Wiener Neustädter Hütte

5. September 2009

Wenn man „Wiener Neustädter Hütte“ googlet, dann findet man auf der ersten Seite der Ergebnisse jede Menge Hüttenlisten und -datenbanken und dazwischen drei Tourenbeschreibungen für den Zustieg von Ehrwald auf die Zugspitze. Das stimmt auch, bei diesen Touren kommt man an der Wiener Neustädter Hütte vorbei. Was Google aber völlig übersieht (und damit wohl auch die meisten Menschen):

Die Wiener Neustädter Hütte ist selbst eigenlich auch schon ziemlich perfekt als Tagesziel.

Wenn man von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn aus durchs Gamskar aufsteigt und über den (zugegeben stellenweise etwas unangenehmen) Steig Richtung Eibsee wieder absteigt, kann man sogar eine kleine Rundtour daraus machen. Der Blick von der Hütte (und auch schon vorher) auf Garmisch, frontal auf die Zugspitze, auf das Ehrwalder Becken und die Ammergauer und die vorderen Lechtaler und den Fernpass ist fast so toll wie der vom Zugspitzgipfel selbst. Und die Hütte selbst hat auch noch einen erstaunlich rustikalen Charme, den man in so einer ja doch ziemlich touristisch exponierten Stelle (die Zugspitzbahn fährt ziemlich genau über der Hütte entlang) gar nicht mehr erwartet hätte.

Und obwohl fast alle, die dort oben waren, zum Zugspitzgipfel weiter wollten (das sind dann immer 1700 Höhenmeter und ab der Hütte ein, wenn auch leichter, Klettersteig) – war die Hütte für einen Dienstag eigentlich ziemlich gut besucht. Bergeinsamkeit findet man hier eher nicht; aber die Tour macht trotzdem Spaß!


Alpspitze

21. Juli 2009

Die Sache bei der Alpspitze ist die: Es gibt nicht nur den „Normalweg“ rauf, sondern auch die berüchtigte „Alpspitz-Ferrata“, einen ganz leichten Klettersteig. Und all die Leute, die raufwandern und raufklettern, müssen dann natürlich auch irgendwie wieder runter. Deswegen sieht man oft ganze Völkerwanderungen über den Ostgrat hinunterkommen, die sich auch noch besonders auffällig gegen den Horizont abzeichnen.

So könnte man auf die Idee kommen, dass der Weg auf die Alpspitze (also, zumindest der normale) ein ganz normaler Wanderweg wäre. Ist es aber nicht wirklich – es sind doch einige, auch längere seilgesicherte Passagen dabei, die zwar nicht überwältigend schwierig, aber doch anstrengend sind. Insofern war es wahrscheinlich nicht so sinnvoll, bei meiner mäßigen Kondition erst noch die Schöngänge raufzuklettern (auch nicht so ganz ohne), bevor ich mich an den eigentlichen Gipfelanstieg gemacht habe.

Ach, und das Wetter hätte besser sein können, wenn ich mir schon extra frei nehme. Grummel.