Mitterlochspitze & Falbanairspitze – Zwei Berge, kein Weg


Falbenairspitze (links vorne)

Und damit kommen wir zur Falbanairspitze (auch Valbenairspitze, Falbenairspitze, Punta di Val Bennaria). Wobei genau das nicht so ganz einfach war, und das lag nicht so sehr an den unterschiedlichen Schreibweisen.

Ich fuhr also ins Langtauferer Tal und mit dem Sessellift nach Maseben. Und dann stand ich mit meiner Kompass-Karte, einem Ausdruck der Kompass-Südtirol-DVD und meinem Garmin-Transalp-GPS da und alle drei zeigten unterschiedliche Wegverläufe. Und, wie sich herausstellen sollte: Keiner von den dreien stimmte. (Aber falls es jemand nachmachen will: Die Online-Karte bei kompass.de sieht ziemlich korrekt aus.)

Und auch die Beschilderung vor Ort lässt etwas zu wünschen übrig. Ich habe den Wegweisern vertraut und bin folglich relativ schnell im weglosen Wiesengelände gelandet. Aber das Falbanairtal ist im unteren Bereich auch ohne Weg relativ einfach zu durchschreiten und auch weithin überblickbar, also alles noch kein Problem. Und irgendwann tauchten auch wieder (sehr sporadisch) Markierungen auf. Nur führt dieser „Weg“ gar nicht zur Falbanairspitze, sondern zur Mitterlochspitze, wie mir irgendwann klar wurde. Naja, dachte ich mir, ist ja vielleicht auch ein schöner Gipfel.

Das stimmt auch. Bloß, der Anstieg aus dem Falbanairtal zum Grat, der die beiden Gipfel verbindet, ist extrem lästig – matschig-sandiges Geröll im äußerst steilen Gelände. So richtig Lust, dort wieder abzusteigen, hatte ich nicht. Aber der Übergang zur Falbenairspitze sah aus der Entfernung machbar aus, also bin ich einfach – wenn auch diesmal ohne Markierungen – hinübergekraxelt. (Der Trick ist der: Wo die Markierungen den Grat verlassen und in den Schotter führen, einfach am Grat bleiben und über ihn in die kleine Scharte absteigen. Der Aufstieg geht dann auch mehr oder weniger am Grat entlang.)

Die Aussicht hier oben ist toll: Ganz nah sind viele der Ötztaler Alpen mit ihren Gletschern, nach Süden und Westen dagegen reicht der Fernblick teilweise bis tief in die Westalpen hinein.

Der Abstieg war dann zwar auch nicht so toll – am unteren Ende dieser Route steht auf einem Felsen in riesigen Lettern „WEGLOS“ -, aber immer noch hundertmal besser als durch den Schotter an der Mitterlochspitze.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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