Kreuzeck – Zeitverzögerter Niederschlag

18. Mai 2012

Am Kreuzeck

Am Feiertag wollte ich, vor allem auch angesichts des Schneefalls der letzten Tage, nur mal kurz raus. Keine ausladende, lange Tour oder sowas. Also entschloss ich mich, einfach kurz zum Kreuzeck raufzulaufen und dann mit der Seilbahn wieder herunterzufahren. Sollte es mich überkommen, könnte ich ja noch einen kleinen Abstecher zum Osterfelderkopf machen (die Alpspitzbahn fährt ja noch nicht).

Der Aufstieg war insofern ganz interessant, als man gerade auf den zahlreichen Pistenquerungen den Weg unterm Schnee nicht mehr unbedingt erkennen konnte. Und weiter oben zwischen Tröglhütte und Kreuzalm habe ich den Steig mit den ganzen literarischen Zitaten genommen (hat der einen Namen?), da lag noch so viel Schnee, dass man durchaus ein bisschen aufpassen musste. Spannende Sache.

Aus dem zweiten Teil des Plans wurde dann nichts, denn die Seilbahn war kaputt. Also habe ich mir meine Kräfte lieber für den Abstieg durch den Schnee gespart. Durch eine kleine Schleife in Richtung Hausberg konnte ich das aber alles “entschärfen”, und so ich mehr zu Tal gebummelt als gestapft.

Nur eins hatte ich nicht bedacht: Im mittleren Teil des Wegs schmolz gerade der Schnee auf den Bäumen rapide. Und tropfte. Und so bin ich so nass geworden wie noch nie zuvor bei sonnigem Wetter…


Wiener Neustädter Hütte – Die richtige Richtung macht’s

8. August 2011

Zur Zugspitze

Eigentlich wollten wir in die Ammergauer, aber weil das Wetter in Richtung Wetterstein besser aussah (höhö), sind wir stattdessen weitergefahren nach Ehrwald, und so kam ich wieder einmal zur Wiener Neustädter Hütte. Nur waren wir diesmal so schlau, die Tour andersherum zu gehen (erst in Richtung Eibsee, Abstieg durchs Gamskar), so dass man die kniffligen Stellen im Anstieg hat. Das hat die Tour gleich sehr viel angenehmer gemacht (auch wenn natürlich am Ausgangspunkt mal wieder gleich gar nichts ausgeschildert war).

Die Wolken haben sich dann aber auch in Zugspitznähe nie ganz verzogen, was leider den Panoramablick ein bisschen getrübt hat – andererseits aber auch einigermaßen stimmungsvolle Bilder in Richtung Gipfel ermöglicht hat. Und dann haben der Wirt und seine Kumpel noch die Gitarre hervorgeholt und reihum musiziert (hauptsächlich aus dem Repertoire von Rainhard Fendrich). Das war zwar irgendwie vage nett anzuhören, aber wir haben uns dann doch lieber verdrückt, bevor noch jemand auf die Idee gekommen wäre, uns aktiv einzubeziehen…

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Wangalm – Wurziger Steig

24. Mai 2010

Oberreintalschrofen | Scharnitzspitze

In Leutasch war ich schon ewig nicht mehr, und gewandert bin ich da überhaupt noch nie, soweit ich mich erinnern kann. Aber jetzt! Die haben da einen südseitigen Steig, der auch gleich noch in zwei Varianten mit verschiedenen Höhenlagen kommt – also genau das richtige!

Die Leutasch (das wäre dann die Hochfläche im Tal; ein Dorf namens Leutasch scheint es nicht zu geben) ist echt schön, um damit mal anzufangen. Leider war das Wetter nicht ganz so gut wie erwartet, so dass die Panoramablicke nicht ganz so grandios ausfielen. Aber die Landschaft? Trotzdem top.

Der Weg zum Wangalm war okay. Ich weiß nicht, warum die ersten beiden (perfekt benutzbaren) Abschnitte, auf denen man den Fahrweg abkürzen kann, nicht ausgeschildert sind. Ich bin schon viel schlechtere Wege gegangen, die nicht aufgelassen waren. Ich würde also jedem Nachahmer empfehlen, diese Steigabschnitte zu nutzen. (Der dritte ist dann auch ausgeschildert.)

Hinter der Wangalm bin ich noch ein bisschen weiter raufgegangen in Richtung Südwandsteig, aber erstens sah das Wetter nicht so toll aus, zweitens lag schon noch viel Schnee unter meinen Füßen, je höher ich kam… und drittens war da eine Wächte in meinem weiteren Weg, die ich schon von weitem sehen konnte. Und ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich die überqueren sollte… durchbuddeln vielleicht? Also bin ich umgedreht und über den “Wurzigen Steig” (= Waldweg mit ein paar Wurzeln) im nicht ganz so großen Bogen wieder abgestiegen.

Im Gaistal hat man dann ab der Hämmermoosalm das “Problem”, dass sich die Horden an Halbschuhtouristen fragen, wieso man denn wohl so verschwitzt aussieht… aber was wissen die schon!


Partnachklamm – Eckbauer

1. Mai 2010

Partnachklamm

Eigentlich wollte ich heute, wo der Wetterbericht ja nicht so wahnsinnig tolle Bedingungen vorhergesagt hatte, zu den Kuhfluchtfällen in Farchant. Aber als ich dann so am Ausgangspunkt stand, fand ich das doch ein bisschen läppisch. Und so bin ich noch ein Stück weitergefahren und hab am Ende was gemacht, was eigentlich noch viel läppisch-sandalentouristischer ist, aber mir irgendwie auf meiner “Karte” noch fehlte:

Ich bin durch die Partnachklamm gelaufen und dann zum Eckbauer rauf, um mit der altersschwachen und/oder historischen Seilbahn wieder runterzufahren.

Von der Partnachklamm hatte ich irgendwie schon mehr erwartet. Die benachbarte Höllentalklamm fand ich jedenfalls damals weitaus spektakulärer. Und wenn man schon einen Weg in den Fels sprengt: Könnte man den dann nicht wenigstens ausreichend hoch machen, so dass man nicht ständig gebückt laufen muss?

Den Eckbauer kannte ich im Prinzip schon, aber die putzige Seilbahn habe ich heute das erste Mal benutzt. So richtig retro fand ich die aber auch nicht… eigentlich einfach nur alt…


Wiener Neustädter Hütte

5. September 2009

Zugspitzbahn & Daniel

Wenn man “Wiener Neustädter Hütte” googlet, dann findet man auf der ersten Seite der Ergebnisse jede Menge Hüttenlisten und -datenbanken und dazwischen drei Tourenbeschreibungen für den Zustieg von Ehrwald auf die Zugspitze. Das stimmt auch, bei diesen Touren kommt man an der Wiener Neustädter Hütte vorbei. Was Google aber völlig übersieht (und damit wohl auch die meisten Menschen):

Die Wiener Neustädter Hütte ist selbst eigenlich auch schon ziemlich perfekt als Tagesziel.

Wenn man von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn aus durchs Gamskar aufsteigt und über den (zugegeben stellenweise etwas unangenehmen) Steig Richtung Eibsee wieder absteigt, kann man sogar eine kleine Rundtour daraus machen. Der Blick von der Hütte (und auch schon vorher) auf Garmisch, frontal auf die Zugspitze, auf das Ehrwalder Becken und die Ammergauer und die vorderen Lechtaler und den Fernpass ist fast so toll wie der vom Zugspitzgipfel selbst. Und die Hütte selbst hat auch noch einen erstaunlich rustikalen Charme, den man in so einer ja doch ziemlich touristisch exponierten Stelle (die Zugspitzbahn fährt ziemlich genau über der Hütte entlang) gar nicht mehr erwartet hätte.

Und obwohl fast alle, die dort oben waren, zum Zugspitzgipfel weiter wollten (das sind dann immer 1700 Höhenmeter und ab der Hütte ein, wenn auch leichter, Klettersteig) – war die Hütte für einen Dienstag eigentlich ziemlich gut besucht. Bergeinsamkeit findet man hier eher nicht; aber die Tour macht trotzdem Spaß!

Alle Infos zur Tour gibt’s hier.


Alpspitze

21. Juli 2009

Alpspitz-Gipfelkreuz

Die Sache bei der Alpspitze ist die: Es gibt nicht nur den “Normalweg” rauf, sondern auch die berüchtigte “Alpspitz-Ferrata”, einen ganz leichten Klettersteig. Und all die Leute, die raufwandern und raufklettern, müssen dann natürlich auch irgendwie wieder runter. Deswegen sieht man oft ganze Völkerwanderungen über den Ostgrat hinunterkommen, die sich auch noch besonders auffällig gegen den Horizont abzeichnen.

So könnte man auf die Idee kommen, dass der Weg auf die Alpspitze (also, zumindest der normale) ein ganz normaler Wanderweg wäre. Ist es aber nicht wirklich – es sind doch einige, auch längere seilgesicherte Passagen dabei, die zwar nicht überwältigend schwierig, aber doch anstrengend sind. Insofern war es wahrscheinlich nicht so sinnvoll, bei meiner mäßigen Kondition erst noch die Schöngänge raufzuklettern (auch nicht so ganz ohne), bevor ich mich an den eigentlichen Gipfelanstieg gemacht habe.

Ach, und das Wetter hätte besser sein können, wenn ich mir schon extra frei nehme. Grummel.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 165 other followers