Schafreuter – Weniger Wege, mehr Menschen

Auf dem Schafreuter war ich schon einmal, aber das war 2006. In meiner Erinnerung war das ein ziemlich cooler Berg, und so fand ich, dass ich mir den ruhig mal wieder vornehmen könnte.

Torjoch | Baumgartenjoch

Ich bin die exakt selbe Strecke gegangen wie damals, obwohl mir das nicht direkt leicht gemacht wurde: Der Steig, der aus dem Tal zur Moosenalm führt, ist inzwischen aufgelassen worden. Im Tal weist aber immerhin noch ein großer roter Pfeil auf einem Stein auf den Einstieg hin, und so habe ich es auch ohne Wegweiser gewagt. Der Steig erwies sich zwischendurch als etwas glitschig, aber insgesamt konnte man ihn noch gut bergauf gehen. Bergab hätte ich anstrengend gefunden; aber dass man ihn am oberen Ende findet, um ihn hinabzugehen, ist im Vergleich zum Aufstieg eh unwahrscheinlich.

Von der Moosenalm ging es dann übers Kälbereck zum Gipfel und nach ein bisschen Gipfelrast – mit jeder Menge Karwendelblick – hinunter zur Tölzer Hütte. Weil ich aus dieser Richtung zur Tölzer Hütte kam, war mir überhaupt nicht klar, dass hier die Hölle los war (sozusagen). Im Gebirge ändert sich nämlich nicht nur das Wetter scheinbar schlagartig, sondern auch die Menschendichte. Die Leute saßen rund um die Hütte herum im Gras, so voll war es. Wie sich herausstellte, war an dem Tag dort Bergmesse gefeiert worden. Es war nämlich auch das vermeintlich letzte Hüttenwochenende der Saison; nur, dass die Saison dann doch noch verlängert wurde.

Nun ja, der Trubel war mir dann doch ein bisschen viel, also bin ich schnell wieder abgezogen: auf halber Höhe zurück zur Moosenalm und dann über den Fahrweg zurück ins Tal.

 


 

 

Strecke: Es geht los am Wanderparkplatz in Rißtal, kurz hinter der Oswaldhütte auf der linken Straßenseite.

Innerhalb weniger Meter gehen zwei Anstiege zum Schafreuter und zu Moosenalm los, getrennt durch einen kleinen Bach: von talauswärts kommend, ist dies zunächst der Steig, kurz darauf (am größeren Parkplatz) der Fahrweg. Der Steig wird nicht mehr unterhalten, man kann seinen Einstieg aber aufgrund eines großen roten Pfeils noch gut finden. Es empfiehlt sich, über ihn nur noch bergwärts zu gehen, da er oft rutschig ist. Er führt lange Zeit und in zahllosen Kehren und Schleifen durch den schattigen Wald bergan, mal steiler, mal weniger steil. Schließlich erreicht man eine Lichtung, auf der man leicht den Weg verlieren kann (rechts halten), und überquert eine kleine Kuppe, hinter der man auf den Fahrweg trifft. Diesem folgt man wenige Meter und zweigt dann rechts auf Wegspuren ab (markiert und beschildert). Der Wald lichtet sich und bald trifft man auf die ersten Latschenkiefern. Hier wendet sich der Weg nach rechts in Richtung Tölzer Hütte, und einige Minuten später zweigt an einem Wegweiser der Weg zum Schafreuter links ab.

Der Aufstieg erfolgt nun zwischen den Latschenkiefern – bzw. zwischen Latschenkiefern und Abgrund -, mündet dann aber schon bald auf eine Hochalmfläche, wo es weiterhin in der Nähe des Abbruchs weiterhin bergan geht, den Gipfel immer im Blick. Zuletzt verengt sich der Grat auf ein paar Meter, und über ein paar Felsbrocken erreicht man schließlich den Schafreuter.
Vom Gipfel steigt man steil nach Südosten ab, zunächst durch zwei kurze Kletterstellen, dann zwischen den Latschen und über zahlreiche flache Felsplatten bis zur Tölzer Hütte.
Direkt an der Hütte entlang führt der Weg zurück zur Moosenalm am Hang entlang, zunächst mit wenig Höhenverlust, dann sogar noch einmal mit einem kurzen Gegenanstieg (5 Minuten) in ein kleines Joch und auf eine weite Hochfläche. Hier ist wieder Orientierungssinn gefragt: Auf Steigspuren, sehr sporadisch markiert, sollte man sich hier tendenziell nach rechts halten; auch dort, wo sich die Hochfläche teilt, hält man sich rechts. Am Waldrand findet sich dann wieder ein richtiger Weg, der zurück in den Bereich der Moosenalm führt. Von hier kann man über den Fahrweg, zurück ins Tal wandern.

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