Fleischbank – Die lustigsten Namen zum Schluss


Johannestal-Panorama

Ja, ich war auf der Fleischbank. Das klingt entweder unspezifisch versaut oder aber nach einem Ort, den Vegetarier hassen dürften. Tatsächlich aber ist er nur der etwas kurioser Name eines Berges. Im Nachhinein habe ich gelernt, dass es sogar zwei Berge dieses Namens gibt und der andere der berühmtere ist. Also will ich präzise sein: Ich war auf der Fleischbank im Karwendel.

Und es war toll – genau der richtige Berg für die Jahreszeit. Der Aufstieg ist fast ausschließlich südseitig ausgerichtet und führt nur bis knapp über die 2000-Meter-Marke, so dass ich nicht mit allzu viel Schnee kämpfen musste. Wobei: Ein bisschen aufpassen musste man schon, dort wo der Grat nach Norden ausgesetzt ist und sich im Schatten der Latschenkiefern doch eine vielleicht einen Zentimeter hohe trockene Schneeschicht auf den Wurzeln und Steinen hatte halten können.

Hier am Grat ist vermutlich auch die Einstufung des Wegs als „schwarz“ (schwierig) passiert, obwohl schwindelfreie Geher auch hier eigentlich kein Problem haben dürften. Der Rest des Wegs besteht nämlich aus unzähligen sanften, relativ flachen Serpentinen, die zu großer Höhenmeter-Leistung anspornen.

Und dann kommt man zum Gipfel – dessen Kreuz aus diesmal wirklich nicht nachvollziehbaren Gründen etwas unterhalb des höchsten Punktes steht. Und auch hier machte sich der November-Vorteil wieder bemerkbar: Bist du südseitig hochgestiegen, hast du meistens einen guten Blick auf Nordwände – die bereits hübsch angezuckert sind. Im konkreten Fall waren das die Nordwände der Karwendelberge (wie man im Foto sieht).

Der Nachteil im November ist dagegen, dass die Tage vergleichsweise kurz sind. Darum habe ich auf die große Schleife über den Grasbergsattel schweren Herzens verzichtet und nur den kleinen Umweg über die Schönalm genommen (die inzwischen bis auf die Grundmauern verfallen ist). Kann man machen, bringt aber jetzt nicht so wahnsinnig viel, muss ich in der Rückschau sagen.

Und fast hätte ich dann beim Abstieg sogar noch so eine Art Sonnenuntergang am Berg gehabt. Aber das De-facto-Verschwinden der Sonne hinter den Karwendelspitzen gegen 15 Uhr war dann doch etwas zu früh am Tag, um wirklich prächtig zu sein.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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