Rosenjoch – Die Rückkehr des Staunens


Navistal

Wenn ihr meinem kleinen Blog schon länger folgen solltet, dann wisst ihr ja, dass ich viel in die Berge gehe. Sehr viel sogar. Und ich muss zugeben, dass das vielleicht manchmal auch unangenehme Spuren bei mir hinterlässt, und damit meine ich nicht nur Muskelkater. Manchmal habe ich das Gefühl, die Großartigkeit der Alpen inzwischen nur noch hinzunehmen – dass ich sie objektiv erkennen, aber emotional immer seltener zu schätzen weiß. Die Berge sind halt da. Sehen hübsch aus. Wie immer halt.

Manchmal ist es für mich schon fast nur noch Sport und nicht mehr das große Naturerlebnis, wenn ich in die Berge gehe.

Umso schöner (und irgendwie auch beruhigender) war es für mich, dann doch mal wieder eine Tour zu gehen, die mich so richtig zum Bestaunen und Bewundern und einfach nur Toll-Finden gebracht hat. Ein Tag, wo ich am Gipfel stand und eigentlich partout nicht mehr weg wollte, und wo ich später vom Tal aus zurückgeschaut habe und mir fast ein kleiner Stich durch den Leib ging, dass ich nicht mehr da oben war.

Das war am Rosenjoch in den Tuxer Alpen. Das Rosenjoch ist ein bisschen ein Geheimtipp, weswegen ich erst gezögert habe, es hier im Blog in solch höchsten Tönen zu loben. Aber erstens findet man die Tour mit ein bisschen Stöbern durchaus auch jetzt schon im Internet, zweitens wird es der Berg schon überstehen, wenn die, ähm, Dutzenden Leser dieses Eintrags auf ihn losstürmen, und drittens: Wozu habe ich dieses Blog, wenn nicht, um meine Begeisterung zu teilen?

(Und vielleicht ist meine Begeisterung für diesen Gipfel auch total subjektiv, also schlagt mich nicht, wenn ihr tatsächlich hinfahren solltet und den dann doof findet.)

Der Trick beim Rosenjoch ist also, dass man für 4 Euro über die Schotterstraße von Volderberg ins Voldertal fahren kann, was aber außer Einheimischen offenbar kaum jemand macht. Vom Parkplatz Nösslach aus kommt man über die hübsche Gwannschafalm (wirkt verlassen, aber mit jeder Menge Schafe!) und danach ein paar Felsbrocken zum Gipfel hinauf. Da hat man dann ein Fast-Rundum-Panorama aufs Karwendel, die Stubaier Alpen, die Zillertaler Alpen…

Und dann kann man noch zwei kleinere Gipfel mitnehmen und zum Navisjöchl absteigen. Dabei öffnet sich das hintere Navistal unter einem. Dessen sattes Grün unterm Fels und Eis der Tuxer Gletscher – noch mehr schöne Aussicht (siehe Foto)!

Ein paar Fernwanderer hat es hier – der Weg von der Lizumer zur Glungezer-Hütte verläuft hier entlang – und, wie gesagt, ein paar Einheimische, aber ansonsten ist es erstaunlich und völlig unverhältnismäßig ruhig. Bisher…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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One Response to Rosenjoch – Die Rückkehr des Staunens

  1. Stefanie sagt:

    Schöner Bericht!!

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