnell eine Speckknödelsuppe gegessen (bisschen fade) und bin dann ein bisschen verunsichert in die Bahn gestiegen. Wieder zuhause angekommen, stellte sich dann raus: Zwischen Gamshütte und Wankhütte hatte ich einen mehr als zufrieden stellenden Durchschnitt von 490 Höhenmetern pro Stunde!

Was mich zu der Frage bringt: Was ist denn das für ein verrücktes Leistungsniveau am Wank, im April?

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Simetsberg – Ein Tag im Föhn

9. Dezember 2014

Der Föhn, der Föhn, der lässt dieses Jahr die Wandersaison einfach nicht zu Ende gehen. Dafür sollte man ihm dankbar sein. Andererseits macht er es auf den Gipfeln bisweilen aber auch ordentlich kalt, wie ich am Simetsberg erleben musste.

South
Der Simetsberg stand auch schon lange auf der Liste, und ich fand, jetzt wäre die Gelegenheit. Trotz der späten Jahreszeit ging es auch gut – zugegeben, ein paar Stellen auf dem Steig um die Diensthütte herum waren ziemlich matschig, und einmal musste man auch ein mittelgroßes Schneefeld umgehen. Aber insgesamt ist das eine schöne Tour, die erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erhält. Auch der Blick vom Gipfel in Richtung Mittenwald und auf weite Teile von Karwendel und Wetterstein ist wirklich cool. Schade nur, dass der auf praktisch allen Karten eingezeichnete alternative Steig von/nach Süden und über die Neuglägeralm nicht (mehr?) existiert. Das schränkt die Möglichkeiten der Variation von Auf- und Abstieg doch erheblich ein.

Ja, und am Gipfel war es dann tatsächlich ordentlich kalt, denn auch ein warmer Fallwind ist kalt, wenn man auf 1800m direkt drinsteht. Zum Glück gibt es dort ein paar Sitzgelegenheiten, die von Latschenkiefern direkt nach Süden abgeschirmt werden. Eine davon habe ich ergattert, und dann ließ es sich durchaus für eine halbe Stunde Gipfelrast dort oben aushalten.

 


 

 

Strecke: Wer an der Mautstelle geparkt hat, wandern kurz an der Straße entlang in Richtung Krün zum zweiten Parkplatz. Von hier geht es über einen Fahrweg, der bald zu steigen beginnt. An der ersten Abzweigung hält man sich links, ebenso an der zweiten, die in einem kleinen Sattel liegt. Nun zieht sich der Fahrweg eine Weile den Hang entlang, bis links ein Steig abzweigt. Dieser führt über eine geschlägerte Lichtung in den Wald hinein und zuletzt durch eine steile Graskuhle zur Simetsberg-Diensthütte.

Hier beginnt eine weite Wiesenfläche, über die es zunächst weiter bergauf geht. Zuletzt führt der Weg in eine kurze Latschenzone und zum Gipfel.

Als Variante kann man im Abstieg hinter der Diensthütte links abzweigen und in etwas größerem Bogen absteigen, bis man den Fahrweg vom Aufstieg etwas weiter südlich wieder trifft, als man ihn im Aufstieg verlassen hat – praktisch bei rutschigen Verhältnissen.


Herzogstand, Wank, Hörnle – Die Bergab-Faulheit hält an

29. Mai 2014

So, dann machen wir jetzt mal wieder im normalen Programm weiter – ihr erinnert euch, das ist das, wo ich meine Bergtouren abarbeite. Normalerweise ja einzeln, aber da die Touren im Moment noch nicht so wahnsinnig spannend sind, fasse ich mal ein paar zusammen.

Jachenau-BlickIch war also auf dem Herzogstand. Zu Fuß rauf, Seilbahn runter, wie gehabt. Der Herzogstand ist immer noch derselbe Berg, nix Neues. Interessant fand ich, dass an diesem Sonntag unglaublich viele Menschen aus aller Herren Sprachen da oben waren. Meine Theorie ist, dass bei der NATO irgendwo Betriebsausflug war, aber ich weiß es nicht.

Am WankIch war dann auch auf dem Wank. Auch das ist an sich nichts Neues; allerdings bin ich einen Weg gegangen, den ich noch nicht kannte – über die Frauenmahd. Leider habe ich damit jetzt aber sämtliche Anstiege zum Wank in allen Varianten durch. (Natürlich habe ich auch hier die Seilbahn für den Abstieg benutzt, ich Faulwams.)

Und schließlich war ich am Hörnle. Da war ich vorher noch nie; dementsprechend verwirrt war ich über den merkwürdigen Sessellift. Wer ihn nicht kennt: Er sieht aus wie ein normaler Doppelsessellift, aber zum Aussteigen darf man nicht wie sonst zur Seite treten. Man muss stehen bleiben, während der Liftler hinter einem den Sessel zur Seite klappt. Das habe ich natürlich gleich mal falsch gemacht und wurde ein bisschen ausgeschimpft. Ist aber auch komisch!

Jenseits des StierkopfsDer Weg zum (Hinteren) Hörnle hinauf, den ich gewählt habe, ist offenbar auch einer, der eher selten begangen wird: von der Talstation erst durchs Tal bis kurz vor Grafenaschau, dann über den Rißgraben hinauf. Aber vielleicht kannten die anderen Leute einfach die Gegend und/oder das Wetter besser. Auch ich hätte nämlich ahnen können, dass der Rißgraben, der sich durch einen Nordhang zieht, nach den längeren Regenfällen der Vortage arg matschig sein würde…


Bergwinter: Wank

20. Februar 2013

Im Kaltwassergraben

Dass die Seilbahn zum Wank manchmal auch im Winter im Betrieb ist, hat definitiv einen Vorteil: Man kann einfach mal einen etwas höheren Berg rauflaufen, ohne in Zeitnot zu kommen. Denn man kann sich die Zeit für den Abstieg ja sparen. Der Nachteil dafür ist halt, dass man am Ende auf dem Wank steht, und nicht irgendwo in den cooleren Gegenden der Bergwelt.

Und: Auch wenn es keine Skipiste mehr gibt, sondern nur noch eine ausgeschilderte Skiroute — der normal(st)e Winteraufstieg verläuft mehr oder weniger zwischen den Skifahrern hindurch. Das passt mir natürlich nicht recht, und so habe ich spontan umdisponiert: Hinter der Esterbergalm bin ich nicht mehr dem Normalweg gefolgt, sondern in den Kaltwassergraben in Richtung Gschwandterbauer abgebogen. Da war gespurt, und wenn die Spur auch eher schmal war – das war schon praktisch und mit Schneeschuhen durchaus gehbar.

Und weil das so gut geklappt hat, bin ich dann wieder abgezweigt und über den – zum Glück ebenfalls gespurten – Weg durch den Wald zum Rosswank rauf. Hier braucht man definitiv entweder eine Spur oder ein GPS, sonst sieht’s schlecht aus. Komischerweise war hier aber kaum jemand unterwegs, obwohl es echt gut ging.

Naja, am Ende stand ich am Wank im Nebel zwischen den Seilbahnfahrern. Manchmal ist halt der Weg das Ziel.


Wank (über Rosswank) – In Summe viel Höhe

3. Mai 2012

Wetterstein-Panorama

Ach ja, gerade am Anfang der Saison muss man ja immer Kompromisse machen. Und wenn man spät aufsteht und sich nur spontan entscheidet, doch noch loszugehen, erst recht. Das nur mal so als Versuch einer Erklärung, warum es hier im Blog im Frühjahr immer besonders touristennah zugeht…

Jedenfalls: bin ich spontan zum Wank rauf gelaufen. Allerdings führen ja bekanntermaßen viele Wege zum Wank, und ich habe mir einen ausgesucht, den ich noch nicht kannte und der sich als erstaunlich touristenfern entpuppt hat: von Höfele (bekannt als „fünf Minuten unterm Gschwandtnerbauer“) über den Rosswank – das ist die Bergschulter, wo früher der Großteil des Skigebiets stand.

Der Weg ist recht einsam und genau richtig steil – mein GPS sagt, ich hätte in der ersten Stunde 540 Höhenmeter überwunden. Das ist für mich unerhört, und erst recht im Frühling! Oben war es dann natürlich weniger einsam, aber okay, geschenkt.

Einen Teil des Abstiegs habe ich dann mit der Seilbahn abgekürzt. Was mich dabei allerdings geärgert hat: Es gibt keine Tickets von der Berg- zur Mittelstation, Alle anderen Strecken kann man einzeln kaufen, aber nicht die. Also € 12,50 für ein Ticket zur Talstation, das ich dann nur halb benutzt habe. Ich glaube, ich muss noch eine Mail an die Zugspitzbahnen schreiben, um mich darüber zu beschweren…

Und dann ging es erstaunlicherweise nochmal ordentlich berghoch, so dass ich am Ende gute 1100 Höhenmeter im Aufstieg auf dem Konto hatte. Auch nicht schlecht für „spät aufgestanden“…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Wankbahn-Mittelstation

30. März 2010

Das Ende des Winters

Ich mag das gar nicht als Beginn der Wandersaison sehen, weil es so kurz und unspektakulär war. Es war mehr so eine Art Präludium. Ich wollte hauptsächlich zwei Dinge testen: Mein neues GPS und meine Kondition. Das GPS hat sich wacker geschlagen, meine Kondition… nicht so sehr. Aber die Wandersaison ist ja noch lang…

Ich bin auch erst mittags losgegangen – eigentlich wollte ich heute gar nicht raus, aber dann schien die Sonne so schön, dass ich mich beherrschen konnte. Als ich dann endlich vor Ort war, war das schöne Wetter aber schon wieder ziemlich vorbei…

Drum bin ich nur ganz schlicht zur Mittelstation der Wankbahn aufgestiegen und auf der anderen Seite wieder runter. Da es die ganze Zeit so aussah, als würde es gleich wieder anfangen zu regnen, habe ich mir auch den Umweg über St. Anton gespart – gerade mal zwei Stunden waren es am Ende. Trotz schwacher Kondition.

Jedenfalls, ein Anfang ist schon mal gemacht.


Osterfeuerkopf

4. Oktober 2009

Blick ins Loisachtal

Was macht man, wenn sooo schönes Wetter ist, aber leider eigentlich Bundestagswahltag ist und man ja irgendwann auch wählen gehen sollte? Genau, man läuft morgens mal schnell zum Osterfeuerkopf rauf. Ist ja wohl das mindeste.

War es auch – irgendwie hatten wir den Zeitbedarf für diesen kleinen Gipfel ganz vorne in den Alpen doch noch etwas überschätzt und dadurch am Ende noch genug Zeit, um zirka 30-mal wählen zu gehen. Aber andererseits war es auch ganz gut, dass wir so früh dran waren, denn die ganzen Einheimischen hatten sich das offenbar so ähnlich vorgestellt wie wir, nur dass sie erst gewählt haben und dann zum Gipfel aufgebrochen sind – die Menge an Menschen, die uns beim Abstieg entgegen kam, war echt beeindruckend, zumal der Gipfel des Osterfeuerkopfes nicht wirklich viel Platz bietet. Und die Autos auf dem Parkplatz waren dann tatsächlich überwiegend aus GAP.

Aber definitiv die erste herbstliche Wanderung, mit viel Frühnebel und fallendem Laub… absolut stimmungsvoll! Zumindest beim einsamen Aufstieg.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.