Vorderunnutz – Plötzlich… Wildnis?

Steinberg
Auf der zunehmend schwierigen Suche nach Wegen, die ich noch nicht gegangen bin (und die zumutbar weit von München weg sind und meinen Fähigkeiten entsprechen), ist mir irgendwann aufgefallen, dass es einen Weg von Steinberg am Rofan zum Vorderunnutz gibt. Auf dem Vorderunnutz war ich zwar vor einigen Jahren schon mal, aber das war im Rahmen der zwar schönen, aber doch mühsamen Unnutz-Überschreitung. Der Weg von Steinberg war dagegen für mich bis auf den Abstieg vom Gipfel zum Kögljoch komplett neu.

An dem Tag war ich möglicherweise der einzige, der diesen Weg genommen hat. Jedenfalls ist mir unterwegs niemand begegnet, und während der Gipfelrast habe ich auch niemanden dort hinaufkommen sehen. Dabei ist der Weg eigentlich sehr interessant und irgendwie… wild. Anfangs geht es einfach nur durch Wald (sehr schön im Herbstlicht) über Fahr- und Karrenwege zu einer aufgebenen Alm. Aber hinter der Alm geht es in ein Latschenkiefer-Land, das so wellig ist, dass man fast nie mehr als die nächsten zehn Meter Weg sieht. Man fühlt sich wie abgeschnitten von der Welt. Dass der Weg, wie bei Latschengassen ja nun üblich, auch noch etwas ruppig ist, trägt noch dazu bei. Erst am Ende geht es dann wieder auf weite Bergwiesen, was dann aber auch angenehm ist.

Gut, als Rückweg hatte ich dann den langen Fahrweg zurück durchs Tal. Aber das ging erstaunlich schnell, und selbst da gab’s am Ende nochmal einen hübschen kleinen Steig zurück zum Kögljoch mit großartigem Rofanblick.
Herbst-Panorama am Rofan

 


 

 

Strecke: Vom Parkplatz am Gfaßkopflift geht es zunächst links auf einen Fahrweg, der sofort nach rechts abzweigt, den Lift quert und im Bogen durch den Wald hinaufführt bis zum Gfaßsattel. Hier zweigt ein weiterer Fahrweg nach rechts ab, der zumeist recht flach bis zu den Hütten der aufgegebenen Kotalm führt. (Bis hierher auch alternativ dazu auf einem Steig vom Waldhäusl aus.)

Wegspuren führen nun links an der Alm vorbei in ein kleines Joch. Dahinter beginnt nun ein Steig, bisweilen auch nur markierte Tritte im karstigen Fels, der sich leicht bis mäßig steigend durch die Latschenkiefern zieht. Schließlich verlässt man die Latschenzone und tritt auf eine Bergwiese, über die es weiter hinauf geht. Am Rücken trifft man auf den Weg, der von der Köglalm zum Unnutz hinaufführt und wandert auf ihm bis zum Gipfel.

Für den Abstieg bietet sich an, auf demselben Pfad hinabzusteigen bis kurz vor der Köglalm. Hier kann man beschildert nach links abkürzen und landet direkt am Kögljoch. Hier beginnt ein zunächst etwas ruppiger, später gut ausgebauter Fahrweg, der durchs Tal des Kögljochbachs zurückführt. In einer Kehre zweigt links ein Pfad ab, der über einen leichten Gegenanstieg auf einen weiteren Fahrweg führt, der schnell zurück zum Gfaßsattel führt. Ab hier geht es über den restlichen Aufstiegsweg zurück.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: