Hirschhörnlkopf

10. November 2009

So langsam gehen mir die Stand-by-Berge aus. Damit meine ich diejenigen, auf die man eigentlich immer hochgehen kann, wenn einem nichts Besseres einfällt. Die einigermaßen in der Nähe sind. Und die auch im Frühjahr und im Spätherbst begehbar sind, also mäßige Höhe und idealerweise Südexponierung aufweisen.

Aber den Hirschhörnlkopf zumindest hatte ich dieses Jahr noch nicht, der stand also noch zur Verfügung. (Meine Regel ist, auf jeden Berg nur einmal im Jahr zu gehen. Es gibt einfach zu viele gute Berge, um sich viel mit Wiederholungen abzugeben.) Außerdem war ich der festen Überzeugung, erst einmal oben gewesen zu sein, und das bei schlechtem Wetter. Das stellte sich hinterher beim Einsortieren der Fotos allerdings als falsch heraus.

Trotzdem war es schön, nochmal – nochmal! – rauszukommen, und das Wetter war eigentlich auch sehr angenehm. Nur am Gipfel wehte plötzlich ein heftiger, eiskalter Wind, den ich mit drei Jacken gerade mal so ausgehalten habe. Die Foto-Ausbeute war deshalb auch diesmal wieder etwas geringer – kalte Finger und so…


Geierstein und Fockenstein

2. November 2009

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich es dieses Jahr noch einmal auf einen (weitgehend) schneefreien Gipfel schaffe, aber dann waren es sogar gleich zwei auf einmal.

Der Geierstein ist so ein Berg, auf dem man eigentlich recht schnell ist, und der Aufstieg von Lenggries aus ist auch sehr schön – wenn auch, logischerweise angesichts der relativ geringen Höhe – fast die ganze Zeit durch den Wald. Aber so ein Wald hat ja auch was, gerade im Herbst.

Der Weiterweg zum Fockenstein war dann eher matschig, was aber auch irgendwie abzusehen war angesichts der Mikroklima-Schneeschmelze der letzten Tage. Und leider zog es sich dann auch ein bisschen zu, was zwar auch stimmungsvoll war, aber „Indian summer“ ist was anderes. Eigentlich hatte ich dann noch auf der anderen Talseite einen Abstecher zur Lenggrieser Hütte machen wollen, aber die Dunkelheit bricht um diese Jahreszeit immer so plötzlich an – verdammte Winterzeitumstellung! Also musste ich mich mit dem auch nicht gerade kurzen, aber eher unspannenden Abstieg durchs Hirschbachtal abfinden.

Und kam zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung wieder beim Auto an. Puh.


Rabenkopf

27. April 2009

Eine weitere Wanderung in der immer länger werdenden Kette von erwartungsgemäß weitgehend schneefreien Südhängen: der Rabenkopf.

Es gibt ungefähr vier Varianten, wie man zum Gipfel kommt – oder zumindest zur zwanzig Minuten unter dem Gipfel liegenden Staffelalm. Aber alle haben eins gemein: Man muss von der Jachenau aus erstmal knapp eine Stunde durch das weitgehend flache Laintal latschen, bis es so richtig in die Höhe geht. Und am Ende wieder zurück. Aber es lohnt sich trotzdem.

Der „schwierige“ (und ich verwende dieses Wort im allerweitesten Sinn) Anstieg durch die Rappinschlucht war schon fast schneefrei. Die Warnhinweise „nur für Schwindelfreie“ können hier wirklich nur dazu gedacht sein, Stöckelschuhgeher abzuschrecken: Es handelt sich um vielleicht fünf Minuten ausgesetztes Gehen auf problemlosem Steig. – Der Abstieg über den „Normalweg“ hingegen war noch gut eingeschneit. Ging aber auch.

Und das Panorama dort oben ist echt beeindruckend für einen 1550m hohen Voralpengipfel: Wetterstein, Karwendel, Blauberge, Benediktenwand, Kochelsee, und nach Norden bis zum Starnberger See. Nur der Walchensee versteckt sich hinter dem Hirschhörnlkopf nebenan.

Da tat es mir dann doch Leid, dass das Wetter nicht ein bisschen besser war, obwohl es im Aufstieg ganz angenehm war, dass die Sonne nicht so knallte…


Hochalm (Sylvensteinsee)

20. April 2009

Hochalmen gibt’s in den Bergen natürlich wie Sand am Meer. Aber die wenigsten davon haben ein Gipfelkreuz; das ist bei der Hochalm über dem Sylvensteinsee ein bisschen besonders.

Auf meiner „Quest“, möglichst viele Südhänge unter 1500m zu durchwandern, bis endlich der Schnee geschmolzen ist, kommt sie mir auch sehr gelegen. Der Weg windet sich zwar etwas, und es gab auch eine Handvoll Stellen, wo tatsächlich noch Schneeflecken lagen – zum Teil leider auch an der einen minimal ausgesetzten Stelle, wo man einen Steilhang quert -, aber insgesamt ist alles schön sonnig und exponiert und damit schon früh schneefrei.

Von Pseudo-Gipfel aus kann man dann nicht nur ins Karwendel gucken, wo man den Juifen praktisch vor der Nase hat, sondern auch ins Isartal, in die Blauberge und bis zum Wetterstein. Ziemlich cool für Mitte April.


Heimgarten

23. Oktober 2008

Ich gebe zu: Ich hätte mir denken können, dass am potenziell letzten schönen Herbstsonntag am Walchensee die Hölle los sein würde. Aber das man am äußeren – also dem bei weiten längeren und anstrengenderen – Weg zum Heimgarten am Vormittag gleich zweimal in einen regelrechten Stau gerät, das hätte ich mir nicht träumen lassen.

Naja, ich habe mehr Leute überholt als mich überholt haben (mein Maß für sportliche Leistung) und zumindest am Gipfel war’s nicht sooo voll – im Gegensatz zur Gipfelhütte, die zwanzig Meter weiter unten sitzt. Und der Gratweg zum Herzogstand ist dann auch noch wirklich schön, wenngleich mal wieder höhenmeterlastiger, als ich es nach flüchtigem Blick auf die Karte vermutet hätte.


Hirschhörnlkopf

5. Mai 2008

Der Hirschhörnlkopf ist ein ideales Ziel für die erste Bergtour des Frühjahrs – besonders, wenn es noch spät im Winter viel geschneit hat so wie dieses Jahr. Denn es ist nicht allzu hoch, und der Aufstieg verläuft fast den ganzen Weg über südexponiert.

Trotzdem hatte ich in Gipfelnähe dann doch noch Schneekontakt. War aber überhaupt kein Problem.

Weil sich das Wetter dann überraschend doch nicht so kooperativ verhielt, bin ich entgegen dem ursprünglichen Plan lieber auf dem Aufstiegsweg wieder runtergegangen. Die einzige Varianz gab’s ganz am Ende, wo man sich aber eh nur für Spaziergängerforststraße und Spaziergängerfußweg entscheiden kann.