Bergwinter: Gröbner Hals


Bächental, Karwendel

Upps, fast vergessen: Schon vor zwei Wochen war ich am Gröbner Hals. Für alle, die den nicht kennen: Das ist ein breites Joch am Ende des Unterautals westlich von Achenkirch.

Ich sollte vorausschicken, dass ich inzwischen zwar Schneeschuhe besitze, um auch im Winter mehr in die Berge gehen zu können. Aber die Tourenplanung fällt mir so viel schwerer als im Sommer: Was ist mit der Lawinengefahr? Welche Wege sind geräumt, wo brauche ich die Schneeschuhe? Also gehe ich im Winter nach Buch (wenn überhaupt), was mir als selbsterklärten Outdoor-Freak irgendwie peinlich ist. Aber hey, besser als gar nicht rauszugehen.

Das Buch schlug also den Gröbner Hals als leichte Schneeschuhtour vor, und es lag nicht so falsch. Der größte Teil der Tour führt über einen Fahrweg durch den Wald. Der Weg war auch schon ordentlich plattgetreten, aber ab ca. der Hälfte waren die Schneeschuhe dann doch nützlich, weil man sonst auch in den komprimierten Schnee noch einsackte. Ab der Gröbner Alm dagegen geht es dann über etwas steilere Almflächen bis zum Joch. Und ich muss sagen, für eine „leichte“ Tour hat mich das ganz schön geschlaucht – so sehr, dass ich auf den kleinen Hügel neben dem Joch dann gar nicht mehr geklettert bin. Aber der Blick vom Joch ins Bächental war definitiv die letzte Anstrengung wert.

Nicht recht verstanden habe ich allerdings die vielen Skitourengeher, die auch da waren: Die hatten vielleicht für fünf Minuten eine schöne Abfahrt über die Almhänge, aber danach nur einen endlosen Ziehweg zurück nach Achenkirch. Gibt es da nicht lohnendere Ziele?

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