Breiteggern – Sättigung erreicht

Kann es jetzt bitte mal für eine Weile aufhören zu regnen? Die Siebenschläfer-Sache sollte für diesen Sommer doch inzwischen eigentlich durch sein, oder?

Jedenfalls hatten wir neulich Sättigung erreicht – die Sättigung des Erdreichs mit Wasser. Ich glaube, ich bin noch nie so eine durchwegs matschige Tour gegangen wie die Besteigung der (des?) Breiteggern in der hinterstein Wildschönau.

Panorama Südost

Ich glaube, das kann eine sehr nette Tour sein, auch wenn man dabei quasi „gefangen in den Kitzbüheler Alpen“ ist: Die Breiteggern ist mit 1981m einfach nicht hoch genug, um allzuviel Blick auf die Gipfel zuzulassen, die jenseits ihrer direkten Nachbarn liegen. Aber solche grünen Grasberge können ja auch mal ganz schön sein.

Und auch sonst: die Tour hat einen Wasserfall zu bieten – tief im Wald wie so oft, aber trotzdem ganz hübsch anzusehen; ein paar Alpenrosen; einen durchaus ordentlichen Gipfel plus zwei „Vorgipfel“, von denen einer sogar Wildkarspitze heißt (aber nicht so aussieht); und beim Abstieg über die Nordwestflanke auch noch einen durchaus wildromantischen Bergbach.

Aber diese Unmengen an Schlamm… die haben mich schon ein bisschen fertig gemacht, und zwar im wahrsten Sinne. Trotz der nur ca. 700 Höhenmeter war ich ganz schön k.o. – wahrscheinlich, weil man bei jedem Tritt extra aufpassen musste, um nicht bis zur halben Wade einzusinken. Kostet auch Energie, sowas.

 


 

 

Strecke: Zunächst geht es über die Fahrstraße taleinwärts, bis rechts ein an einem Wegweiser (Sonnjoch) ein Steiglein abzweigt. Es führt schnell auf alte Fahrspuren, die sich in Richtung Talschluss ziehen und schließlich in einen steileren Steig münden. Der führt am Wasserfall vorbei und endet in einer etwas sumpfigen Hochfläche. Man erreicht schließlich wieder die Fahrstraße, der man aber nur wenige Meter talwärts folgt.

Dann beginnt rechts erneut ein Pfad; kurz vorm Erreichen des Siedeljochs zweigt man links ab und geht in leichtem Auf und Ab unter nur langsamem Höhengewinn zunächst durch Latschen am Hengstkogel vorbei. Später zieht sich der Weg über Wiesen zur Breiteggspitze und über den Hügel der Wildkarspitze zur Breiteggern.

Der Abstieg erfolgt zunächst über den Nordwestrücken; bald führt der Weg aber in die Wiesen zwischen Breiteggern und Schwaigberghorn. Hinter einer Almhütte geht es bald links – weglos, aber ausgeschildert und markiert – an einem Bach entlang. Wo sich die Markierungen verlieren, führt bald ein neuer, leicht erkennbarer und markierter Weg nach links, überquert den Bach und zieht am Hang entlang, bis man den Fahrweg zur Breiteggalm erreicht. An der Alm geht man zwischen den Gebäuden hindurch und gelangt auf einen weiteren Pfad, der in einer einzigen, langen Kehre zurück zur Schönangeralm führt.

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