24. August 2009
Die Sache mit Kramsach ist die: Früher gab es da mal ein kleines Skigebiet im Inntal, das aber vor einigen Jahren aufgegeben wurde. Übrig geblieben sind zwei Schlepplifte für Anfänger im Tal, und ein alter Einersessellift in zwei Sektionen, der nur noch im Sommer in Betrieb ist. Der führt auf die „andere“ Seite des Rofans hinauf, also die, wo man von der Rofanseilbahn in Maurach so weit weg ist, wie es nur geht.
Der Lift ist nostalgisch und die Landschaft schön; allein, es gibt nicht so wahnsinnig viele sinnvolle Wege zu begehen. Diesmal habe ich eine neue Variante ausprobiert, die mich quasi „hintenrum“ zum Zireiner See bringen sollte (der Zireiner See ist definitiv der Kramsacher USP). Das hat auch ganz gut geklappt, und am Ende stand ich auch wieder auf dem Roßkogel, auf dem man eigentlich am Ende immer steht, wenn man in Kramsach ist.
Der Weg selbst war allerdings ein bisschen abenteuerlich. Im Wegweiser-Aufstellen sind sie groß in dieser Gegend, aber das bedeutet nicht, dass man auch wirklich erkennbare Pfade in der Richtung der Wegweiser finden würde. Der Weg zur Kreuzeinalm entpuppte sich als sporadisch markierter Kuhpfad und war dementsprechend… ähm… rutschig. Zwischen Roßkogelsattel und Zireiner See war ein Sumpfgebiet zu durchqueren, in dem ich mir zumindest ein paar Bohlen gewünscht hätte.
Dafür sah ich dann bei der Talfahrt, dass sie Teile des Wegs zwischen Mittel- und Bergstation sogar neu aufgekiest haben. Etwas merkwürdige Prioritäten…
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Rofan | Mit Tag(s) versehen: Hochalm, Kramsach, Kreuzeinalm, Roßkogel, Rofan, Sonnwendjochbahn, Zireiner See |
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Verfasst von raystronaut
9. August 2009
Das Trainsjoch hat einen entscheidenden Nachteil: Es ist ein idealer Gipfel, wenn man schlechtes Wetter zu befürchten hat. Auf dem Hin- und Rückweg kommt man an einer bewirtschafteten Alm vorbei, wo man sich vor einem Gewitter verstecken und/oder kurz mal trocknen lassen kann; es ist – von München aus – relativ weit östlich, und das schlechte Wetter kommt meist von Westen. Und es ist kein wahnsinnig langer Aufstieg; man hat eigentlich immer den Weg unter Kontrolle.
Führt leider dazu, dass man selten bei richtig gutem Wetter auf dem Trainsjoch ist. Das ist insofern blöd, weil das Panorama vom Gipfel aus ziemlich cool sein muss – jedenfalls konnte man gestern wieder vage in der Ferne die Zillertaler Alpen erahnen und sogar die Tauern, und der Wilde Kaiser war zumindest in Silhouette erkennbar.
Trotzdem schön.
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Mangfallgebirge | Mit Tag(s) versehen: Mangfallgebirge, Mariandlalm, Thiersee, Trainsjoch, Trockenbachalm, Ursprungpass |
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Verfasst von raystronaut
6. August 2009
Nachdem ich mich am Samstag ziemlich verausgabt hatte, habe ich mir für den Sonntag noch eine eher unspektakuläre Tour ausgesucht: Vom Spitzingsattel auf den Jägerkamp und weiter zur Taubensteinbahn.
Am Spitzingsattel begrüßte mich dann gleich mal ein Schild: „Steig aufgelassen. Begehen auf eigene Gefahr.“ Aber als wenn ich mich davon aufhalten lassen würde! Zumal… begehe ich nicht immer jeden Steig auf eigene Gefahr?
Der Steig war dann jedenfalls noch absolut in Ordnung – da habe ich schon schlechtere, offiziell ausgeschilderte gesehen. Und nach einer guten halben Stunde ging’s eh wieder auf den normalen Weg.
Der Rest war dann, wie erwartet, eher unspektakulär, und kam meinem Bedürfnis nach mäßiger Belastung ganz gut entgegen. Spannend fand ich noch die Jägerbauernalm, wo ich gar nicht wusste, worüber ich mich mehr wundern sollte: das Murmeltier oder das Lama…
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Mangfallgebirge | Mit Tag(s) versehen: Jägerbauernalm, Jägerkamp, Spitzingsattel, Spitzingsee, Taubenstein |
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Verfasst von raystronaut
3. August 2009
So ungefähr einmal im Jahr unternehme ich eine Wanderung wie diese: wo man lange skeptisch ist, weil sie auf der Wanderkarte so furchtbar lang aussieht; und weil man relativ weit fahren muss bis zum Ausgangspunkt; und weil es doch recht weit herauf geht.
… ob das Wetter auch wirklich hält?
Und dann mache ich es doch. Und ich verausgabe mich dabei, weil der Weg in der Realität wirklich so lang ist wie auf der Karte, aber: Ich werde auch belohnt, denn der Weg ist einfach nur toll. Genau so ein Weg war das am Samstag.
Von Hintertux hinauf ins Weitental ist eine total touristische Angelegenheit, was schon allein an dem halbwegs malerischen Wasserfall liegt, der den Eingang des Weitentals markiert (und an den vielen Leuten, die mit der Gletscherbahn rauffahren und dann durchs Weitental runter laufen). Aber dann geht es steil bergauf in die Wiesen hoch über dem Weitental, mit einem tollen Blick auf den Olperer und in die Zillertaler Alpen hinein.
Und dann überquert man den Gschützspitzsattel (der auf der Wanderkarte namenlos bleibt, aber hilfreicherweise vor Ort mit einer kleinen weißen Tafel beschriftet ist). Und es öffnet sich ein völlig neues Panorama nach Osten hin, über den nicht sehr idyllisch klingenden, aber wirklich hübschen Toten Böden.
Auch hier ist man nicht völlig allein (aber wo ist man das schon in den Alpen?), weil hier der inoffizielle Fernwanderweg München-Venedig entlang führt; so trifft man hier viel mehr Fernwanderer als Tagestourengeher. Richtig einsam ist dann der Abstieg durch die Tote Klamm (längst nicht so klammig – oder so tot – wie man vermuten würde) bis zum Junsalm-Hochleger („Stoankasern“).
Und gut, dann sind es immer noch anderthalb Stunden, bis man wieder im Tal ist, und das meiste davon über einen langweiligen Fahrweg, aber das macht dann auch nichts mehr, denn der Rest des Wegs? War. So. Toll!
… merkt man mir meinen Enthusiasmus an?
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Tuxer Alpen | Mit Tag(s) versehen: Gschützspitzsattel, Tote Böden, Tuxer Alpen, Tuxertal, Weitental, Zillertal |
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Verfasst von raystronaut