Berliner Hütte – Die letzten 20 Minuten

Das meiste, was man über den Weg zur Berliner Hütte aus dem Zamser Grund sagen kann, habe ich eigentlich vor zwei Jahren schon hier gesagt. Um es zusammenzufassen: Ja, es ist ein langer Fahrweg, aber es passiert landschaftlich erstaunlich oft etwas, so dass einem der Weg trotzdem nicht lästig wird. (Zumindest nicht im Aufstieg.)

Großer MöselerLetztes Mal hatte ich es allerdings nur bis zur Alpenrosenhütte geschafft. Diesmal haben wir dagegen auch die Berliner Hütte erreicht; es sind auch wirklich nur zwanzig Minuten mehr. Die ist schon imposant, allein von der großzügigen Architektur her. Und, klar, sie steht auch nur auch gut 2000m Seehöhe und ist fast bis zuletzt über einen – wenn auch im hinteren Teil abenteuerlichen – Fahrweg versorgbar. Aber dadurch, dass sie rein in Kilometern so fern der sonstigen Zivilisation und so nah an den Gletschern und alpinen Gipfeln der Zillertaler Alpen steht, wirkt sie total bizarr – fast wie ein Außenposten, ein Fort an der Grenze zur Wildnis.

Est. 1879Absolut empfehlen kann ich übrigens, einmal die etwas längere Variante zwischen Berliner Hütte und Alpenrosenhütte zu gehen, egal, ob im Auf- oder Abstieg. Dazu steigt man (im Aufstieg) in Richtung Schönbichler Horn auf der gegenüber liegenden Talseite auf und zweigt auf der alten Moräne des Waxeggkees nach links zur Berliner Hütte ab. Dadurch gibt es noch einmal einen völlig anderen Blick (unter anderem zur Zsigmondyspitze), und direkt unter der Berliner Hütte trifft man auf faszinierende Schliffböden, ganz glatte Felsplatten, über die man läuft.

Aufgefallen ist mir am Rande übrigens, dass der Parkplatzwächter in Breitlahner ganz selbstverständlich davon ausging, dass wir zur Berliner Hütte wollten. Offenbar ist es wirklich selten, dass Leute von Breitlahner aus zum Friesenberghaus gehen – so wie ich letztes Jahr

 


 

 

Strecke: Vom Parkplatz in Breitlahner aus geht es zunächst in gemächlicher Steigung durch den Zemmgrund bis zur Schwemmalm. Hier wird der Fahrweg nun etwas steiler und zieht sich mit gelegentlichen Serpentinen weiter hinauf zur Grawandhütte und zu den Almböden der Grawandalm. Hier wird der Fahrweg nun schmaler und zieht sich am Hang entlang bis zur Alpenrosenhütte. Hier der Hütte beginnt ein überwiegend mit großen steinernen Platten ausgebauter, leichter Pfad hinauf zur Berliner Hütte.

Sehr lohnend ist eine kleine Variante beim Abstieg: Zunächst über die Gletscherschliffplatten hinab in Richtung Schönbichler Horn, dann über eine kleine Nase hinauf, bis man auf den direkten Weg von der Alpenrosenhütte zum Schönbichler Horn trifft. Diesem folgt man wieder hinunter zur Hütte. Von dort geht es auf dem Anstiegsweg zurück.

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