Glecksteinhütte

19. Juli 2008

Gletscherblick

Zum Schluss wollten wir uns auch den Oberen Grindelwaldgletscher nochmal genauer ansehen, und sind deshalb zur Glecksteinhütte gegangen. Ein sehr cooler Weg – wenn man es ausgesetzt mag.

Von Lauchbühel oberhalb von Grindelwald (der Weg hat seine eigene Bushaltestelle) geht es praktisch sofort ordentlich los: Der Ischpfad zieht sich am Nordhang des Wetterhorns entlang, führt oberhalb der alten Bergstation des Wetterhornaufzugs vorbei und schwenkt dann auf den Westhang, wo es nicht mehr gar so ausgesetzt zugeht. Dafür muss man hier erstmal durch einen Wasserfall hindurch (es gibt absolut keine Umgehung).

Und dann geht es über Wiesenhänge hinauf, immer mit dem Oberen Grindelwaldgletscher unter und neben sich… sehr reizvoll.

(Der Abstecher zur Bergstation des Wetterhornaufzugs lohnt sich übrigens nicht, auch nicht für Seilbahn-Fans. Vertraut mir.)

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Schilthorn

19. Juli 2008

Schilthorn

Egal, wen man fragt, man kriegt eigentlich immer zu hören, dass das Wetter am Schildhorn eher mies ist. Tja, ab jetzt erzähle ich das dann auch. Es hat zwar nicht geregnet, aber von dem berühmten Panoramablick, aufgrund dessen das Gipfelrestaurant ja auch rotierend gebaut wurde, war auch nicht viel zu sehen.

Der Aufstieg vom Allmendhubel durch das Engital ist relativ monoton. Man läuft zunächst immer sehr steil über eine Baustraße in der Skipiste, und dann über den Talboden im Engital. Erst hinter Birg geht es noch einmal so richtig ins Gelände. Der Vorteil dieser Strecke gegenüber dem Aufstieg über die Schiltalp ist aber klar: Der Wirt der Schilhornhütte mag nölig sein wie kaum ein anderer Mensch, aber die Graupensuppe dort ist bei Nebel und Kälte echt nützlich.


Schwarzhorn

19. Juli 2008

Schilt

Das Schwarzhorn ist ein bisschen der vergessene Gipfel der Berner Alpen, dabei ist es von Grindewald-First aus wirklich recht leicht zu erreichen und hat einen wahnsinnig schönen Panoramablick vom Brünigpass bis zum Schilthorn zu bieten.

Der einzige Nachteil, dem wir begegneten, war die relative Höhe gepaart mit einer Nordwest-Ausrichtung des Kars, durch das man zunächst ansteigen muss, bevor es auf den Südgrat geht – und das bedeutete jede Menge steile Schneefelder, die es auch Anfang Juli noch zu queren galt. (In dem schottrigen, rutschigen Gelände war das Umgehen dieser Felder auch keine vielversprechende Taktik.) Aber trotzdem: Hervorragende Wanderung!


Schynige Platte – Faulhorn – First

19. Juli 2008

Männdlenen-Hütte

Der Klassiker schlechthin im Berner Oberland – eigentlich muss man dazu gar nicht mehr viel sagen, denke ich. Sehr schöne Wanderung, ständig hat man neue Blicke, gelangt in neue Geländekammern, sieht in neue Mini-Täler.

Nur ab dem Faulhorn wird es etwas langweilig: Ab da sind es nur noch Fahrwege, und man sieht das Ziel schon aus der – noch ziemlich großen – Ferne. Das demotiviert ein bisschen, aber das ist es wert.


Männlichen

19. Juli 2008

Blumen am Weg zum Männlichen

Lustigerweise ging es an beiden Regentagen in Richtung Männlichen. Am ersten Regentag sind wir den heftig beworbenen, aber für Deutsche fast unaussprechbaren Äpfelchüechliwäg gegangen. Der führt von der Wengernalpbahn-Haltestelle Brandegg, wo die namensgebenden Apfelkuchen verkauft werden, quer über den Itramenberg zur Mittelstation der Männlichenbahn bei Holenstein.

Der Weg ist abwechslungsreich, das muss man ihm lassen (Wald, Wiese, Pfad, Fahrweg, bergauf, bergab), aber keine wahnsinnige Herausforderung. Trotzdem haben wir es auf Holenstein gut sein lassen – das Wetter sah einfach nicht so toll aus.

Der zweite Regentag sollte erst gegen Mittag beginnen, also: schnell von der anderen Seite – von Wengen – auf den Männlichen rauf. Das ist ein wirklich schöner Weg, erst durch den Wald, dann durch unglaubliche blumige (weil offenbar nicht beweidete) Wiesen und schließlich steil durch die Lawinenverbauungen rauf zu den Bergstationen. Wenn nur der Regen einem nicht so im Nacken gesessen hätte…


Bäregg

19. Juli 2008

Bäregg

Grindelwald hat (noch) zwei Gletscher, die relativ unoriginell der Untere und der Obere Grindelwaldgletscher heißen. Der Weg zur Bäregg führt weit oberhalb des Unteren Gletschers in dessen Tal hinein.

Der „Normalweg“ hierher beginnt an der Bergstation der Pfingstegg-Seilbahn, aber wir sind natürlich im Tal losgegangen – mit dem Ergebnis, dass die ganzen Pfingstegg-Starter sich gefragt haben müssen, wieso wir so furchtbar verschwitzt und fertig aussehen…

Sightseeing-Highlights am Ende dieser Wanderung: die Stelle, wo 2006 ein monströs großer Felsbrocken vom Eiger abgebrochen ist (aber einen allein stehenden Pfeiler zurückgelassen hat); die Stelle, wo früher das Bergrestaurant Stieregg stand, dass 2005 nach einem massiven Erdrutsch aufgegeben werden musste; und der mysteriöse Gletschersee, der schon mal innerhalb eines Tages von 200 Millionen Kubikmeter Wasser auf 800 Millionen anschwillt und sich dann wieder genauso schnell entleert (und niemand weiß so recht, warum, woher oder wohin).

Oh, und der Blick auf den oberen Teil des Gletschers. Das Toteis im Tal ist weniger reizvoll.


Eiger-Trail

19. Juli 2008

Eigernordwand

Der Eiger-Trail ist sozusagen die domestizierte Variante eines „wilden“ Wanderwegs aus den 80ern und 90ern. Da er direkt am Fuß der Eigernordwand entlang führt, rate ich mal, dass er ursprünglich von Bergsteigern ausgetreten wurde, die zu ihrer Einstiegsstelle wollten.

Heute ist es ein ganz normaler Wanderweg, und wenn man so geht, wie die Prospekte und Wanderführer es vorschlagen (nämlich abwärts, von der Kleinen Scheidegg nach Alpiglen), dann sieht man von der Eigernordwand selbst nicht allzuviel. Wir sind zum Glück in der anderen Richtung gegangen.