Montscheinspitze – Wo die Steinböcke arbeiten

Auf der Montscheinspitze bei Pertisau war ich schon einmal, im Frühsommer 2006. Das ist so lange her, dass es damals dieses Blog noch nicht mal gab. (Ich werde langsam echt alt; erwähnte ich das schon?) Da fand ich, dass es durchaus mal an der Zeit für eine Wiederholungstour sein könnte.

Diesmal bin ich allerdings „anders herum“ gegangen als damals – erst zum Schleimssattel hoch, dann zum Gipfel, und über den Plumssattel wieder ins Tal. Ich hatte mir davon erhofft, dass ich von den kniffligeren Passagen, an die ich mich noch erinnerte, diesmal mehr im Anstieg und weniger im Abstieg haben würde. Hätte ich mal meine eigene Tourenbeschreibung gelesen, dann hätte ich diese Theorie wohl wieder verworfen. Aber im Nachhinein glaube ich, dass sich die Kletterstellen auf beiden Seiten des Gipfels im Großen und Ganzen die Waage halten.

Ibex, Zero ZoomKurz bevor es bergauf so richtig ans Eingemachte ging, hatte ich aber eine Begegnung mit jemandem, der überhaupt keine Probleme mit dem Gelände hatte: Ein Steinbock sprang in vielleicht drei Meter Entfernung an mir vorbei und blieb dann auf einem kleinen Hügel vor mir in Pose stehen. Wow! So nah bin ich überhaupt noch nie einem Steinbock gekommen! Und ich schaffte es sogar, ihn zu fotografieren. (Auch wenn er mir immer nur seinen Hintern entgegen gestreckt hat. Aber da waren noch andere Wanderer etwas hinter mir; wahrscheinlich hat er die Pose für die optimiert und nicht für mich.)

Eine halbe Stunde später am Gipfel… hing der Steinbock immer noch völlig gelassen in unserer Nähe rum. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt. Wenn neue Wanderer zum Gipfel raufkamen, waren die ganz begeistert (so wie wir „Alteingesessenen“ eine halbe Stunde vorher), aber wir haben dann abgewiegelt: „Hmm? Ach so, ja, das ist Willi. Der hat jetzt gerade Mittagspause, aber wenn ihr darum bittet, posiert er später bestimmt für euch auf einem Felsen…“

Steinbock hin oder her, das Panorama vom Gipfel ist natürlich auch beeindruckend. Nicht so ganz viele ferne Gipfel, aber dafür ein sehr detaillierter Blick aufs östliche Karwendel.

Gipfelpanorama

Auf dem Weg zum Plumsjoch verdichteten sich dann die Wolken und ich bekam schon etwas Sorge vor Gewittern, aber dann… rissen sie wieder auf?! Und die Sonne schien, erbarmungslos. Besser als Gewitter, aber trotzdem wurde der Abstieg zur Gernalm doch etwas anstrengend in der Hitze – aber auch dadurch, dass man öfter mal vor Radlern davonspringen musste, die sich von der Ansage „Schiebestrecke“ nicht so recht beeindrucken ließen…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

 

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