Hohe Munde – Fremdgesteuert, aber glücklich

Letztes Jahr wurde ich quasi „herausgefordert“, auf die Hohe Munde zu steigen. Ich unterhielt mich mit einem Kollegen übers Bergwandern, und um mein „Level“ zu schätzen, fragte er mich, ob ich schon mal auf der Hohen Munde gewesen sei (er kannte sich in der Gegend am besten aus). Ich musste das verneinen – aber wer mich kennt, weiß, dass das nun nicht allzu lange so würde bleiben können.

Ostgipfel IILetztes Jahr habe ich es trotzdem irgendwie nicht mehr geschafft. Die mindestens zu bewältigenden 1300 Höhenmeter bis zum Ostgipfel erschienen mir arg viel, und dann machte das Wetter ja auch nicht immer das, was es machen sollte. Gut, dieses Jahr war es mit dem Wetter noch schlimmer, aber zumindest hatte ich mir mit meiner vergleichweise epischen Kaisertal-Runde schon bewiesen, dass ich fit genug war. Und als ich dann noch las, dass irgendwelche Lawinenbauten (von denen ich bis dahin noch nichts gehört hatte) jetzt fertig waren und alle Wege wieder uneingeschränkt begehbar – da war kein Halten mehr.

From the Mists...Tatsächlich war das Wetter Sommer-2014-typisch gemischt: morgens war es noch schwer bewölkt mit Hochnebel (wie geplant), und als ich mich der Rauth-Hütte näherte, find es leise an, ein paar Tropfen zu regnen (nicht geplant!). Und auch als ich kurze Zeit später durch die Nebelschicht stieß, fand ich nur ziemlich viele weiter Wolken weiter oben am Himmel vor. Das erwies sich aber als ganz hilfreich, denn ich weiß nicht, ob ich den langen, exponierten Anstieg durch die Latschen und später über den Fels wirklich geschafft hätte, wenn bei 20° die Sonne gebrannt hätte. Und es hörte auch schon bald zu regnen auf, und der Fels war schnell wieder trocken. So ging es dann ganz gut voran, und nach gut drei Stunden war ich am Ostgipfel. Der ist zwar ziemlich vollgebaut mit Lawinenschutz und einer Funkstation, aber er ist so breit und ausladend – fast schon eine Hochfläche -, dass man mit ein bisschen Hin- und Herbewegen des Rastplatzes trotzdem tolle Blicke ins Gaistal und ins Inntal und ins Karwendel hat!

Vor dem Weiterweg zum höheren Westgipfel bin ich dann aber doch zurückgescheut, weil das Wetter nicht ganz astrein war – und auch um ehrlich zu sein, weil ich fand, dass ich genug geleistet hatte.
The Big Picture: Zugspitze/Gaistal

 


 

 

Strecke: Vom Parkplatz geht es über einen Forstweg nach Norden (Beschilderung „Rauthhütte“), dann nach links auf einen weiteren Forstweg. Bald wird es merklich steiler, bevor man schließlich die Rauthhütte erreicht.

Hinter der Hütte geht es zunächst noch kurz auf einem Fahrweg weiter hinauf, bevor dieser in einen Steig mündet, der sich nun zunächst durch Latschenkiefern, später dann über Gras und zunehmend steinige, bisweilen geröllige Hänge hinaufzieht. Schließlich wird das Gelände flacher und man wandert nur noch mit wenig Höhengewinn zum Ostgipfel.

Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg.

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