Heiliggeistjöchl


Zillergründl

Manchmal gibt es Touren, deren Machbarkeit stark von den Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmitteln abhängt. Zum Beispiel ist die Tour vom Penken zum Rastkogel und weiter durchs Sidantal total schön, aber immer ein bisschen hektisch, weil man morgens von der ersten Fahrt der Seilbahn und nachmittags vom letzten Bus abhängig ist.

So ähnlich ging es mir auch am Zillergründl. Der erste Bus kommt um 9:30 Uhr an der Staumauer des Speichersees an, der letzte fährt wieder um 17:30 Uhr. Dazwischen sollte man alles erledigt haben. (Es sei denn, man ist so ein toller Hecht, dass es einem nach acht Stunden Wandern auch nicht ausmacht, nochmal 400 Höhenmeter nach Bärenbad abzusteigen. Oder vorher aufzusteigen. Beides keine ideale Option für mich.)

Aber ich wollte unbedingt wenigstens einmal diesen Sommer „so richtig“ in die hohen Berge, bis zum Hauptkamm.

Daher also trotz allem volles Programm: Am Stausee lang zur Hohenaualm und dann weiter bis zum Schönangerl, einer großen flachen Wiese im hintersten Zillergrund. Bis hierhin haben sich den Sommer über offenbar tatsächlich noch Kühe herumgetrieben, obwohl es ziemlich weit weg von der Almhütte liegt… Da stand ich dann und hatte schon weite Teile der 2:45 Stunden aufgebraucht, die mir laut Wegweisern bis zum Heiliggeistjöchl zustanden. Aber ich war ja sooo nah dran… also weiter. Am Ende habe ich gut 3 Stunden gebraucht, lag also schon mal hinter dem Zeitplan.

Das Heiliggeistjöchl selbst: wunderschön, mit Blick ins Ahrntal, so ähnlich wie vom Hundskehljoch, wo ich ja auch ganz begeistert war. Hat sich definitiv gelohnt.

Im Abstieg dann gab es die Möglichkeit, einen Abstecher über die Plauener Hütte zu machen. Davon versprach ich mir weniger Klettern über grobe Felsblöcke. Der Nachteil: angeblich dauert es drei Stunden allein bis zur Hütte. Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich mir den letzten Bus gleich mal abschminken können. Aber völlig zu Recht habe ich dem Wegweiser nicht geglaubt und stand nach 1:50 Stunde auf der Terrasse der Plauener Hütte.

Am Ende hatte ich dann noch ein Polster von 15 Minuten und war ziemlich fertig, aber Spaß hat’s trotzdem gemacht.

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.

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