Wenn der Hubschrauber kommt

Was ich noch nicht erwähnt habe: Vor zwei Wochen war ich (am Rande) an einer Hubschrauber-Rettung beteiligt. Jemand hatte sich verletzt (nicht lebensbedrohend), und ich war quasi als erster bei ihm. Ich hätte das Ganze hier gern detaillierter aufgeschrieben, aber das möchte ich nicht ohne das Einverständnis der Betroffenen machen – und leider habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Darum fasse ich mich mal kurz und gebe nur eine Übersicht über die Dinge, die ich dabei gelernt habe:

  • Wer den Notruf absetzt, muss bis zum Ende der Rettung vor Ort bleiben, egal was. Denn deine Rufnummer ist jetzt der einzige Kontakt, den die Retter zum Verletzten haben.
  • In medizinisch eher unkritischen Situationen wie dieser ist es vermutlich sinnvoller, die Bergwacht (140 in Österreich) anzurufen als den allgemeinen Notruf (144). So spart man sich ca. fünf Minuten, die es dauert, bis die Informationen von der Notrufzentrale zur Bergwacht kommen. (Hatte ich eigentlich auch so vor, habe aber peinlicherweise die Nummern verwechselt). (Andi korrigiert das in den Kommentaren, siehe unten.)
  • Rettungshubschrauber dürfen offenbar die Staatsgrenze kreuzen, danach aber nicht unbedingt alle Krankenhäuser anfliegen, sondern nur bestimmte. Und das sind nicht unbedingt die nächstgelegenen.
  • Wenn dann der Hubschrauber kommt und die Retter am Tau einfliegt, sollte man einen sicheren Stand haben, am besten hockt man sich hin. Sonst kann es passieren, dass man vom Abwind umgeworfen wird. Ähem.
  • Und: Während der Hubschrauber über einem schwebt, und das womöglich noch bei Pulverschnee, sollte man möglichst nicht mit bloßen Händen dastehen. Sonst ist das mit der Feinmotorik für eine Weile nicht mehr so weit her…
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2 Responses to Wenn der Hubschrauber kommt

  1. exilsteira sagt:

    In Österreich heißt das Bergrettung und nicht Bergwacht. Die Bergwacht ist eine Organisation der Bezirkshauptmannschaft und übernimmt den Naturschutz.

    Zumindest in Tirol ist es egal, ob man 140 oder 144 wählt: Bei beiden Nummern landet man in der Leitstelle Tirol, die dann die Rettungsorganisationen einbindet.

    Bevor der Hubschrauber kommt, alles (!) dingfest machen: Ski, Stöcke, Rucksack, … und unbedingt stehen bleiben, bis der Pilot das OK gibt. Im Winter seid ihr der einzige Bezugspunkt (Stichwort: Whiteout).

    • exilsteira sagt:

      Noch eine Ergänzung zu den Notrufnummern:
      Bevorzugte Nummer für Notfälle: Bergrettung 140
      Geht in Tirol auch: Rettung 144
      Schlechtere Alternative: Notruf 112

      Der 112er wird von der Polizei entgegen genommen und erst nach einem Vorgespräch an die Leitstelle vermittelt. Das bedeutet einen Zeitverlust in der Rettungskette. Wenn allerdings der (fehlende) Handyempfang nur einen 112er erlaubt, wird nix anderes übrig bleiben.

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