Feilkopf – Finale über den Wolken

Falzthurn-Panorama

Jeder Bergsommer geht irgendwann zu Ende. Aber dann kommt zum Glück ja immer noch der Bergherbst. Das einzige Problem dabei: Auch der endet irgendwann. Und dann kommt der Winter. Früher war das für mich eine relativ scharfe Zäsur: vorher Wandern, nachher Skifahren. Man erkennt das vielleicht noch, ähem, im Namen dieses Blogs und der Website. Inzwischen traue ich mich auch im Winter zu Fuß nach draußen, manchmal sogar mit Schneeschuhen.

Aber auch wenn der Übergang daher heutzutage bisweilen fließend ist – ich kann für mich selbst genau sagen, wann der Herbst vorbei ist und der Winter beginnt. Darum war diese Wanderung zum Feilkopf über dem Achensee, obwohl schon ordentlich Schnee lag, das Saisonfinale.

Der Feilkopf an sich ist natürlich kein sonderlich beeindruckender Gipfel. Von allen erwanderbaren Bergen um den Achensee herum ist er vermutlich der unscheinbarste; deswegen war ich auch vorher noch nie oben. Aber für diesen Tag Mitte November mit Schneelage bis ca. 1200m herunter, aber einer Wolkendecke bis auf 1400m herauf, bot er sich nun endlich an: ein weitgehend baumloser Gipfel von 1562m, leicht zu erreichen, relativ isoliert stehend, also mit vielversprechendem Panorama.

Und ich glaube, es war nicht nur der perfekte Gipfel für diesen Tag, sondern auch der perfekte Tag für diesen Gipfel. Das Wolkenmeer erstreckte sich hier, wenn schon nicht ringsum, so doch in vier verschiedene Täler.  Außer mir war kaum jemand hier oben, am Gipfel war ich allein – ein fast schon meditatives Erlebnis.

Rising from the MistsAllerdings: Es ist zwar wunderschön, von oben auf das Wolkenmeer zu blicken. Das ist einfach schön anzusehen, und es hat auch etwas (um mal ehrlich zu sein), hoch droben in der Sonne zu sitzen, wenn der Rest der Bevölkerung unter der Wolkendecke rumhängt.  Aber der beste Moment kommt trotzdem schon eher: Wenn man die Obergrenze der Wolkenschicht erreicht und einen die ersten Sonnenstrahlen treffen, wenn man aus dem Nebel hervortritt und zum ersten Mal wieder auf die Landschaft blicken kann, die sich im Dunst abzeichnet… das ist nicht zu schlagen.

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