9. August 2009
Das Trainsjoch hat einen entscheidenden Nachteil: Es ist ein idealer Gipfel, wenn man schlechtes Wetter zu befürchten hat. Auf dem Hin- und Rückweg kommt man an einer bewirtschafteten Alm vorbei, wo man sich vor einem Gewitter verstecken und/oder kurz mal trocknen lassen kann; es ist – von München aus – relativ weit östlich, und das schlechte Wetter kommt meist von Westen. Und es ist kein wahnsinnig langer Aufstieg; man hat eigentlich immer den Weg unter Kontrolle.
Führt leider dazu, dass man selten bei richtig gutem Wetter auf dem Trainsjoch ist. Das ist insofern blöd, weil das Panorama vom Gipfel aus ziemlich cool sein muss – jedenfalls konnte man gestern wieder vage in der Ferne die Zillertaler Alpen erahnen und sogar die Tauern, und der Wilde Kaiser war zumindest in Silhouette erkennbar.
Trotzdem schön.
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Verfasst von raystronaut
6. August 2009
Nachdem ich mich am Samstag ziemlich verausgabt hatte, habe ich mir für den Sonntag noch eine eher unspektakuläre Tour ausgesucht: Vom Spitzingsattel auf den Jägerkamp und weiter zur Taubensteinbahn.
Am Spitzingsattel begrüßte mich dann gleich mal ein Schild: „Steig aufgelassen. Begehen auf eigene Gefahr.“ Aber als wenn ich mich davon aufhalten lassen würde! Zumal… begehe ich nicht immer jeden Steig auf eigene Gefahr?
Der Steig war dann jedenfalls noch absolut in Ordnung – da habe ich schon schlechtere, offiziell ausgeschilderte gesehen. Und nach einer guten halben Stunde ging’s eh wieder auf den normalen Weg.
Der Rest war dann, wie erwartet, eher unspektakulär, und kam meinem Bedürfnis nach mäßiger Belastung ganz gut entgegen. Spannend fand ich noch die Jägerbauernalm, wo ich gar nicht wusste, worüber ich mich mehr wundern sollte: das Murmeltier oder das Lama…
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Verfasst von raystronaut
5. Juli 2009
Ich merke zunehmend, dass ich dieses Jahr viel fauler bin als sonst – schon zum vierten Mal habe ich mir letztes Wochenende ein Ziel ausgesucht, das eine Talfahrt mit dem Lift erlaubt. Allerdings hatte ich zumindest diesmal die einigermaßen gute Ausrede, dass schließlich auch schlechtes Wetter in der Luft lag.
Ich dachte zudem ja auch, meine Kondition wäre mies; aber nachdem ich diesmal laut GPS in einer Stunde überraschende 510 Höhenmeter raufgelaufen bin, muss ich meine Meinung da wohl zumindest mal vorübergehend revidieren.
Jedenfalls: Es ging zum Wallberg rauf, was bei gutem Wetter angesichts der zu erwartenden Menschenmengen wahrscheinlich unerträglich ist. Selbst bei Wolken/Nebel/leichtem Regen waren jede Menge Leute unterwegs, wenn auch – uncharakteristisch für so einen Seilbahnberg – mehr aufwärts als abwärts.
Eigentlich wollte ich den „Sommerweg“ – weitgehend die Rodelbahn – so gut wie möglich meiden, und wenn man über Wallbergmoos abzweigt, ist der Weg auch deutlich interessanter. Die Beschilderung führt einen (also: mich) dann aber doch noch relativ früh zurück auf den Rodelweg, wenn man nicht aufpasst…
Insgesamt ein guter Konditionstest, und endlich war ich auch mal auf dem Wallberg. Aber eine etwas bessere Sicht auf das beworbene Superpanorama hätte ich doch ganz gern gehabt…
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Verfasst von raystronaut
29. Mai 2009
Ähm… ja. Also, das Wetter sollte schlecht werden, damit muss ich mal anfangen. Und weil ich davon ausging, dass ich bei schlechtem Wetter eh keine gescheiten Fotomotive finden würde, habe ich gleich mal die Kamera im Auto gelassen. Darum gibt’s heute keine Bilder zur Tour.
Eben weil der Wetterbericht so komisch war, sind wir „nur“ vom Spitzingsee zum Bodenschneid gegangen – was sich bei unklarer Wetterlage durchaus anbietet, weil drei Hütten am Weg liegen (Obere und Untere Firstalm, Bodenschneidhaus). Auch wenn in der Mitte ein etwas längerer (d. h. ca. 90-minütiger) Gipfelan- und -abstieg ohne Schutzmöglichkeit steht. Für einen solchen, eher mäßig spannenden, Gipfel war das Panorama von oben aber ziemlich beeindruckend, auch wenn alles voller (hoher) Wolken war.
Und das Gipfelkreuz hat dieses Jahr hundertjähriges Jubiläum (aber erst im August). Einen ziemlichen Trumm haben sie da 1909 hochgewuchtet, dass muss ich mal sagen. Nicht schlecht.
Ach so, geregnet hat’s natürlich nur die ersten zwanzig Minuten…
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Verfasst von raystronaut
18. Oktober 2008
Die Schinder sind zwei benachbarte Gipfel hinter dem Tegernsee, der österreichische und der bayerische. Der österreichische ist etwas irreführend benannt, denn auch er steht nur zur Hälfte in Österreich – aber okay.
Ich würde unbedingt empfehlen, über das Schinderkar aufzusteigen und über die Trausnitzalm ab, und nicht umgekehrt. Das macht so herum einfach mehr Spaß, denn dann bestreitet man die kurzen, aber schon spannenden Kletterpassagen und die blöde lange Schuttreiße im Aufstieg, was immer leichter ist. Und man hat im Abstieg noch einige Zeit das schöne Panorama vor Augen. Beim Aufstieg hätte ich dafür eh keine Augen.
Jedenfalls: Ein sehr schöner Berg, der seinem Namen auch nicht so richtig gerecht wird. Aber da beklage ich mich nicht.
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Verfasst von raystronaut
2. Juni 2008
Warum haben die Berge, die ich dieses Jahr so ersteige, eigentlich alle so furchtbar austauschbare Namen?
Nun ja. Das Schönfeldjoch jedenfalls war auch wieder sehr nett. Schöne Aussicht, überhaupt nicht überlaufen – was vielleicht daran liegt, dass der Anstiegsweg auf keiner Karte so ganz richtig eingezeichnet ist -, schönes Wetter… Der einzige Wermutstropfen ist der brandneue, üppige Fahrweg zur Alm, den man teilweise kreuzen muss. Aber immerhin ist der alte Steig nicht komplett aufgegeben worden.
Jenseits des Gipfels führt der Weg dann noch weiter, und das ist auch sehr lohnenswert, aber die Konsequenz ist leider, dass man am Ende zwei Drittel der Ackernalm-Straße runterlaufen muss, was nun eben nicht der allergrößte Spaß ist.
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Verfasst von raystronaut
13. Mai 2008
Auf den Seebergkopf wollte ich immer schon mal. Also, auf die bei Bayrischzell – „Seebergkopf“ (oder so ähnlich) heißen geschätzte dreißig Berge in den Alpen. Hätte ich schon lange mal machen sollen, wie sich herausstellte. Das ist nämlich eine wirklich hübsche Almenwanderung, und schon so mittelanstrengend… genau, was man Anfang des Sommers so braucht.
Highlights: die Infotafeln darüber, warum auch großflächige Abholzung nachhaltig sein kann; die ziemlich urige Neuhüttenalm, wenn auch mit neuer Almstraße; der Gipfel mit Wendelstein- und Rotwandblick; die Almen im Abstieg; und die Trittsicherheit erfordernde Talauswärtswanderung am Ende. Nur ein bisschen Orientierungssinn muss man schon mitbringen.
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Verfasst von raystronaut