Heuberg


Vier Kühe am Horizont

Ich hatte am Sonntag partout keine Lust, mich hauswirtschaftlichen Tätigkeiten hinzugeben oder – Gott bewahre – noch Reste vom Umzug aufzuarbeiten, aber mir war auch klar, dass mich meine neue Wohnung den ganzen Tag über vorwurfsvoll angucken würde, wenn ich einfach nur rumlungerte. Also habe ich mich trotz des mäßig bis mies vorhergesagten Wetters doch nochmal auf den Weg gemacht.

Ich habe das als „Explorationstour“ eingestuft. Das mache ich manchmal, wenn ich schon von vornherein erwarte, dass aus dem Tag so richtig nichts werden kann. Dann war ich eben nicht unterwegs, um Spaß zu haben, sondern um eine neue Gegend zu erkunden. (Manchmal funktioniert dieser kognitive Trick sogar.) Und neue Gegend zu erkunden habe ich momentan eigentlich genug.

Also: Es war schon ziemlich spät, und ich wollte nicht zu lange unterwegs sein, um die Vom-Regen-getroffen-werden-Chancen möglichst klein zu halten. Nach kurzem Suchen bin ich dann auf den Heuberg am Rand der Chiemgauer Alpen gegangen. Die Tour war okay, auch wenn der Aufstieg von den Daffneralmen unheimlich erodiert und ausgewaschen ist (der Gratweg von Nordwesten, über den ich abgestiegen bin, war deutlich angenehmer). Ist aber auch kein Wunder, wenn schon an Nebel- und Sprühregentagen solche Menschenmassen dort unterwegs sind!

Ich glaube, beim Sonnenschein sehen die mich da so schnell nicht wieder – da verlosen sie vermutlich Stehplätze…

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