Sonnjoch – Der Sommer ist gerettet


Blick zum Lamsenjoch

… und dann war es an der Zeit, mir selbst zu beweisen, dass ich doch nicht so ein Waschlappen bin, sondern durchaus auch in dieser Sommersaison eine größere Tour bewältigen kann. Das Ziel: das Sonnjoch im Karwendel. Erwartete Höhenmeter: gut 1200m. Rauf und auch wieder runter. Wegbeschreibung laut mehreren Internetquellen: nicht so ganz ohne.

Nun ja. Im Nachhinein muss ich sagen: Es stimmt schon, „ohne“ ist der Aufstieg über den Bärenlahnersattel tatsächlich nicht – aber die ja doch sehr abschreckenden Warnungen, die man so findet, sind vielleicht doch ein bisschen überzogen. Es klingt in vielen Quellen so, als müsse man vom Sattel bis zum Gipfel (also 400 Hm lang) praktisch durchwegs klettern. So ist es aber wahrhaftig nicht: Die Stellen, an denen man die Hände zur Hilfe nehmen muss, machen zusammen vielleicht fünf Minuten aus. Am unangenehmsten war für mich eine Stelle ab ca. 2150m, an der der Weg ca. 80 Hm lang über die schlimmste Art von Geröll führt – die Art, wo man bei jedem Schritt vorher nicht sagen kann, ob man vorankommen oder doch eher zurückrutschen wird. Vor allem wegen dieser Stelle war ich auch ganz froh, auf dieser Seite rauf und nicht runter zu gehen.

Allerdings sind weite Teile des Weges tatsächlich stark ausgesetzt, inbesondere ab dem Sattel – das will ich nicht bestreiten. Wer damit Probleme hat, sollte also wirklich lieber über die Westseite auf- und absteigen.

Tja, was soll ich zum Gipfel sagen? Das Panorama ist absolut umwerfend. Wegen des Dunstes reichte der Blick leider nicht so ganz bis zum Hauptkamm, aber schon der Nahblick auf die schroffen Karwendelgipfel in der Umgebung – und den Rofan hinterm Achensee – reicht völlig aus, um ganze Stunden der Gipfelrast zu füllen. Wenn man doch nur ein bisschen mehr Zeit hätte…

Der Abstieg über den Gramai-Hochleger ist nun im Vergleich zum Aufstieg eher eintönig, aber zumindest kommt man recht gut voran. Und es ist definitiv ein Vorteil, dass man am Hochleger nochmal eine Pause einlegen und nötigenfalls den Wasservorrat für den Rest des Wegs auffüllen lassen kann.

So müssen Bergtage sein.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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