Rehleitenkopf – Abenteuerliche Langeweile


Schafe auf der Alm

Okay, das war mal eine ganz merkwürdige Tour. Ich wollte zum Rehleitenkopf, aber weder „hintenrum“ von der Sudelfeldstraße aus noch über den Normalweg über die Hohe Asten – das sollte mein Abstiegsweg werden. Aber auf der Karte war ja noch eine Möglichkeit eingezeichnet. Und das lief dann so:

Teil 1: Explosiv. Vom Wanderparkplatz in Flintsbach geht es erstmal in einen Steinbruch bzw. unterhalb dessen. Hier stehen zwar Wanderwegweiser (wenn auch nicht zu meinen Zielen), aber außerdem auch Schilder mit „Betreten des Steinbruchs verboten, Lebensgefahr“. Nun ja, da ich nicht zu den angeschlagegen Sprengzeiten unterwegs war, habe ich es mal gewagt. Später standen da dann auch noch Wanderbänke, ein Wasserfall war mit einem Steig erschlossen… hatte ich da jetzt lang gehen dürfen oder nicht?

Teil 2: Wald. So richtig als Wanderweg gedacht ist dieser Aufstieg jedenfalls nicht, denn jetzt geht es in den Wald (hübsch mit vielen kleinen Bächen) – und von einer unbeschilderten Fahrwegskreuzung zur nächsten. Zum Glück hatte ich mein GPS dabei (auf der gedruckten Karte sieht es so aus, als gäbe es nur den einen Weg); trotzdem musste ich mich einmal auf einem seit Jahrzehnten aufgegebenen Karrenweg durchs hüfthohe Gras kämpfen. Der Vorteil: Außer mir war hier kein Mensch unterwegs.

Teil 3: Wo ist der Gipfel? Nach einer ganz hübschen, aber monströs großen Almfläche geht es… wieder in den Wald? Aber nur für zwei Minuten, dann ragt der Gipfel zehn Meter aus dem Wald heraus. Zumindest nach Osten (schöner Blick zu Sudelfeld und Wendelstein), nach Westen stehen die Bäume im Weg.

Teil 4: Der Mob. Ausgeschildert war natürlich weiterhin nichts, aber ich habe dann den Abstieg zur Hohen Asten trotzdem gefunden… und stand mit einem Mal mitten im touristischen Kerngebiet. Auf dem Rückweg zum Auto kamen mir Dutzende Menschen entgegen, die bestimmt alle noch nie was vom Rehleitenkopf gehört hatten und sich wunderten, warum ich denn so verschwitzt und müde wirkte…

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