Mein Bergjahr 2020: Teil 1

2020 war ein sehr unruhiges Bergjahr, aus offensichtlichen (Corona-) wie auch aus persönlichen Gründen. Ich dokumentiere aber das, was ich machen konnte, denn es war auch einiges sehr Coole dabei.

Im Januar war noch alles gut, aber es war halt Winter. Das hieß vor allem: die üblichen Winterwanderungen. Es ging zur Rotwand, wobei ich mich diesmal nicht nur bis zum Rotwandhaus, sondern – ausnahmsweise bei schönstem Sonnenschein – bis zum Gipfel getraut habe. Ebenfalls bestes Wetter gab es bei einer kurzen, tief verschneiten Tour zum Pendling und, eine Woche später, zum Breitenstein von Birkenstein aus. Etwas drückenderes Wetter mit vielen Wolken und schweren, nassen Schnee gab es hingegen auf dem Weg vom Hennerer zur Gindelalmschneid.

Im Februar bin ich zum ersten Mal im Winter durch die Partnachklamm gegangen und war von den massiven Eisformationen schwer beeindruckt; danach ging es dann zum Eckbauer rauf und mit der neuen Seilbahn – die im Gegensatz zur alten Bahn nichts Besonderes ist – wieder runter. Eine Woche später ging’s zur Baumgartenschneid, wo ich mich angesichts der Schneemengen wieder mal nicht getraut habe, über die Baumgartenalm abzusteigen. Am dritten Februarwochenende war ich auf dem Brentenjoch – über den Schneerosenweg, aber leider ohne Schneerosen. Und schließlich ging es auch am Schalttag in die Berge, und zwar zum Hirschberghaus – meine bis dato letzte Einkehr am Berg. Es war kalt und bedeckt, und ich konnte mich nicht motivieren, zum Gipfel weiterzugehen.

Am 12. März hatte ich einen Urlaubstag und war am Hirschhörndl, wie es sich fürs Frühjahr gehört – auf der Rückfahrt rief mich der Chef an und sagte mir, dass wir ab jetzt im Home Office arbeiten werden. Am darauffolgenden Sonntag war ich noch einmal unterwegs von Bad Feilnbach zur Farrenpoint, frühmorgens, um möglichst wenigen Menschen zu begegnen. Und dann war’s das erstmal mit den Bergen, denn es war der erste Lockdown, auch wenn der damals noch nicht so hieß – und der war ja im Vergleich zu allem, was später kam, recht streng.

Die nächste Bergtour kam erst am 22. April, ebenfalls frühmorgens, ebenfalls auf einen niedrigen Berg am Nordrand der Alpen (nämlich zum Rechelkopf), und mit relativ schlechtem Gewissen. Aber ich musste einfach mal den Kopf frei bekommen. Weil ich den auf der Karte verzeichnen Parkplatz zum Nordanstieg nicht gefunden habe, ging es wie früher schon öfter von Lehen rauf und wieder runter.

Nächstes Mal: Mai-Juli

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