Bodenschneid

29. Mai 2009

Ähm… ja. Also, das Wetter sollte schlecht werden, damit muss ich mal anfangen. Und weil ich davon ausging, dass ich bei schlechtem Wetter eh keine gescheiten Fotomotive finden würde, habe ich gleich mal die Kamera im Auto gelassen. Darum gibt’s heute keine Bilder zur Tour.

Eben weil der Wetterbericht so komisch war, sind wir „nur“ vom Spitzingsee zum Bodenschneid gegangen – was sich bei unklarer Wetterlage durchaus anbietet, weil drei Hütten am Weg liegen (Obere und Untere Firstalm, Bodenschneidhaus). Auch wenn in der Mitte ein etwas längerer (d. h. ca. 90-minütiger) Gipfelan- und -abstieg ohne Schutzmöglichkeit steht. Für einen solchen, eher mäßig spannenden, Gipfel war das Panorama von oben aber ziemlich beeindruckend, auch wenn alles voller (hoher) Wolken war.

Und das Gipfelkreuz hat dieses Jahr hundertjähriges Jubiläum (aber erst im August). Einen ziemlichen Trumm haben sie da 1909 hochgewuchtet, dass muss ich mal sagen. Nicht schlecht.

Ach so, geregnet hat’s natürlich nur die ersten zwanzig Minuten…


Stepbergalm

21. Mai 2009

Auf dieser Wanderung gibt es kein Gipfelkreuz!

Das wollte ich nur vorab zur Sicherheit mal sagen, denn es ist schon erstaunlich: Man kann den Leuten, mit den man in die Berge geht, noch so viel davon erzählen, dass das Ziel die Stepbergalm ist, eine Alm. Alm, versteht ihr? Sie wollen trotzdem ein Gipfelkreuz.

Davon abgesehen, ist die Stepbergalm ein schönes Ziel auf einer einfachen Rundtour über Garmisch, immer mit der Zugspitze und verwandten Bergen vor den Augen. Im Aufstieg übers „Gelbe Gwänd“ (das ist der südwestlichere Weg) gibt es zwar, wie im Führer beschrieben, eine seilgesicherte Stelle, aber das Seil habe ich erst bemerkt, als es schon fast wieder vorbei war. Der Abstieg über den Kreuzweg – der so heisst, aber frei von Kreuzigungsbildchen ist – ist völlig harmlos.

Trotzdem nett.


Wank

10. Mai 2009

Ja, was soll man sagen? Der Weg auf den Wank ist nicht unbedingt der obskurste, einsamste oder schönste der Alpen, und das Gipfelziel ist ein eingezäuntes Kreuz neben der Gipfelhütte, die wiederum fünf Minuten von einer der hässlichsten Seilbahnstationen der Nordalpen entfernt ist. Aber trotzdem ist es ganz nett. Und trainieren tut der Weg allemal – gut 1000 Höhenmeter geht’s da rauf (da es am Anfang rauf-runter-rauf-runter geht, ist es etwas mehr, als man meinen würde).

Und natürlich ist die Seilbahn auch praktisch (auch wenn sie älter aussieht und älter klingt als 26 Jahre): kein Abstieg notwendig. Und das Panorama ist toll. Ich habe noch nie so viele Fotos von der Zugspitze an einem Tag gemacht; und ich habe in meinem Leben schon jede Menge Zugspitzfotos gemacht.


Schelleleskopf

3. Mai 2009

Der Schelleleskopf ist ein Teil des Zwieselbergs, und der wiederum zieht sich am Nordufer des Plansees entlang. Auf den Schelleleskopf (oder knapp dran vorbei) führt ein Steig vom Seespitz aus, wo man auch hervorragend parken kann.

So weit, so gut. Das Blöde ist nur: Der Steig ist nicht ausgeschildert (er beginnt am oberen Ende des Campingplatzes, falls es jemanden interessiert). Der Steig wird offenbar nicht mehr gewartet, obwohl die Markierungen noch gut sichtbar sind. Eine in allen Karten eingetragene Verzweigung auf halber Höhe existiert offenbar gar nicht mehr. Und – wahrscheinlich dank der daraus resultierenden relativen Seltenheit menschlichen Besuchs – haben offenbar alle Tiere des Berges, von ganz oben bis ganz unten, den Steig zu ihrer Toilette auserkoren.

Schade eigentlich, denn der Weg an sich ist echt schön und abwechslungsreich, und die Aussicht ist an vielen Stellen auch ganz schön. Wie der Blick von ganz oben ist, kann ich leider nicht sagen, denn 14 Höhenmeter unter dem Gipfel versperrte völlig unvermittelt ein hüfthohes Schneefeld meinen Weg. Darauf, da hindurch zu waten, hatte ich dann doch keine Lust mehr…