Wallberg

5. Juli 2009

Ich merke zunehmend, dass ich dieses Jahr viel fauler bin als sonst – schon zum vierten Mal habe ich mir letztes Wochenende ein Ziel ausgesucht, das eine Talfahrt mit dem Lift erlaubt. Allerdings hatte ich zumindest diesmal die einigermaßen gute Ausrede, dass schließlich auch schlechtes Wetter in der Luft lag.

Ich dachte zudem ja auch, meine Kondition wäre mies; aber nachdem ich diesmal laut GPS in einer Stunde überraschende 510 Höhenmeter raufgelaufen bin, muss ich meine Meinung da wohl zumindest mal vorübergehend revidieren.

Jedenfalls: Es ging zum Wallberg rauf, was bei gutem Wetter angesichts der zu erwartenden Menschenmengen wahrscheinlich unerträglich ist. Selbst bei Wolken/Nebel/leichtem Regen waren jede Menge Leute unterwegs, wenn auch – uncharakteristisch für so einen Seilbahnberg – mehr aufwärts als abwärts.

Eigentlich wollte ich den “Sommerweg” – weitgehend die Rodelbahn – so gut wie möglich meiden, und wenn man über Wallbergmoos abzweigt, ist der Weg auch deutlich interessanter. Die Beschilderung führt einen (also: mich) dann aber doch noch relativ früh zurück auf den Rodelweg, wenn man nicht aufpasst…

Insgesamt ein guter Konditionstest, und endlich war ich auch mal auf dem Wallberg. Aber eine etwas bessere Sicht auf das beworbene Superpanorama hätte ich doch ganz gern gehabt…


Schachtkopf – Marienbergjoch

14. Juni 2009

Heute wollte ich vor allen Dingen meine neuen Bergschuhe einlaufen und dachte daher an eine nicht ganz so lange, abkürzbare, unspektakuläre Tour – nur für den Fall, dass sich die Schuhe als doch nicht so toll herausstellen würden. Am Ende bin ich dabei aufs Marienbergjoch gekommen.

Von Biberwier aus kann man sehr schön durch den Wald über den Knappensteig hochlaufen, der hat jede Menge durchaus interessante Informationstafeln über den früheren Bergbau am Marienberg und ist auch sonst ganz nett. Es gibt zwischendurch sogar einen kleinen Gipfel, den Schachtkopf (ja, genau danach benannt, was man denken würde).

Bis zum Marienbergjoch bin ich gekommen, daber den geplanten Weiterweg habe ich seinlassen. Die Schuhe sind toll, aber die Kondition könnte besser sein…!


Seebensee (Immensteig)

7. Juni 2009

Mann, Mann, ich gerate hier wirklich langsam in Rückstand!

Also, letzte Woche ging es mal kurz zum Seebensee hoch. Weil das Wetter nur so halb-schön war, habe ich mich ungefähr fünfmal umentschieden, wo ich hingehen wollte und habe mich am Ende für die “sichere” Variante zum Seebensee entschieden.

Der Immensteig war inzwischen komplett schneefrei – ist ja auch eher weit unten, aber immerhin perfekter Nordhang – aber dafür lag ein einer eher unpraktischen Stelle ein Baumstamm im Weg. Naja, ging aber trotzdem.

Der Seebensee war hübsch anzusehen wie immer, auch wenn es auf Mittag hin doch arg belebt wurde. Es waren wohl auch noch andere Leute als ich zu dem Schluss gekommen, dass “mal kurz zum Seebensee” immer geht…


Bodenschneid

29. Mai 2009

Ähm… ja. Also, das Wetter sollte schlecht werden, damit muss ich mal anfangen. Und weil ich davon ausging, dass ich bei schlechtem Wetter eh keine gescheiten Fotomotive finden würde, habe ich gleich mal die Kamera im Auto gelassen. Darum gibt’s heute keine Bilder zur Tour.

Eben weil der Wetterbericht so komisch war, sind wir “nur” vom Spitzingsee zum Bodenschneid gegangen – was sich bei unklarer Wetterlage durchaus anbietet, weil drei Hütten am Weg liegen (Obere und Untere Firstalm, Bodenschneidhaus). Auch wenn in der Mitte ein etwas längerer (d. h. ca. 90-minütiger) Gipfelan- und -abstieg ohne Schutzmöglichkeit steht. Für einen solchen, eher mäßig spannenden, Gipfel war das Panorama von oben aber ziemlich beeindruckend, auch wenn alles voller (hoher) Wolken war.

Und das Gipfelkreuz hat dieses Jahr hundertjähriges Jubiläum (aber erst im August). Einen ziemlichen Trumm haben sie da 1909 hochgewuchtet, dass muss ich mal sagen. Nicht schlecht.

Ach so, geregnet hat’s natürlich nur die ersten zwanzig Minuten…


Stepbergalm

21. Mai 2009

Auf dieser Wanderung gibt es kein Gipfelkreuz!

Das wollte ich nur vorab zur Sicherheit mal sagen, denn es ist schon erstaunlich: Man kann den Leuten, mit den man in die Berge geht, noch so viel davon erzählen, dass das Ziel die Stepbergalm ist, eine Alm. Alm, versteht ihr? Sie wollen trotzdem ein Gipfelkreuz.

Davon abgesehen, ist die Stepbergalm ein schönes Ziel auf einer einfachen Rundtour über Garmisch, immer mit der Zugspitze und verwandten Bergen vor den Augen. Im Aufstieg übers “Gelbe Gwänd” (das ist der südwestlichere Weg) gibt es zwar, wie im Führer beschrieben, eine seilgesicherte Stelle, aber das Seil habe ich erst bemerkt, als es schon fast wieder vorbei war. Der Abstieg über den Kreuzweg – der so heisst, aber frei von Kreuzigungsbildchen ist – ist völlig harmlos.

Trotzdem nett.


Wank

10. Mai 2009

Ja, was soll man sagen? Der Weg auf den Wank ist nicht unbedingt der obskurste, einsamste oder schönste der Alpen, und das Gipfelziel ist ein eingezäuntes Kreuz neben der Gipfelhütte, die wiederum fünf Minuten von einer der hässlichsten Seilbahnstationen der Nordalpen entfernt ist. Aber trotzdem ist es ganz nett. Und trainieren tut der Weg allemal – gut 1000 Höhenmeter geht’s da rauf (da es am Anfang rauf-runter-rauf-runter geht, ist es etwas mehr, als man meinen würde).

Und natürlich ist die Seilbahn auch praktisch (auch wenn sie älter aussieht und älter klingt als 26 Jahre): kein Abstieg notwendig. Und das Panorama ist toll. Ich habe noch nie so viele Fotos von der Zugspitze an einem Tag gemacht; und ich habe in meinem Leben schon jede Menge Zugspitzfotos gemacht.


Schelleleskopf

3. Mai 2009

Der Schelleleskopf ist ein Teil des Zwieselbergs, und der wiederum zieht sich am Nordufer des Plansees entlang. Auf den Schelleleskopf (oder knapp dran vorbei) führt ein Steig vom Seespitz aus, wo man auch hervorragend parken kann.

So weit, so gut. Das Blöde ist nur: Der Steig ist nicht ausgeschildert (er beginnt am oberen Ende des Campingplatzes, falls es jemanden interessiert). Der Steig wird offenbar nicht mehr gewartet, obwohl die Markierungen noch gut sichtbar sind. Eine in allen Karten eingetragene Verzweigung auf halber Höhe existiert offenbar gar nicht mehr. Und – wahrscheinlich dank der daraus resultierenden relativen Seltenheit menschlichen Besuchs – haben offenbar alle Tiere des Berges, von ganz oben bis ganz unten, den Steig zu ihrer Toilette auserkoren.

Schade eigentlich, denn der Weg an sich ist echt schön und abwechslungsreich, und die Aussicht ist an vielen Stellen auch ganz schön. Wie der Blick von ganz oben ist, kann ich leider nicht sagen, denn 14 Höhenmeter unter dem Gipfel versperrte völlig unvermittelt ein hüfthohes Schneefeld meinen Weg. Darauf, da hindurch zu waten, hatte ich dann doch keine Lust mehr…


Rabenkopf

27. April 2009

Eine weitere Wanderung in der immer länger werdenden Kette von erwartungsgemäß weitgehend schneefreien Südhängen: der Rabenkopf.

Es gibt ungefähr vier Varianten, wie man zum Gipfel kommt – oder zumindest zur zwanzig Minuten unter dem Gipfel liegenden Staffelalm. Aber alle haben eins gemein: Man muss von der Jachenau aus erstmal knapp eine Stunde durch das weitgehend flache Laintal latschen, bis es so richtig in die Höhe geht. Und am Ende wieder zurück. Aber es lohnt sich trotzdem.

Der “schwierige” (und ich verwende dieses Wort im allerweitesten Sinn) Anstieg durch die Rappinschlucht war schon fast schneefrei. Die Warnhinweise “nur für Schwindelfreie” können hier wirklich nur dazu gedacht sein, Stöckelschuhgeher abzuschrecken: Es handelt sich um vielleicht fünf Minuten ausgesetztes Gehen auf problemlosem Steig. – Der Abstieg über den “Normalweg” hingegen war noch gut eingeschneit. Ging aber auch.

Und das Panorama dort oben ist echt beeindruckend für einen 1550m hohen Voralpengipfel: Wetterstein, Karwendel, Blauberge, Benediktenwand, Kochelsee, und nach Norden bis zum Starnberger See. Nur der Walchensee versteckt sich hinter dem Hirschhörnlkopf nebenan.

Da tat es mir dann doch Leid, dass das Wetter nicht ein bisschen besser war, obwohl es im Aufstieg ganz angenehm war, dass die Sonne nicht so knallte…


Hochalm (Sylvensteinsee)

20. April 2009

Hochalmen gibt’s in den Bergen natürlich wie Sand am Meer. Aber die wenigsten davon haben ein Gipfelkreuz; das ist bei der Hochalm über dem Sylvensteinsee ein bisschen besonders.

Auf meiner “Quest”, möglichst viele Südhänge unter 1500m zu durchwandern, bis endlich der Schnee geschmolzen ist, kommt sie mir auch sehr gelegen. Der Weg windet sich zwar etwas, und es gab auch eine Handvoll Stellen, wo tatsächlich noch Schneeflecken lagen – zum Teil leider auch an der einen minimal ausgesetzten Stelle, wo man einen Steilhang quert -, aber insgesamt ist alles schön sonnig und exponiert und damit schon früh schneefrei.

Von Pseudo-Gipfel aus kann man dann nicht nur ins Karwendel gucken, wo man den Juifen praktisch vor der Nase hat, sondern auch ins Isartal, in die Blauberge und bis zum Wetterstein. Ziemlich cool für Mitte April.


Schafkopf

12. April 2009

Es geht wieder los!

Na gut, es hilft schon sehr, wenn mal sich einen Berg sucht, der vielleicht unter 1500m hoch ist, und wenn man darauf achtet, dass der Anstieg durchgehend südseitig verläuft. Aber es geht! Die Bergsaison ist eröffnet!

Ahem. Vom allgemeinen Enthusiasmus für das neue Bergsommerjahr einmal abgesehen, war der Schafkopf eine echt schöne Frühlingstour. (Das ist der Schafkopf bei Farchant; Schaf(s)köpfe gibt es in den Bergen ja wie Sand am Meer.) Es geht zwar die ganze Zeit durch den Wald, aber ist auf der – relativ geringen – Höhe ja auch zu erwarten.

Nur am Gipfel stehen ein paar Bäume zuviel. So hat man zwar einen schönen Blick auf Garmisch-Partenkirchen, den Wank und weite Teile des Wettersteins, aber den Blick auf den Zugspitzstock einerseits und den ganze Rest der Ammergauer andererseits blockieren hier die Tannen.

Aber wie gesagt: die ideale Frühlingstour!