Hochschrutte

31. August 2008

Die Ammergauer Alpen, besonders der Südteil, der sich über dem Zwischentorental zwischen Reutte und Lermoos erhebt, sind nicht eben berühmt für ihre gut in Stand gesetzten und ausgeschilderten Wege. Das führt einerseits dazu, dass man hier durchaus noch die viel beschworene „Bergeinsamkeit“ findet.

Andererseits führt es auch dazu, dass man sich furchtbar verlaufen kann, was in den steilen, felsdurchsetzten Wiesen hier schon mal erheblich an Kraft kosten kann. Genauso kam es bei mir gestern. Der Weg zur Hochschrutte, im Tal zumindest grundsätzlich noch ausgeschildert („Plattberg“, der Name des Massivs, wenn auch nicht des Gipfels), verschwand irgendwo auf einer Hochalm im Nichts und tauchte erst am Gipfelgrat wieder auf. Dem hätte ich dann bis Lermoos oder wahlweise bis Heiterwang folgen können, aber ich wollte ja irgendwann auch wieder ins Tal.

Der Weg dahin existierte aber leider so gar nicht mehr. Also habe ich mich durchgeschlagen (wobei ich unter anderem unter einem elektrischen Weidezaun durchkrabbeln musste, als wäre ich im Boo Camp der US-Marines) bis zur Bichbächler Alpe.

Und sogar von dort habe ich es noch geschafft, mich zweimal zu verlaufen, weil erstens die Wegweiser an der Alm irreführend sind (und ich garantiert nicht nach dem Weg frage, wenn ich neben einem Wegweiser stehe, soviel männlichen Stolz habe ich dann noch!) und weil zweitens kurz vor der Talsohle der Weg an einer Fahrwegsbaustelle einfach mal abbricht.

… aber wenigstens wird man mit einem ziemlich coolen Panorama belohnt. Trotzdem, mit den Ammergauern bin ich erstmal durch.


Ahornspitze

11. August 2008

Nach 2001, 2003 und 2005 wurde es schon lange mal wieder Zeit, der Ahornspitze einen Besuch abzustatten, schätze ich. Ist ja auch ein wunderschöner Aussichtsberg hoch über dem Zillertal mit Blick vom Karwendel bis zu den Tauern und auch sonst so ziemlich überall hin.
Allerdings war der Berg diesmal ziemlich überlaufen. Vielleicht lag es nur am ausgesprochen schönen Wetter an diesem Ferien-in-Bayern-Sonntag, aber ich habe das Gefühl, die Ahornspitze legt an Popularität zu. Schade einerseits, aber andererseits… was ist das schönste Panorama wert, wenn man es nicht mit anderen teilt? (Wobei… ich teile es ja schon mit anderen – auf Flickr.)


Rastkogel

8. August 2008

Der Rastkogel ist definitiv der schönste Aussichtsberg in den Tuxer Alpen — da macht es auch nichts, wenn man schon zum dritten Mal raufläuft. (Mir jedenfalls nicht.)

Bisher bin ich ja immer erst von Finkenberg rauf und dann durchs Sidantal zur Rastkogelhütte und weiter zur Zillertaler Höhenstraße gelaufen. Das Blöde daran ist nur, dass die Zeit zwischen der ersten Fahrt der Finkenberger Almbahn und der letzten Fahrt des Busses von der Höhenstraße nur gerademalso ausreicht, um diese doch etwas ausladende Tour zu gehen.

Also sind wir diesmal lieber wieder umgedreht, was den Fahrweganteil und den Mitten-im-Skigebiet-Anteil leider deutlich erhöht. Aber dafür: Kein Schlusssprint zur Bushaltestelle. Hat alles seine Vorteile und Nachteile…