Bergwinter: Feilalm und Feilkopf – Wo sind alle?

Ich finde ja, die Gegend rund um den Achensee ist ideal fürs Schneeschuhgehen. Mir fallen spontan mindestens fünf Touren im Achental ein – trotzdem wird das Tal nicht sonderlich dahingehend vermarktet. Vielleicht ist das der Grund dafür, warum letzten Sonntag bei schönem – wenn auch nicht wolkenlosen – Sonnenschein zwar der Karwendeltäler-Parkplatz in Pertisau bis zum Platzen gefüllt war – es aber außer uns wohl kein Mensch auf den Feilkopf geschafft hat. Ich kann das nicht mit Sicherheit sagen, weil nach unserem Abstieg von der Feilalm gegen 14 Uhr natürlich noch jemand schnell zum Gipfel gesprintet sein kann. Vor uns war jedenfalls niemand – im frischen Schnee waren keine Spuren zu sehen…

From the Mists...Aufgestiegen sind wir zuerst über den Sommerweg, der enttäuschend wenig vom Schneefall des vergangenen Tages abbekommen hatte, so dass unsere Schneeschuhe erstmal auf dem Rucksack blieben. Trotzdem haben wir uns nicht recht getraut, auch die obere, exponiertere Hälfte über den Sommerweg zu gehen, sondern sind über den Fahrweg hinüber zur Feilalm gewandert. Hinter der Alm waren die Schneeschuhe dann aber doch noch sehr nützlich, denn hier oben lag durchaus eine ordentliche Menge Schnee auf dem Fahrweg.

Am Gipfel waren wir dann, wie gesagt, allein – mit den stimmungsvoll wechselnden Wolken, die immer wieder andere Teile der umliegenden Gipfel verhüllten und wieder freigaben. Wir sind aus dem Fotografieren kaum herausgekommen…

Gerntal View

An der Feilalm gab’s dann später Suppe – und eine Erklärung, warum so wenig los wäre: „Die Bergführer sagen, der Aufstieg wär den Leuten zu anstrengend.“ Okay, mag sein. Aber, ehrlich gesagt, ich streng mich lieber ein bisschen an und stehe dann in der Sonne mit Blick in Karwendel und auf den Achensee und die Kitzbüheler, als den ganzen Tag unten im flachen, aber schattigen und engen Falzthurntal rumzukrabbeln…

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2 Responses to Bergwinter: Feilalm und Feilkopf – Wo sind alle?

  1. hex'nhais'l sagt:

    ist doch herrlich, einen ort zu finden, der nicht vermarktet wird wie wild.

    • Stimmt schon. Aber solche relativ seltenen mittelschwierigen Ziele mit im Winter geöffneten Almen gibt’s auch nur so lange, wie Leute diese Almen im Winter besuchen…

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