Köglalm

5. November 2009

Wie viele „letzte Touren des Jahres“ werde ich wohl noch machen…? Das Wetter war am Sonntag überraschenderweise so toll, dass ich im Laufe des Morgens ganz unruhig wurde. Also bin ich nochmal schnell zum Achensee und kurz zur Köglalm rauf. Das ist eigentlich immer ein schöner Weg, besonders aber im Herbst, weil hier doch einige Laubbäume stehen, die den Wegesrand hübsch einfärben.

Eigentlich wollte ich dann noch weiter am Kuppal vorbei zur Kotalm, aber: Ganz oben lang doch noch Schnee; tagelang war kein Mensch hier durch den Schnee gegangen; und ich erinnerte mich daran, dass der Weg auch ohne Schnee nicht ganz unproblematisch zu erkennen ist.

Also habe ich mich lieber an der Köglalm in die Sonne gesetzt und das Panorama bewundert. Und dann bin ich nach Achenkirch abgestiegen, was einen etwas weniger spannenden Rückweg entlang der Seepromenade erforderlich macht. Aber was tut man nicht alles der Vielfalt wegen…


Zöhreralm

4. Oktober 2009

Okay, man stelle sich vor, in Deutschland ist Nationalfeiertag, und es ist schönes Wetter. Man stelle sich weiterhin vor, man hätte ziemlich lange geschlafen, wollte aber angesichts der wirklich großartigen Wetters doch noch kurz in die Berge.

Man stellt schnell fest: Genauso geht es ganz Oberbayern.

Plant eigentlich niemand seine Feiertagsausflüge im Voraus? Weil: Mit einem kilometerlangen Stau vor der Mautstelle bei Hinterriß hatte ich um 12 Uhr eigentlich nicht gerechnet. Da war natürlich klar, dass der kleine Plumsjochparkplatz voll sein würde. Drum bin ich gleich mal umgekehrt – und prompt in den österreichische Sirenentest geraten. Wieder was gelernt: Auch Hinterriß hat eine eigene Warnsirene.

Okay, Plan B: Am Achensee gibt es diese schöne Almwanderung, die auch noch recht schnell geht, und wo man mittendrin – am Zirmjoch – diesen schönen Blick in die Brandenberg Alpen hat. Auf dem Parkplatz ist tatsächlich auch noch jede Menge Platz. Aber hier braucht man Münzen für den Parkautomaten. Ich habe nichts gegen Parkraumbewirtschaftung, auch nicht in den Bergen, wirklich nicht. Aber kann man die Dinger bitte so ausstatten, dass sie auch Scheine nehmen oder EC-Karten oder Geldkarten oder Kreditkarten oder Handy-Cash oder… PayPal… was weiß ich.

Inzwischen ist es 14 Uhr durch… also Plan C: Einmal rauf zur Zöhreralm und wieder runter. 400 Höhenmeter, keine zwei Stunden dauert das Ganze, es ist mehr ein Bergspaziergang als eine Bergtour. Aber: selber schuld. Mehrfach. Also lieber nicht beklagen, sondern sich einfach am herbstlichen Panorama erfreuen…


Kreuzeinalm – Roßkogel

24. August 2009

Die Sache mit Kramsach ist die: Früher gab es da mal ein kleines Skigebiet im Inntal, das aber vor einigen Jahren aufgegeben wurde. Übrig geblieben sind zwei Schlepplifte für Anfänger im Tal, und ein alter Einersessellift in zwei Sektionen, der nur noch im Sommer in Betrieb ist. Der führt auf die „andere“ Seite des Rofans hinauf, also die, wo man von der Rofanseilbahn in Maurach so weit weg ist, wie es nur geht.

Der Lift ist nostalgisch und die Landschaft schön; allein, es gibt nicht so wahnsinnig viele sinnvolle Wege zu begehen. Diesmal habe ich eine neue Variante ausprobiert, die mich quasi „hintenrum“ zum Zireiner See bringen sollte (der Zireiner See ist definitiv der Kramsacher USP). Das hat auch ganz gut geklappt, und am Ende stand ich auch wieder auf dem Roßkogel, auf dem man eigentlich am Ende immer steht, wenn man in Kramsach ist.

Der Weg selbst war allerdings ein bisschen abenteuerlich. Im Wegweiser-Aufstellen sind sie groß in dieser Gegend, aber das bedeutet nicht, dass man auch wirklich erkennbare Pfade in der Richtung der Wegweiser finden würde. Der Weg zur Kreuzeinalm entpuppte sich als sporadisch markierter Kuhpfad und war dementsprechend… ähm… rutschig. Zwischen Roßkogelsattel und Zireiner See war ein Sumpfgebiet zu durchqueren, in dem ich mir zumindest ein paar Bohlen gewünscht hätte.

Dafür sah ich dann bei der Talfahrt, dass sie Teile des Wegs zwischen Mittel- und Bergstation sogar neu aufgekiest haben. Etwas merkwürdige Prioritäten…