Wenn man „Wiener Neustädter Hütte“ googlet, dann findet man auf der ersten Seite der Ergebnisse jede Menge Hüttenlisten und -datenbanken und dazwischen drei Tourenbeschreibungen für den Zustieg von Ehrwald auf die Zugspitze. Das stimmt auch, bei diesen Touren kommt man an der Wiener Neustädter Hütte vorbei. Was Google aber völlig übersieht (und damit wohl auch die meisten Menschen):
Die Wiener Neustädter Hütte ist selbst eigenlich auch schon ziemlich perfekt als Tagesziel.
Wenn man von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn aus durchs Gamskar aufsteigt und über den (zugegeben stellenweise etwas unangenehmen) Steig Richtung Eibsee wieder absteigt, kann man sogar eine kleine Rundtour daraus machen. Der Blick von der Hütte (und auch schon vorher) auf Garmisch, frontal auf die Zugspitze, auf das Ehrwalder Becken und die Ammergauer und die vorderen Lechtaler und den Fernpass ist fast so toll wie der vom Zugspitzgipfel selbst. Und die Hütte selbst hat auch noch einen erstaunlich rustikalen Charme, den man in so einer ja doch ziemlich touristisch exponierten Stelle (die Zugspitzbahn fährt ziemlich genau über der Hütte entlang) gar nicht mehr erwartet hätte.
Und obwohl fast alle, die dort oben waren, zum Zugspitzgipfel weiter wollten (das sind dann immer 1700 Höhenmeter und ab der Hütte ein, wenn auch leichter, Klettersteig) – war die Hütte für einen Dienstag eigentlich ziemlich gut besucht. Bergeinsamkeit findet man hier eher nicht; aber die Tour macht trotzdem Spaß!

Verfasst von raystronaut 
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